{"id":113268,"date":"2024-10-06T12:00:00","date_gmt":"2024-10-06T10:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=113268"},"modified":"2024-10-03T15:41:30","modified_gmt":"2024-10-03T13:41:30","slug":"pneus-sind-verantwortlich-fuer-die-verbreitung-von-giftigen-stoffen-in-die-umwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/113268\/pneus-sind-verantwortlich-fuer-die-verbreitung-von-giftigen-stoffen-in-die-umwelt\/","title":{"rendered":"Pneus sind verantwortlich f\u00fcr die Verbreitung von giftigen Stoffen in die Umwelt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Der Abrieb von Autoreifen ist hauptverantwortlich f\u00fcr die Verschmutzung durch Mikroplastik in der Schweiz. Die zahlreichen, teilweise giftigen Zusatzstoffe im Reifenabrieb sind Teil des Feinstaubcocktails, den die Schweizerinnen und Schweizer t\u00e4glich einatmen und aufnehmen. Ihre Verbreitung in Abfl\u00fcssen und in der Luft birgt betr\u00e4chtliche Risiken f\u00fcr die Gesundheit und die Umwelt. Diese Verschmutzung ist ein weiterer Grund, den motorisierten Verkehr zu reduzieren und sich an einem umweltfreundlichen Mobilit\u00e4tsmodell zu orientieren.<\/strong><\/p>\n\n<p>Bis zu 93 Prozent des freigesetzten Mikroplastiks in der Schweiz stammen aus Reifen\u00adabrieb. Zwischen 13\u2019000 und 21\u2019000 Tonnen dieser feinen Partikel gelangen jedes Jahr auf die Strassen des Landes und verteilen sich \u00fcber die Luft und das Strassenabwasser. Sie werden von Menschen eingeatmet und durch Abwasser und Wind \u00fcber weite Strecken verteilt \u2013 bis in abgelegene Bergseen. Mikroplastik und die darin enthaltenen Zusatzstoffe belasten so unsere B\u00f6den, unsere Nahrung und unsere Gesundheit. Ein <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/113224\/reifenabrieb-unser-taegliches-gift-gib-uns-heute\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">neues Factsheet von Greenpeace Schweiz<\/a> stellt die wissenschaftlichen Erkenntnisse zu diesem Thema zusammen.<\/p>\n\n<p>Reifenabrieb enth\u00e4lt alle Produkte, die bei der Herstellung von Pneus zum Einsatz kommen. Zu einem grossen Teil handelt es sich dabei um synthetischen Kautschuk, doch mehr als die H\u00e4lfte der Reifen besteht aus Zusatzstoffen. Reifenabrieb enth\u00e4lt unter anderem Russ, eine Emissionsquelle von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK). Diese Stoffe k\u00f6nnen Krebs verursachen und werden als gef\u00e4hrlich f\u00fcr die Fortpflanzung und die Entwicklung angesehen.<\/p>\n\n<p>Ebenfalls in Reifen enthalten ist der Zusatzstoff 6PPD, der den Reifen vor der Oxidation sch\u00fctzt und damit die Lebensdauer des Pneus verl\u00e4ngert. 6PPD wandelt sich bei Kontakt mit Ozon in 6PPD-Chinon um. Diese Substanz steht im Verdacht, verschiedene negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit zu haben. Sie wurde bereits in Blattgem\u00fcse sowie im menschlichen Urin nachgewiesen. Im Jahr 2020 wiesen amerikanische Forscher:innen nach, dass die Verbreitung dieser Substanz zu einer hohen Sterblichkeit bei Silberlachsen in der Region um Seattle f\u00fchrte.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Mehr Strassen, mehr Autos, mehr Abrieb<\/h2>\n\n<p>\u00abDie Kombination und Akkumulation vieler der in den Reifen enthaltenen Stoffe in der Luft, die wir atmen, und in den Lebensmitteln, die wir essen, ist besonders besorgniserregend\u00bb, sagt Nathan Solothurnmann, Experte f\u00fcr Energie- und Klimafragen bei Greenpeace Schweiz sowie Autor des Factsheets \u00fcber Reifenabrieb. \u00abReifenabrieb ist ein allgemeines Problem aller Strassenfahrzeuge und nimmt mit dem Gewicht des Fahrzeugs zu.\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abNur wenn wir den Strassenverkehr reduzieren und damit die Emissionen durch Reifenabrieb verringern, k\u00f6nnen wir die Mikroplastik-Belastung f\u00fcr Mensch und Umwelt rasch schm\u00e4lern. Dies ist ein wichtiger Grund, sich f\u00fcr ein Mobilit\u00e4tsmodell einzusetzen, das sich auf den \u00f6ffentlichen Verkehr, den Langsamverkehr und leichtere motorisierte Fahrzeuge konzentriert. Der Ausbau von Autobahnen und Nationalstrassen wird das Problem hingegen versch\u00e4rfen\u00bb, schliesst Nathan Solothurnmann.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Weitere Informationen<\/h2>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/113224\/reifenabrieb-unser-taegliches-gift-gib-uns-heute\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">\u00abReifenabrieb: Unser t\u00e4glich Gift gib uns heute\u00bb<\/a>, Factsheet, Greenpeace Schweiz, Oktober 2024.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nathan Solothurnmann, Energie- und Klimaexperte und Autor des Factsheets zu Reifenabrieb, Greenpeace Schweiz, +41 76 514 90 48, <a href=\"mailto:nathan.solothurnmann@greenpeace.org\">nathan.solothurnmann@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>\u00a0\u00a0\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Abrieb von Autoreifen ist hauptverantwortlich f\u00fcr die Verschmutzung durch Mikroplastik in der Schweiz. 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