{"id":11487,"date":"2014-03-20T00:00:00","date_gmt":"2014-03-19T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11487\/studie-zum-netzausbau-zeigt-hohe-kosten-durch-nationale-alleingaenge\/"},"modified":"2019-05-30T11:03:57","modified_gmt":"2019-05-30T09:03:57","slug":"studie-zum-netzausbau-zeigt-hohe-kosten-durch-nationale-alleingaenge","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11487\/studie-zum-netzausbau-zeigt-hohe-kosten-durch-nationale-alleingaenge\/","title":{"rendered":"Studie zum Netzausbau zeigt hohe Kosten durch nationale Alleing\u00e4nge"},"content":{"rendered":"<p><b>Ohne ein ehrgeiziges und verbindliches Ziel f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren Energien drohen Europa bis 2030 j\u00e4hrlich unn\u00f6tige Milliardenkosten f\u00fcr den Netzausbau. So eine der zentralen Erkenntnisse einer Studie, die Greenpeace heute ver\u00f6ffentlicht hat. Bei einem schw\u00e4cheren Ausbau dr\u00e4ngen starre Kohle- und Atomkraftwerke den flexiblen Erneuerbaren-Strom aus dem Netz.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h2>Ohne ein ehrgeiziges und verbindliches Ziel f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren Energien drohen Europa bis 2030 j\u00e4hrlich unn\u00f6tige Milliardenkosten f\u00fcr den Netzausbau. So eine der zentralen Erkenntnisse einer Studie, die Greenpeace heute ver\u00f6ffentlicht hat. Bei einem schw\u00e4cheren Ausbau dr\u00e4ngen starre Kohle- und Atomkraftwerke den flexiblen Erneuerbaren-Strom aus dem Netz.\u00a0<\/h2>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c18843bf-c18843bf-65995_117005.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>EU-L\u00e4nder wie Polen, Frankreich und die Tschechische Republik wollen ohne R\u00fccksicht auf Nachbarstaaten an ihrer konventionellen Energieversorgung festhalten. Doch die Studie zum europ\u00e4ischen Netzausbau des Ingenieurb\u00fcros Energynautics zeigt, dass nationale Alleing\u00e4nge die EU teuer zu stehen kommen w\u00fcrden. Wenn diese drei L\u00e4nder den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter verschleppen, wird es zu einem Konflikt zwischen starren Kohle- und Atomkraftwerken und den flexiblen Erneuerbaren Energien kommen, der das europ\u00e4ische Stromnetz stark strapaziert und alle europ\u00e4ischen Staaten viel Geld kosten wird.<\/p>\n<p>\u00abAuch die Schweiz hat deshalb ein grosses Interesse, ihre Kraftwerks-Beteiligungen in diesen L\u00e4ndern abzustossen, so insbesondere in Fessenheim (Axpo, Alpiq und BKW) und in Tschechien (Alpiq)\u00bb, sagt Greenpeace Energieexperte Georg Klingler.<\/p>\n<p><strong>Schweiz: f\u00fcr europ\u00e4ische Energiewende mitverantwortlich<\/strong><\/p>\n<p>Die Studie zeigt, dass die Planung des zuk\u00fcnftigen Stromnetzes europaweit und auch in der Schweiz eine klare Entscheidung f\u00fcr die Energiewende braucht. Dazu geh\u00f6rt f\u00fcr die Schweiz ein verbindlicher Fahrplan f\u00fcr den Ausstieg aus der Atomkraft bis in 10 Jahren. Ein unbegrenztes Weiterlaufen der Atomkraftwerke nimmt hohe Risiken f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung in Kauf, verlangsamt den Ausbau der erneuerbaren Energien und f\u00fchrt insgesamt zu h\u00f6heren Kosten beim Netzausbau.\u00a0<\/p>\n<p>Das Szenario, welches voll auf die Energiewende setzt \u2013 mit einem Ausbau des Erneuerbaren Stromanteils auf 95 Prozent in der Schweiz und rund 77 Prozent in Europa bis im Jahr 2030 \u2013 verursacht hingegen deutlich weniger Netzausbaukosten als jenes der europ\u00e4ischen Netzbetreiber (ENTSO-E), so die Studie. Mit einem optimierten Energiewende-Stromnetz lassen sich in Europa insgesamt 24.000 Kilometer an Stromleitungen einsparen. \u00abDie Versorgungssicherheit w\u00e4re dabei rund um die Uhr gew\u00e4hrleistet\u00bb, sagt Klingler.<\/p>\n<p>Heute und morgen diskutieren die EU-Staatschefs \u00fcber Europas Energiemix bis zum Jahr 2030. Greenpeace kritisiert die entt\u00e4uschenden Ziele, die die EU-Kommission bislang vorgelegt hat. Diese schl\u00e4gt einen Anteil der Erneuerbaren Energien von mindestens 27 Prozent vor, der zudem nicht f\u00fcr jedes Land verbindlich w\u00e4re. Greenpeace fordert die EU-Regierungs-Chefs auf, f\u00fcr drei national verbindliche Ziele einzutreten: ein Erneuerbaren-Anteil von 45 Prozent, eine CO2-Reduktion um mindestens 55 Prozent, sowie Effizienz-Einsparungen von 40 Prozent.<\/p>\n<p>\u00abDie Schweiz ihrerseits darf nicht hinterher hinken und muss mit einem verbindlichen Atomausstieg und einer echten Energiewende nicht nur im Inland ihre Verantwortung wahrnehmen\u00bb, sagt Klingler.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/sites\/www.greenpeace.de\/files\/publications\/201402-power-grid-report.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Die vollst\u00e4ndige Studie <strong>powE[R] 2030<\/strong> finden Sie hier.\u00a0<\/a><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ohne ein ehrgeiziges und verbindliches Ziel f\u00fcr den Ausbau der Erneuerbaren Energien drohen Europa bis 2030 j\u00e4hrlich unn\u00f6tige Milliardenkosten f\u00fcr den Netzausbau. 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