{"id":11157,"date":"2014-07-22T00:00:00","date_gmt":"2014-07-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11157\/neue-energie-fuer-dharnai\/"},"modified":"2019-05-30T10:53:15","modified_gmt":"2019-05-30T08:53:15","slug":"neue-energie-fuer-dharnai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11157\/neue-energie-fuer-dharnai\/","title":{"rendered":"Neue Energie f\u00fcr Dharnai"},"content":{"rendered":"<p><b>Jahrzehntelang mussten die Bewohnerinnen und Bewohner eines kleinen indischen Dorfes ohne ein Stromnetz auskommen. Mit Hilfe von Greenpeace haben die Menschen in Dharnai das Heft jetzt selbst in die Hand genommen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p class=\"field--title\"><strong>Jahrzehntelang mussten die Bewohnerinnen und Bewohner eines kleinen indischen Dorfes ohne ein Stromnetz auskommen. Mit Hilfe von Greenpeace haben die Menschen in Dharnai das Heft jetzt selbst in die Hand genommen.<\/p>\n<p><\/strong><\/p>\n<div id=\"flexslider-1\" class=\"flexslider galleria flexslider-processed loaded\">\n<div class=\"flexslider--galleria_description\">\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1b23d33a-1b23d33a-gp0stoh17_press.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1b23d33a-1b23d33a-gp0stoh17_press.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 22. Juli 2014<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Ein guter Grund zum L\u00e4cheln: Kinder in Dharnai freuen sich \u00fcber das neue Stromnetz.<br \/>\n\u00a9 Vivek M \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"field--body ugc\">\n<p>Ein bisschen erinnert die Geschichte vom neuen Stromnetz in Dharnai an das kleine gallische Dorf, das inmitten einer feindseligen \u00dcbermacht den Widrigkeiten trotzt. Seit kurzem spenden in Dharnai im indischen Bundesstaat Bihar am Abend sechzig Stra\u00dfenlaternen Licht &#8211; inmitten der buchst\u00e4blichen Dunkelheit ringsum. Auch die Strommasten an den Wegen sind neu. Und vier Kilometer vor der Orsteinfahrt k\u00fcndigt ein Schild auf dem Highway an: \u00abDharnai Solar Village\u00bb.<\/p>\n<p>All diese begr\u00fcssenswerten Ver\u00e4nderungen h\u00e4ngen damit zusammen, dass Dharnai am 20. Juli 2014 nach zweimonatigem Testbetrieb offiziell ein eigenes, v\u00f6llig autonom operierendes Stromnetz in Betrieb genommen hat. F\u00fcr die 2400 Einwohnerinnen und Einwohner Dharnais markiert dieser Tag eine echte Zeitenwende: Jahrzehntelang mussten sie \u2013 so wie ein Gro\u00dfteil der Landbev\u00f6lkerung in weiten Teilen Indiens \u2013 ohne eine sichere Stromversorgung auskommen. Mit Hilfe von 280 Solarpanelen wird sich Dharnai von nun an selbst versorgen: \u00dcber das neue Netz fliesst jetzt Strom in 400 Haushalte und 50 Gewerbeeinheiten sowie sechs Wasserpumpen, 60 Stra\u00dfenlaternen, zwei Schulen und ein Krankenhaus. Das solarbetriebene Netz wurde von Greenpeace entwickelt und ist das erste seiner Art in Indien.<\/p>\n<h4>ENDLICH STROM NACH DREISSIG JAHRE<\/h4>\n<p>\u00abDreissig Jahre lang haben wir nichts unversucht gelassen um uns Elektrizit\u00e4t zu verschaffen. Ohne Aussicht auf Erfolg. W\u00e4hrend Indien wuchs und gedieh, mussten wir uns mit Kerosinlampen und teuren Dieselgeneratoren behelfen. Doch jetzt kann ich voller Stolz sagen, dass Dharnai zu einem Vorreiter geworden ist. Wir k\u00f6nnen uns jetzt mit unserem eigenen Strom versorgen und endlich an den Erfolgen teilhaben!\u00bb, sagt Kamal Kishore, ein Bewohner Dharnais.<\/p>\n<p>Das Stromnetz in Bihar ist nicht etwa nur schlecht ausgebaut oder marode, es ist vielerorts schlicht nicht existent: Nur die H\u00e4lfte der D\u00f6rfer in dem Staat haben \u00fcberhaupt Zugang zu einer (meist minderwertigen) Stromversorgung.\u00a0 Etwa 89 Prozent der Menschen in Bihar leben auf dem Land, von ihnen nutzen 95 Prozent haupts\u00e4chlich Kerosin zur Lichterzeugung. In ganz Indien m\u00fcssen derzeit noch mehr als 300 Millionen Menschen ohne eine Stromversorgung auskommen; die internationale Energiebeh\u00f6rde IEA geht davon aus, dass weltweit \u00fcber 1,3 Milliarden Menschen dieses Schicksal teilen. Das Fehlen einer Stromversorgung geht fast zwangsl\u00e4ufig mit einem niedrigen Lebensstandard einher, das Gesundheitswesen und das gesellschaftliche Zusammenleben leiden erheblich, wirtschaftliches Prosperieren wird im Keim erstickt.<\/p>\n<h4>MODELL K\u00d6NNTE SCHULE MACHEN<\/h4>\n<p>Das Beispiel Dharnai macht deutlich, dass mit Hilfe erneuerbarer Energien und sogenannter \u00abmicro grids\u00bb &#8211; also dezentraler, autonomer und lokaler Netze &#8211; Millionen von Menschen aus ihrer Zwangslage befreit und klimaschonend mit Energie versorgt werden k\u00f6nnen. Das Projekt in Dharnai geht auf eine Aufgabe zur\u00fcck, die Ministerpr\u00e4sident Shri Nitish Kumar Greenpeace bei einem Treffen Anfang 2013 mit auf den Weg gab. Kumar forderte die Greenpeace-IngenieurInnen heraus, ein Modell zur lokalen Stromversorgung zu entwickeln, das nicht nur wirtschaftlich betrieben werden kann, sondern auch vielfach reproduzierbar w\u00e4re. Nach der erfolgreichen Testphase und der offiziellen Inbetriebnahme des Netzes in Dharnai fordert Greenpeace nun seinerseits die Regierung des Bundesstaates auf, die n\u00f6tigen Schritte einzuleiten, und das Erfolgsmodell in mit Dharnai vergleichbaren D\u00f6rfern zu kopieren.<\/p>\n<p>Dharnais neues Stromnetz wurde unter konsequenter Einbeziehung der Einwohner geplant und wird k\u00fcnftig gemeinschaftlich von ihnen verwaltet. Sollte der Strombedarf wachsen &#8211; derzeit ist das Netz auf 100 kW ausgelegt (mehr\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/press\/releases\/Greenpeace-supports-solar-power-energy-independence-for-village-in-India\/\">Informationen<\/a>) &#8211; kann das Netz ausgebaut werden. Betrieben und instandgehalten wird es mit technischer und administrativer Unterst\u00fctzung durch die Organisationen\u00a0<a href=\"http:\/\/www.basixindia.com\/\">BASIX<\/a>\u00a0und\u00a0<a href=\"http:\/\/www.ceedindia.org\/AboutUs.aspx\">CCED<\/a>. Letztere ist ein Zusammenschluss mehrerer Nicht-Regierungs-Organisationen, die sich in Bihar f\u00fcr den Ausbau erneuerbarer Energien einsetzen.<\/p>\n<p>Anders als der legend\u00e4re Zaubertrunk, f\u00fcr den Asterix und seine Freunde ein gewissermassen exklusives Nutzungsrecht in Anspruch nahmen, kann das Dharnai-Modell weltweit Schule machen. \u00abDas Projekt zeigt, dass sich Kommunen \u00fcberall auf der Welt ihr eigenes Energiesystem schaffen und damit ihren B\u00fcrgerinnen &amp; B\u00fcrgern Wohlstand und Sicherheit gew\u00e4hrleisten k\u00f6nnen ohne den Klimawandel voranzutreiben. Eine Win-Win-Situation ohne von den Interessen der Kohle- und Atomindustrie abh\u00e4ngig zu sein\u00bb so Niklas Schinerl, Energieexperte von Greenpeace Deutschland.<\/p>\n<\/div>\n<p>M\u00f6chtest auch du Atomstrom und die Atomlobby nicht l\u00e4nger unterst\u00fctzen?<br \/>Dann wechsle heute noch auf sauberen Strom aus erneuerbaren Quellen und finde das Angebot, das am besten zu dir passt. <a href=\"http:\/\/trau-dich.ch\/de\/stromvergleich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Trau dich!<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/trau-dich.ch\/de\/stromvergleich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Trau-dich-Button.jpg\" alt=\"\" width=\"307\" height=\"62\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jahrzehntelang mussten die Bewohnerinnen und Bewohner eines kleinen indischen Dorfes ohne ein Stromnetz auskommen. 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