{"id":11305,"date":"2014-05-23T00:00:00","date_gmt":"2014-05-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11305\/japan-gericht-stoppt-nach-protesten-den-neustart-eines-akw\/"},"modified":"2019-05-30T10:58:01","modified_gmt":"2019-05-30T08:58:01","slug":"japan-gericht-stoppt-nach-protesten-den-neustart-eines-akw","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11305\/japan-gericht-stoppt-nach-protesten-den-neustart-eines-akw\/","title":{"rendered":"Japan: Gericht stoppt nach Protesten den Neustart eines AKW"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>            \u00a9 Jeremy Sutton-Hibbert \/ Greenpeace<\/p>\n<p>189 japanische B\u00fcrger haben den Neustart des AKW Oi in der japanischen Provinz Fukui verhindert. Derweil pumpt Tepco 560 Kubikmeter Fukushima-Grundwasser ins Meer.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1df27b0e-1df27b0e-gp03wu8_layout.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1df27b0e-1df27b0e-gp03wu8_layout.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Jeremy Sutton-Hibbert \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>189 japanische B\u00fcrger haben den Neustart des AKW Oi in der japanischen Provinz Fukui verhindert. Derweil pumpt Tepco 560 Kubikmeter Fukushima-Grundwasser ins Meer.<\/strong><\/p>\n<p>Tepco, der Betreiber des zerst\u00f6rten Fukushima-Reaktors, hat Mitte Woche damit begonnen 560 Kubikmeter Grundwasser im Umfeld der Reaktoren 1 bis 4 hochzupumpen und in den Pazifik zu leiten. Umweltverb\u00e4nde kritisieren das Vorgehen scharf. Greenpeace Japan sagt dazu: \u00abDie Entscheidung, das Grundwasser ins Meer zu Pumpen ist eine Entscheidung mit dem Argument der Alternativenlosigkeit. Es ist langfristig keine annehmbare L\u00f6sung f\u00fcr die Bewohner Fukushimas und Japans. Seit dem Unfall im M\u00e4rz 2011 fliesst ununterbrochen radioaktives Wasser in den Pazifik.\u00bb<\/p>\n<p>Immerhin gibt es gleichzeitig auch eine ermutigende Nachricht aus Japan: Erstmals in der Geschichte des Landes hat ein Gericht nach Protesten den Neustart eines heruntergefahrenen AKW verboten. Die Bl\u00f6cke 3 und 4 des Reaktors Oi in der AKW-Zentrale des Lagers bleiben nach Protesten entgegen dem urspr\u00fcnglichen Plan der Regierung heruntergefahren. Das Gericht f\u00fchrt als Begr\u00fcndung die Sicherheitsgef\u00e4hrdung der Bev\u00f6lkerung an. <\/p>\n<p>Seit der AKW-Katastrophe in Fukushima vor mehr als drei Jahren ist die japanische Atom-Politik in einem Paradoxon gefangen: Die \u00d6ffentlichkeit hat die Gefahren, die von Atomkraftwerken ausgehen realisiert und die Mehrheit ist erstmals zu Ungunsten der Atomkraft gekippt. Doch die 2012 gew\u00e4hlte japanische Regierung steuert in die entgegengesetzte Richtung und setzt alles daran, die heruntergefahrenen Reaktoren wieder in Betrieb zu nehmen. Seit M\u00e4rz 2011 wurden 48 Reaktoren im ganzen Land auf unbestimmte Zeit heruntergefahren, um die nach Fukushima erh\u00f6hten Sicherheitsnormen baulich umzusetzen.<\/p>\n<p><strong>Die Proteste gegen AKW halten an<\/strong><\/p>\n<p>Zuletzt, im September 2013, wurden die Reaktoren 3 und 4 des Reaktors Oi heruntergefahren. Seither lebt Japan ohne Atomenergie. W\u00e4hrend der Abschaltung des Reaktors 4 haben 9&#8217;000 Menschen in Tokio f\u00fcr den Atomausstieg demonstriert. Es war eine weitere von zahlreichen Protesten, die in den letzten drei Jahren in Japan stattgefunden haben. <\/p>\n<p>Trotz allem wollte der Betreiber der Anlage in Oi, die Kansai Electric Power Company, seine beiden Reaktoren wieder hochfahren. Diese Entscheidung wurde nun von 189 japanischen B\u00fcrgern, darunter 166 Anwohner des Reaktors, vor Gericht in Frage gestellt. Am 21. Mai entschied das Gericht der Pr\u00e4fektur Fukui zugunsten der Kl\u00e4ger und blockiert so den Neustart der Anlage. Die Reaktoren w\u00fcrden eine Gefahr f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung darstellen, so der Beschluss.<\/p>\n<p>Es ist ein erstes kleines Zeichen der Hoffnung, das am Horizont auftaucht, sagt Florian Kasser, Atom-Campaigner von Greenpeace Schweiz: \u00abDas ist ein erfreulicher Sieg, insbesondere f\u00fcr ein Land in dem die Atom-kritische Haltung der Bev\u00f6lkerung von der Regierung missachtet und <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/opfer-von-fukushima-fuehlen-sich-im-stich-gel\/blog\/48284\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Opfer der Katastrophe von Fukushima ignoriert oder verh\u00f6hnt<\/a> werden. Ein Kurswechsel in der japanischen Energiepolitik ist dringend n\u00f6tig.\u00bb<\/p>\n<p>&gt; <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/fukushima-opfer-kaempfen-gegen-das-vergessen\/blog\/48450\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fukushima-Opfer k\u00e4mpfen gegen das Vergessen<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom \u00a9 Jeremy Sutton-Hibbert \/ Greenpeace 189 japanische B\u00fcrger haben den Neustart des AKW Oi in der japanischen Provinz Fukui verhindert. 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