{"id":112277,"date":"2024-08-21T06:33:00","date_gmt":"2024-08-21T04:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=112277"},"modified":"2024-08-20T21:48:40","modified_gmt":"2024-08-20T19:48:40","slug":"atomkraft-den-wunderreaktor-gibt-es-nicht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/112277\/atomkraft-den-wunderreaktor-gibt-es-nicht\/","title":{"rendered":"Atomkraft: Den Wunderreaktor gibt es nicht"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>W\u00e4hrend der Bundesrat \u00fcber ein Comeback der Atomenergie in der Schweiz diskutiert, entlarvt eine <\/strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/111160\/atomkraft-hat-keine-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>neue Recherche<\/strong><\/a><strong> von Greenpeace Schweiz die falschen Behauptungen in der aktuellen Debatte. Trotz grosser Marketinganstrengungen hat es in den letzten Jahren keine nennenswerten Fortschritte im Bereich der Atomenergie gegeben. Hingegen explodieren die Baukosten von neuen Reaktoren und die Errichtung dauert fast zwei Jahrzehnte, was diese Technologie im Kampf gegen die Klimakrise zur schlechtesten aller L\u00f6sungen macht. Atomkraft hat keine Zukunft. Das gilt auch f\u00fcr Projekte, die als innovativ beschrieben werden, wie zum Beispiel die des Genfer Start-up-Unternehmens Transmutex.<\/strong><\/p>\n\n<p>Eine <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/111160\/atomkraft-hat-keine-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">neue Recherche<\/a> von Greenpeace Schweiz fasst den aktuellen Stand der Atomtechnologie zusammen. Derzeit ist keiner der auf dem Markt erh\u00e4ltlichen Reaktoren in der Lage, die Energieunabh\u00e4ngigkeit unseres Landes rasch zu erh\u00f6hen. Der Bau von Atomkraftwerken der neuesten Generation in Europa und den USA ist mit notorischen Verz\u00f6gerungen und exorbitanten Mehrkosten verbunden. Dar\u00fcber hinaus sind Atomkraftwerke mit dem Problem der schwindenden Uranressourcen konfrontiert und es wurde bislang keine befriedigende L\u00f6sung f\u00fcr eine Langzeitlagerung hochradioaktiver Abf\u00e4lle pr\u00e4sentiert.<\/p>\n\n<p>Die Atomkraftwerke Olkiluoto (Finnland) und Flamanville (Frankreich), deren Bau 18 bzw. 17 Jahre gedauert hat, verdeutlichen, dass in Europa mindestens 15 bis 20 Jahre vergehen, bis ein neuer Reaktor steht. Bei diesem Tempo sind die derzeit in Frankreich und Grossbritannien geplanten Atomkraftwerke nicht in der Lage, das Energiesystem in einer Weise zu dekarbonisieren, die mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens im Einklang steht. Die Kosten der derzeit in Europa geplanten neuen Atomanlagen haben sich bei der Projektentwicklung verdoppelt oder sogar verdreifacht.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n<p>Angesichts der fehlenden Rentabilit\u00e4t herk\u00f6mmlicher Kraftwerke verkaufen einige Atomkraftbef\u00fcrworter Wunschvorstellungen. Sie versprechen \u00abneue\u00bb Reaktortypen wie kleine modulare Reaktoren (Small Modular Reactors SMR), die Verwendung von Thorium oder die Kombination mit einem Teilchenbeschleuniger (ein Projekt, das in der Schweiz vom Start-up-Unternehmen Transmutex vorangetrieben wird). Diese Technologien sind alles andere als innovativ. Sie sind eine Wiederholung Jahrzehnte alter Konzepte, die sich nie am Markt etablieren konnten \u2013 entweder aus Gr\u00fcnden der Wirtschaftlichkeit oder weil sie vor unl\u00f6sbaren technischen Herausforderungen stehen. Dar\u00fcber hinaus bergen sie neue Risiken und verursachen neue Abh\u00e4ngigkeiten, die von den Atombef\u00fcrworter:innen geflissentlich unter den Teppich gekehrt werden. \u00abDas Konzept von Transmutex basiert auf einem Reaktor des russischen Atomriesen Rosatom\u00bb, nennt Nathan Solothurnmann, Experte f\u00fcr Energiefragen bei Greenpeace Schweiz, ein Beispiel.&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abAnstatt Zeit und Geld f\u00fcr eine veraltete Technologie zu verschwenden, sollte der Bundesrat daf\u00fcr sorgen, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien in unserem Land schnell vorangeht\u00bb, f\u00fcgt Nathan Solothurnmann hinzu. \u00abDies ist die beste Option, um die Versorgungssicherheit in unserem Land zu sichern und entspricht dem Willen des Volkes. Die Abstimmungen \u00fcber den Atomausstieg 2017 und \u00fcber das Stromgesetz in diesem Jahr zeigen, dass die Bev\u00f6lkerung einen schnellen \u00dcbergang zu 100 Prozent erneuerbarer Energien w\u00fcnscht.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/111160\/atomkraft-hat-keine-zukunft\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Atomkraft hat keine Zukunft<\/a> &#8211; Factsheet von Greenpeace Schweiz, August 2024<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong>&nbsp;<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nathan Solothurnmann, Experte f\u00fcr Energiefragen bei Greenpeace Schweiz, +41 76 514 90 48, <a href=\"mailto:nathan.solothurnmann@greenpeace.org\">nathan.solothurnmann@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz: +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend der Bundesrat \u00fcber ein Comeback der Atomenergie in der Schweiz diskutiert, entlarvt eine neue Recherche von Greenpeace Schweiz die falschen Behauptungen in der aktuellen Debatte. <\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":106085,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-112277","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112277","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=112277"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112277\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":112279,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/112277\/revisions\/112279"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/106085"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=112277"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=112277"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=112277"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=112277"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=112277"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}