{"id":11176,"date":"2014-07-10T00:00:00","date_gmt":"2014-07-09T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11176\/captain-fantastic-als-inspirationsquelle\/"},"modified":"2019-05-30T10:53:54","modified_gmt":"2019-05-30T08:53:54","slug":"captain-fantastic-als-inspirationsquelle","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11176\/captain-fantastic-als-inspirationsquelle\/","title":{"rendered":"Captain Fantastic als Inspirationsquelle"},"content":{"rendered":"<p><b>Heute vor genau 29 Jahren, am 10. Juli 1985, versenkte der franz\u00f6sische Geheimdienst das Greenpeace-Schiff \u00abRainbow Warrior\u00bb, das gegen Atomtests in Frankreich protestierte.\u00a0Mit an Bord war Kapit\u00e4n Peter Willcox, der im Herbst des vergangenen Jahres f\u00fcr Schlagzeilen sorgte, als er mit den Arctic30 bei Protestaktionen gegen \u00d6lbohrungen in der russischen Arktis in Gewahrsam genommen wurde. Doch wer ist \u00abCaptain Fantastic\u00bb, wie Peter oft genannt wird, \u00fcberhaupt? Und was k\u00f6nnen wir von ihm lernen?<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Heute vor genau 29 Jahren<\/strong><strong>, am 10. Juli 1985, versenkte der franz\u00f6sische Geheimdienst das Greenpeace-Schiff \u00abRainbow Warrior\u00bb, das gegen Atomtests in Frankreich protestierte.\u00a0<\/strong><strong>Mit an Bord war Kapit\u00e4n Peter Willcox, der im Herbst des vergangenen Jahres f\u00fcr Schlagzeilen sorgte, als er mit den <\/strong><a title=\"Die Timeline der arctic30\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/Arctic-30-Timeline\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Arctic30<\/strong><\/a><strong> bei Protestaktionen gegen \u00d6lbohrungen in der russischen Arktis in Gewahrsam genommen wurde. Doch wer ist \u00abCaptain Fantastic\u00bb, wie Peter oft genannt wird, \u00fcberhaupt? Und was k\u00f6nnen wir von ihm lernen?<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/eb67f280-eb67f280-peter-willcox.jpg\" title=\"Kapit\u00e4n Peter Willcox auf der Arctic Sunrise\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Kapit\u00e4n Peter Willcox auf der Arctic Sunrise\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/eb67f280-eb67f280-peter-willcox.jpg\" alt=\"Kapit\u00e4n Peter Willcox auf der Arctic Sunrise\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Samstag, 19. September 2009<\/span><br \/>\n        <strong>Kapit\u00e4n Peter Willcox auf der Arctic Sunrise<\/strong><\/p>\n<p>\n            Captain Pete Willcox on the Arctic Sunrise \u00a9 Nick Cobbing \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Der 60 j\u00e4hrige Amerikaner wuchs als adoptiertes Kind an der K\u00fcste von Norwalk, Conneticut, in den USA auf. Seit er in jungen Jahren segeln lernte, hat Willcox sich dem Meer verschrieben. Er selbst sagt sogar, dass seine beiden T\u00f6chter wohl das Einzige seien, was ihn daran hindern k\u00f6nnte, zur See zu fahren. Als die \u00abRainbow Warrior I\u00bb zum ersten Mal in den USA anlegte, begann er sofort als Freiwilliger zu arbeiten, wurde 1981 zum Kapit\u00e4n ernannt und macht seitdem nichts anderes mehr. \u00abIch denke, seitdem nimmt die Seefahrt f\u00fcr Greenpeace 90 Prozent meines Lebens ein\u00bb, meint Seeb\u00e4r Willcox. Er war es auch, der im Jahre 1985 \u00abAlles von Bord\u00bb schrie, als der franz\u00f6sische Geheimdienst die Rainbow Warrior versenkte, die unter seinem Kommando stand. <\/p>\n<p> Die \u00abWarrior\u00bb, wie das Schiff allgemein genannt wurde, hatte zuvor die Einwohner des Rongelap-Atolls evakuiert, welche aufgrund der Folgen der US-Atomtests zwischen 1946 und 1958 auf dem benachbarten Bikini-Atoll an Strahlenverseuchung, Leuk\u00e4mie, Krebs und Fehlgeburten litten. Kapitan Willcox man\u00f6vrierte die mit rund 350 Insulanern und all deren Hab und Gut vollgepackte Rainbow Warrior durch enge Passagen, um Korallenriffe und durch ein Gebiet, welches noch nicht einmal auf einer Karte eingezeichnet war, als h\u00e4tte er nie etwas anderes gemacht. Als er die von ihrem Schicksal gepeinigten Inselbewohner in zwei Fahrten auf die unverseuchte Insel Mejato umsiedelte und ihnen damit vermutlich das Leben rettete, handelte Peter stets ruhig und zuversichtlich.<\/p>\n<p>Auch einige Monate sp\u00e4ter, heute vor 29 Jahren, als zwei Agenten vom franz\u00f6sischen Geheimdienst die Rainbow Warrior an der K\u00fcste Neuseelands mit zwei Haftminen versenkten, bewahrte er trotz der schlimmen Situation k\u00fchlen Kopf. Seine Kollegin Bunny McDiarmid erinnert sich in einem Blogeintrag an das entsetzliche Ereignis. \u00abWir wollten mit einer kleinen Gruppe von Segelbooten vor Franz\u00f6sisch-Polynesien protestieren, wo die Franzosen Atomtests durchf\u00fchrten. Nur Augenblicke nachdem die erste Bombe kurz vor Mitternacht den Schiffsrumpf getroffen hatte, war Pete aus seiner Koje gesprungen und befahl, das Schiff zu verlassen.\u00bb<\/p>\n<p>Das traumatische Ereignis, bei welchem der portugiesische Fotograf Fernando Pereira qualvoll ertrank, \u00e4nderte nichts an Peters Einstellung und Entschlossenheit. Im Gegenteil, \u00abEr glaubt, dass unsere Taten z\u00e4hlen m\u00fcssen, nur darum geht es&#187;, erz\u00e4hlt Bunny McDiarmid weiter.\u00a0<\/p>\n<p>So war es auch Jahre sp\u00e4ter, im Herbst des vergangenen Jahres, als Willcox das Greenpeace-Schiff \u00abArctic Sunrise\u00bb in die russische Arktis lenkte und gegen \u00d6lbohrungen des \u00d6lgiganten \u00abGazprom\u00bb protestierte. Damals, am 18. September 2013, erklommen Greenpeace Aktivistinnen und Aktivisten Gazprom\u2019s \u00d6lplattform \u00abPrirazlomnaya\u00bb und protestierten friedlich gegen die gef\u00e4hrlichen \u00d6lbohrungen in der Arktis, als maskierte Beamte der russischen K\u00fcstenwache die Crew mit Schusswaffen und Messern bedrohten und sie festnahmen. So auch Peter Willcox, der erst nach 100 Tagen Gefangenschaft in Russland freigelassen wurde. \u00abUnser Schiff wurde illegal beschlagnahmt und nach Murmansk gebracht, wo sie uns in Gef\u00e4ngnisse steckten und uns eines Verbrechen beschuldigten, das wir nicht begangen hatten. Nun, \u00fcber 100 Tage danach, sind wir erleichtert, dass sie uns begnadigt haben, es gibt jedoch nichts, f\u00fcr das wir uns entschuldigen k\u00f6nnten. Unser Protest war absolut friedlich und das einzig Richtige, denn nun sind sich Millionen Menschen mehr als vorher bewusst, was \u00d6lbohrungen in der Arktis f\u00fcr Risiken mit sich bringen.\u00bb, meint Schiffsf\u00fchrer Willcox, der seit seiner Gr\u00f6nlandreise begeistert von der Sch\u00f6nheit der Arktis ist. Auch seine Frau meint: \u00abMein Mann ist kein Pirat, er ist ein Held [&#8230;] Viele Menschen versuchen, wenigstens etwas f\u00fcr das gr\u00f6\u00dfere Wohl zu tun [&#8230;]. Selten ist, dass Menschen ihr ganzes Leben dem Vorhaben widmen, aus der Welt einen besseren Ort zu machen. Pete ist einer dieser Menschen.\u00bb<\/p>\n<p> Peter Willcox\u2019 Freilassung bedeutet nicht das Ende einer Sache, sondern steht als Zeichen des Beginns einer Bewegung. Millionen von Menschen rund um den Globus sind der Kampagne zum Schutz der Arktis beigetreten, angesteckt vom Mut und der Entschlossenheit, die Peter Willcox und den anderen Mitgliedern der Arctic 30 an den Tag legten. Wir m\u00fcssen \u00fcberzeugter denn je auftreten, um die gef\u00e4hrlichen \u00d6lbohrungen in der Arktis zu stoppen. Jede\/r Einzelne kann dem Beispiel von Peter Willcox und den anderen Aktivistinnen und Aktivisten folgen und sich f\u00fcr eine so wichtige Sache wie dem Schutz der Arktis einsetzen, dem Taten folgen lassen und seinen Enkelkindern einmal mit Stolz erz\u00e4hlen, dass man etwas dagegen unternommen hatte. Sei es auch nur die Unterschrift einer <a title=\"Greenpeace Petitionen\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Petition<\/a>, die Mobilisierung einflussreicher Pers\u00f6nlichkeiten aus deinem Umfeld mithilfe der \u00ab<a title=\"Deklaration zum Schutz der Arktis\" href=\"http:\/\/actforarctic.org\/switzerland\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arktis Deklaration<\/a>\u00bb, als <a title=\"Werde selbst aktiv!\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Aktiv-werden\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Freiwillige\/r<\/a> oder in Form einer <a title=\"Hilf uns mit einer Spende\" href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/account\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Spende<\/a> an Greenpeace, wie z.B. f\u00fcr die mittlerweile freigegebene und besch\u00e4digte Arctic Sunrise. Hilf uns und sei dabei wenn Geschichte geschrieben wird.\u00a0<\/p>\n<p>Wie sagt doch Nikos Charalambides, Executive Director bei Greenpeace Griechenland, so sch\u00f6n: \u00abWir leben nicht mit Geschichte und werden durch sie auch nicht beschr\u00e4nkt. Doch es w\u00e4re dumm, wenn wir uns nicht von ihr inspirieren lassen [&#8230;] \u00bb\u00a0<\/p>\n<address>\u00a0<\/address>\n<address>Blogpost\u00a0von Luis Balzer, Praktikant bei Greenpeace Schweiz<\/address>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute vor genau 29 Jahren, am 10. 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