{"id":11309,"date":"2014-05-19T00:00:00","date_gmt":"2014-05-18T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11309\/rote-karte-fuer-sportfirmen-gift-cocktail-in-fussballartikeln\/"},"modified":"2019-05-30T10:58:09","modified_gmt":"2019-05-30T08:58:09","slug":"rote-karte-fuer-sportfirmen-gift-cocktail-in-fussballartikeln","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11309\/rote-karte-fuer-sportfirmen-gift-cocktail-in-fussballartikeln\/","title":{"rendered":"Rote Karte f\u00fcr Sportfirmen &#8211; Gift-Cocktail in Fussballartikeln"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7a828f3b-7a828f3b-gp0stod3y.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7a828f3b-7a828f3b-gp0stod3y.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            17 von 21 getesteten Fussballschuhen enthielten PFC-Giftstoffe.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>In gut drei Wochen beginnt das Sportereignis des Jahres &#8211; die Fussball-WM. L\u00e4ngst werden Fussballschuhe, B\u00e4lle, Handschuhe und Trikots zum Einstimmen auf die WM verkauft. Mit sauberem Fussball haben diese Produkte aber wenig gemein, das zeigt eine neue\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/20140516-rote-karte-fuer-sportmarken-detox.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Untersuchung von 33 WM-Produkten<\/a>. Unabh\u00e4ngige Labore haben in Proben von Adidas, Nike und Puma Schadstoffe wie perfluorierte Chemikalien (PFC) gefunden. Einige der Stoffe st\u00f6ren das Hormonsystem, sch\u00e4digen die Fruchtbarkeit oder k\u00f6nnen sogar das Tumorwachstum f\u00f6rdern. Vor allem Adidas-Schuhe und -Handschuhe schnitten schlecht ab &#8211; der PFC-Wert des in der Schweiz gekauften Schuhmodels \u00abPredator\u00bb lag vierzehnfach \u00fcber dem firmeneigenen Grenzwert.<\/p>\n<p>17 von 21 getesteten Fussballschuhen enthielten PFC. Im Adidas-Schuh \u00abPredator\u00bb wurden 14,5 Mikrogramm pro Quadratmeter der besonders gef\u00e4hrlichen PFC-Substanz PFOA nachgewiesen. Diese Substanz ist in<span style=\"color: #333333;\">\u00a0<\/span><span><span style=\"color: #333333;\">der Schweiz<\/span>\u00a0<\/span>noch nicht reguliert. In Norwegen gilt ab Juni 2014 aber ein Grenzwert von 1 Mikrogramm pro Quadratmeter. Auch im Nike-Schuh \u00abTiempo\u00bb wurden hohe Konzentrationen PFC nachgewiesen: 5,9 Mikrogramm PFOA pro Quadratmeter.<\/p>\n<p>PFOA ist eine besonders gef\u00e4hrliche PFC-Substanz, die das Immunsystem und das Fortpflanzungssystem sch\u00e4digen kann. Auch eine Erkrankung der Schilddr\u00fcse kann eine Folge des Stoffes sein. Das Tragen dieser Kleidungsst\u00fccke f\u00fchrt nicht unmittelbar zur Gesundheitssch\u00e4digung f\u00fcr die Konsumentinnen und Konsumenten. Anders sieht es in den Produktionsl\u00e4ndern aus. Besonders dramatisch ist der Weg, den die Chemikalien dort nehmen. Durch die Produkte und Fabriken gelangen die gef\u00e4hrlichen Stoffe in die Umwelt und Nahrungskette. Besonders betroffen sind die Menschen in Asien: Etwa zwei Drittel der chinesischen Gew\u00e4sser sind mit umwelt- und gesundheitssch\u00e4dlichen Chemikalien verunreinigt.<\/p>\n<h4>Milliardenumsatz auf Kosten der Umwelt<\/h4>\n<p>W\u00e4hrend Adidas ein Milliarden-Gesch\u00e4ft erwartet, bekommen Fans giftig produzierte Produkte untergejubelt: \u00abAdidas erwartet Rekordums\u00e4tze von zwei Milliarden Euro mit WM-Produkten. Was die Firma den Fans nicht sagt: Viele Schuhe und Handschuhe sind noch immer mit gesundheitssch\u00e4dlichen Chemikalien belastet. Sie vergiften die Gew\u00e4sser in den Produktionsl\u00e4ndern. Es ist Zeit f\u00fcr eine rote Karte f\u00fcr Adidas \u2013 die Firma muss jetzt handeln\u00bb, sagt Mirjam Kopp, Toxics Campaignerin von Greenpeace.<\/p>\n<h4>Leere Versprechungen statt Entgiftung<\/h4>\n<p>Der Konzern hat ebenso wie Nike und Puma im Rahmen der Detox-Kampagne von Greenpeace zugesichert, bis zum Jahr 2020 giftfrei zu produzieren. Greenpeace-Untersuchungen zeigen aber immer wieder, dass Adidas und Nike sich hinter Papierversprechen des Branchenverbandes \u00abZero Discharge of Hazardous Chemicals Group\u00bb (ZDHC) verstecken. Firmen wie H&amp;M, Mango oder der Grossverteiler Coop haben bereits mit der Entgiftung begonnen. Diesem Weg muss Adidas folgen. Es kann kein faires Fussballspiel geben, wenn die Sporthersteller derart foulen:\u00a0 \u00abIm Namen der Fans und der betroffenen Menschen fordern wir Adidas und Nike auf, einen genauen PFC-Ausstiegsplan festzulegen sowie alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien offenzulegen,\u00bb sagt Mirjam Kopp.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.detoxfootball.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"Fordere jetzt einen Giftfreien Fussball\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/77b82c76-77b82c76-button_detoxfootball.jpg\" alt=\"\" width=\"602\" height=\"37\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>17 von 21 getesteten Fussballschuhen enthielten PFC-Giftstoffe. In gut drei Wochen beginnt das Sportereignis des Jahres &#8211; die Fussball-WM. 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