{"id":11224,"date":"2014-06-20T00:00:00","date_gmt":"2014-06-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11224\/meeresschutzmassnahmen-in-washington-doch-hochsee-wurde-ignoriert\/"},"modified":"2019-05-30T10:55:10","modified_gmt":"2019-05-30T08:55:10","slug":"meeresschutzmassnahmen-in-washington-doch-hochsee-wurde-ignoriert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11224\/meeresschutzmassnahmen-in-washington-doch-hochsee-wurde-ignoriert\/","title":{"rendered":"Meeresschutzmassnahmen in Washington \u2013 Doch Hochsee wurde ignoriert"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/45ec7a41-45ec7a41-102173_163803.jpg\" title=\"Lieber John, Die Hochsee braucht deine Unterst\u00fctzung an der UN\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Lieber John, Die Hochsee braucht deine Unterst\u00fctzung an der UN\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/45ec7a41-45ec7a41-102173_163803.jpg\" alt=\"Lieber John, Die Hochsee braucht deine Unterst\u00fctzung an der UN\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\">Donnerstag, 19. Juni 2014<\/span><br \/>\n        <strong>Lieber John, Die Hochsee braucht deine Unterst\u00fctzung an der UN<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Dem US-Aussenminister John Kerry liegt das Meer am Herzen. Er wuchs mit dem Meer auf und unterst\u00fctzte viele fortschrittliche Meeres-Richtlinien im US-Senat. Seine emotionale Verbundenheit konnte man an der \u00abOurOcean conference\u00bb, die er die letzten zwei Tage in Washington D.C. geleitet hatte, regelrecht sp\u00fcren. Das Programm der \u00abOurOcean conference\u00bb war \u00e4usserst eng und im Gegensatz zu anderen politischen Konferenzen wurden an dieser eine Menge Beschl\u00fcsse gefasst:\u00a0<\/p>\n<p>Die Vereinigten Staaten k\u00fcndigten eine weitreichende Ausweitung des pazifischen Meeresschutzgebiets und Massnahmen gegen illegale Fischerei in US-Gew\u00e4ssern an. Die Bahamas setzten sich zum Ziel 20% ihres Ozeans bis 2020 (und 10% schon in diesem Jahr)zu Meeresschutzgebiet zu erkl\u00e4ren und nebenbei $200 Millionen in die Verbesserung der Verwaltung ihrer gesch\u00fctzten Zonen zu investieren. Die Inselstaaten Palau und Kiribati haben ein Verbot des kommerziellen Fischfangs in riesigen neuen Gebieten ausgerufen, damit sich deren Fischbest\u00e4nde (vor allem Thunfisch) wieder erholen k\u00f6nnen. Norwegen will $150 Millionen in Forschungsprojekte zu nachhaltiger Fischerei investieren und Togo versprach, dem Beispiel Senegals zu folgen und illegale Fischerei vor seinen K\u00fcsten zu bek\u00e4mpfen. Diese Massnahme k\u00f6nnte lokalen Fischern massgebliche Vorteile schaffen. Bei vielen dieser Verk\u00fcndigungen steckt der Teufel jedoch im Detail &#8211; denn nur weil in Washington gute Worte gesprochen wurden, heisst das noch lange nicht, dass sich die Ver\u00e4nderungen auch auf dem Meer durchsetzen werden.\u00a0<\/p>\n<p>Dennoch macht diese Liste Mut, wenn man bedenkt, dass zurzeit weniger als 2% der Meere unter Schutz stehen und Fischbest\u00e4nde auf der ganzen Welt ausgebeutet werden. Ausserdem hat sich Chile dazu verpflichtet, n\u00e4chstes Jahr ein Nachfolgetreffen zu veranstalten, um zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob auf die Worte auch wirklich Taten gefolgt sind.<\/p>\n<p>Kerry\u2019s Vorgehen war erfrischend. Seine Reden waren mitreissend und energisch &#8211; und erinnerten uns daran, dass ohne gesunde Meere keine Sicherheit herrschen oder Fortschritt stattfinden kann. Er hat auch offenherzig eingestanden, dass bislang noch zu wenig getan wurde. Er hat sogar das Publikum dazu aufgerufen, eine weltweite Massenbewegung in Gang zu setzen, um Politiker dazu zu dr\u00e4ngen, den Meeresschutz (noch) ernster zu nehmen. \u00a0Daran wollen wir auf jeden Fall teilhaben!<\/p>\n<p>Doch gleichzeitig ging Kerry seltsamerweise in keiner Weise auf die bereits existierende und auch starke Bewegung zum Schutz der Hochsee ein! \u00ab<a href=\"http:\/\/ourocean2014.state.gov\/\">OurOcean<\/a>\u00bb ignorierte die Zehntausenden von Unterst\u00fctzerinnen und Unterst\u00fctzern, welche den dringenden Schutz von 64% der Weltmeere fordern. Die Notwendigkeit eines Hochseeschutzgebiets wurde zwar erw\u00e4hnt: Leonardo di Caprio rief zu einem sofortigen Stopp der \u00abdem Wilden Westen \u00e4hnlichen\u00bb Ausbeutung der Hochsee auf und machte klar, dass von den Regierungen Massnahmen erwartet w\u00fcrden. Aber von den \u00fcber 10&#8217;000 Tweets zum Hochseeschutz tauchte nicht einer auf dem Twitterfeed in der Konferenzhalle auf! Und w\u00e4hrend John Kerry \u00abeinen globalen Plan f\u00fcr die Meere\u00bb forderte, vers\u00e4umte er es, den Schutz der Hochsee auch nur ein einziges Mal zu erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p>Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen auf der Hand. Wenn Kerry \u00fcber den Schutz der Hochsee gesprochen h\u00e4tte, h\u00e4tte er erkennen lassen, wie widerspr\u00fcchlich die amerikanische Position ist. Denn w\u00e4hrend \u00abOurOcean\u00bb in Washington stattfand, liefen gar nicht so weit weg in New York weltweite Verhandlungen \u00fcber einen Rettungsplan f\u00fcr die Hochsee. Und w\u00e4hrend Kerry zu Recht stolz auf die Massnahmen war, welche er in Washington verk\u00fcnden konnte, unterst\u00fctzt sein eigenes Verhandlungsteam die geplanten Schutzmassnahmen der Vereinigten Nationen kaum. Das ist schlichtweg nicht haltbar und hat viele von uns verwirrt, unter anderem auch den Vorsitzenden von Greenpeace International, Kumi Naidoo.<\/p>\n<p>Doch nach den letzten zwei Tagen will ich noch einmal ein Auge zudr\u00fccken. Kerry hat das Thema des Hochseeschutzes m\u00f6glicherweise nur unter den Teppich gekehrt, weil er sich f\u00fcr das inkonsequente Vorgehen seiner Regierung sch\u00e4mt. Also werden wir ihm noch ein wenig Zeit geben, um die amerikanische Position zum \u00abHochsee-Biodiversit\u00e4ts-Abkommen\u00bb zu \u00e4ndern. Und wir erwarten, dass er dabei die gleiche Effizienz und Leidenschaft an den Tag legt, mit der er auch die Konferenz geleitet hat.\u00a0<\/p>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass wir unsere Meere nicht sch\u00fctzen k\u00f6nnen, wenn wir 64% von ihnen ausser Acht lassen. Lasst uns also John Kerry beim Wort nehmen und eine Bewegung aufbauen, welche er nicht ignorieren kann. Mach mit bei unserem Aufruf f\u00fcr weltweite Meeresschutzgebiete!<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/getinvolved\/SOS-Oceans\/?ref=OurOceanBlog\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><br \/><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Ocean Sanctuary\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Zur-Petition-Button.jpg\" alt=\"Petition f\u00fcr Meeresschutzgebiet\" width=\"199\" height=\"51\"><br \/><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donnerstag, 19. Juni 2014 Lieber John, Die Hochsee braucht deine Unterst\u00fctzung an der UN \u00a0 Dem US-Aussenminister John Kerry liegt das Meer am Herzen. 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