{"id":11283,"date":"2014-06-01T00:00:00","date_gmt":"2014-05-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11283\/regenwald\/"},"modified":"2019-07-05T13:03:53","modified_gmt":"2019-07-05T11:03:53","slug":"regenwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11283\/regenwald\/","title":{"rendered":"Regenwald"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Es ist einer der sch\u00f6nsten Greenpeace-Erfolge:  Der Great-Bear-Regenwald  in Kanada steht heute zu grossen Teilen unter Schutz. Oliver Salge hat den einzigartigen Wald, f\u00fcr dessen Erhaltung er seit zwanzig Jahren k\u00e4mpft, noch einmal besucht \u2014 und ist dem legend\u00e4ren weissen B\u00e4ren begegnet.<\/b><\/p>\n\n<p>\u00abEs war ein magischer Moment\u00bb, sagt Oliver Salge. \u00abErst sah ich ihn schemenhaft zwischen den St\u00e4mmen, dann trat er hervor und lief zum Ufer hinunter.\u00bb Der Waldexperte von Greenpeace Deutschland ist ein begeisterter Naturfotograf. Dass er nun einen der seltenen \u00abGeisterb\u00e4ren\u00bb ins Bild bannen konnte, kr\u00f6nt seinen langj\u00e4hrigen Einsatz f\u00fcr den Schutz des Great Bear Rainforest, des gr\u00f6ssten Regenwaldes jenseits der Tropen.<\/p>\n\n<p>Im einzigartigen Naturparadies leben nur wenige Menschen, meist Ureinwohner. Im Ort Klemtu haben sie die Spirit Bear Lodge gegr\u00fcndet: Mit Booten bringen sie G\u00e4ste in die urige Fjordlandschaft \u2013 ins Reich der Weisskopfseeadler, der Wale und der weissen B\u00e4ren. \u00abDie Indianer sagen, der Geisterb\u00e4r sei auf die Erde zur\u00fcckgekommen, um die Menschen an die Eiszeit zu erinnern\u00bb, erz\u00e4hlt Oliver Salge. Nur einige hundert dieser Tiere durchstreifen den Wald, Salges Sichtung 2013 war erst die zweite in der Region. Die B\u00e4ren leben versteckt und weitgehend sicher vor dem zerst\u00f6rerischen Werk der Menschen. Doch das war nicht immer so.<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/fc27069d-fc27069d-1406_geisterbaeren_gp04wu0.jpg\"><br><\/a><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/fc27069d-fc27069d-1406_geisterbaeren_gp04wu0.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Oliver Salge inmitten von tausenden Jahre alten Baumriesen: Fr\u00fcher von der Abholzung bedroht, sind nun gesch\u00fctzt. <br>\u00a9 Oliver Salge \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">&nbsp;\u00abDonnerstag ist Kahlschlagtag\u00bb<\/h2>\n\n<p>Mit diesem Banner stehen Greenpeacer 1995 vor dem Verlagsgeb\u00e4ude von Gruner und Jahr in Hamburg. Mit dabei: Oliver Salge, als 24-J\u00e4hriger ehrenamtlich bei der \u00f6rtlichen Greenpeace-Gruppe aktiv. Viele Zeitschriften erscheinen damals auf Papier aus Urwaldholz, darunter auch \u2013 immer donnerstags \u2013 der \u00abStern\u00bb. Die Aktivisten bringen einen riesigen Baumstumpf aus Kanada mit und kommen sechs Wochen lang t\u00e4glich wieder \u2013 bis die Zeitschriftenverleger schliesslich nachgeben und von ihren Lieferanten \u00aburwaldfreies\u00bb Papier fordern. Es folgen ein Einschlagstopp und z\u00e4he Verhandlungen. Seit 2006 stehen 2,1 Millionen Hektar, die Fl\u00e4che Hessens, unter strengem Schutz.<br>\u00abHeute in diesem Urwald zu stehen und zu wissen, dass seine Erhaltung auch unser Verdienst ist, das ist ein fantastisches Gef\u00fchl\u00bb, so Oliver Salge. Aus dem jungen Aktivisten ist l\u00e4ngst ein fester Greenpeace-Mitarbeiter geworden. Er leitet heute den Wald- und Meeresbereich in Deutschland. \u00abJetzt werden die letzten Waldschutz-Verhandlungen mit der Papierindustrie abgeschlossen\u00bb, sagt er. \u00abIch wollte mich noch einmal \u00fcber die Entwicklung informieren und auch Fotos vom Wald machen.\u00bb<br>Dass er bei seinem Besuch den weissen B\u00e4ren zu Gesicht bekommen w\u00fcrde, glaubte Salge vielleicht selbst nicht. Noch einmal liess er sich zu seinem Lieblingsort bringen, wartete stundenlang im Regen \u2013 bis er im Wald das weisseFell aufleuchten sah. \u00abBei mir war der Naturf\u00fchrer Jason\u00bb, erz\u00e4hlt er, \u00abder Sohn des verstorbenen Chiefs Qwatsinas.\u00bb Dessen Leute hatten den deutschen Greenpeacern zum Dank f\u00fcr ihren Einsatz den Totempfahl geschnitzt, der heute als Wahrzeichen in der Hamburger Zentrale steht. \u00abDass ich den Geisterb\u00e4ren ausgerechnet mit Jason beobachten durfte, macht diesen Tag doppelt unvergesslich.\u00bb<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/04bb07d9-04bb07d9-1406_geisterbaeren_gp04wtw.jpg\"><br><\/a><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/04bb07d9-04bb07d9-1406_geisterbaeren_gp04wtw.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Der Great-Bear-Regenwald s\u00e4umt Kanadas Pazifikk\u00fcste.<br>Ein \u00abGeisterb\u00e4r\u00bb sucht auf einer Muschelbank am Fjord nach Essbarem.<br>\u00a9 Oliver Salge \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<hr class=\"wp-block-separator\"\/>\n\n<p><em>Oliver Salge (42) leitet den Bereich Meere und W\u00e4lder bei Greenpeace Deutschland.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist einer der sch\u00f6nsten Greenpeace-Erfolge: Der Great-Bear-Regenwald in Kanada steht heute zu grossen Teilen unter Schutz. 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