{"id":11551,"date":"2014-02-01T00:00:00","date_gmt":"2014-01-31T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11551\/eu-subventionen-fuer-ueberfischung\/"},"modified":"2019-05-30T11:06:13","modified_gmt":"2019-05-30T09:06:13","slug":"eu-subventionen-fuer-ueberfischung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11551\/eu-subventionen-fuer-ueberfischung\/","title":{"rendered":"EU-Subventionen f\u00fcr \u00dcberfischung"},"content":{"rendered":"<p><b>Am fr\u00fchen Abend des 28.1. einigten sich Vertreter der EU-Kommission, der griechischen Ratspr\u00e4sidentschaft und des Europaparlaments, wie k\u00fcnftig die Verteilung der Fischereif\u00f6rdergelder erfolgen soll.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Am fr\u00fchen Abend des 28.1. einigten sich Vertreter der EU-Kommission, der griechischen Ratspr\u00e4sidentschaft und des Europaparlaments, wie k\u00fcnftig die Verteilung der Fischereif\u00f6rdergelder erfolgen soll.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Trawler-Blog-GP018S1.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Trawler-Blog-GP018S1.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Donnerstag, 30. Januar 2014<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Grundschleppnetzfischer auf der Nordsee\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Konkret geht es dabei um Subventionen aus dem neuen \u00abEurop\u00e4ischen Meeres-und Fischereifonds\u00bb, kurz EMFF, f\u00fcr die Jahre 2014 bis 2020. In diesem Topf stecken 6,5 Milliarden Euro. Nachdem die Reform der Europ\u00e4ischen Fischereipolitik so weit bereits im letzten Jahr abgeschlossen wurde, fehlte noch ein wichtiger Aspekt: die Subventionen.<\/p>\n<p>Im Oktober letzten Jahres einigten sich zun\u00e4chst die Mitglieder des Europ\u00e4ischen Parlaments, wie die Fischereigelder verteilt werden sollten. Demzufolge sollte es drastische Einschnitte geben, zum Beispiel bei der F\u00f6rderung von neuen Schiffsmotoren und der damit einhergehenden Erh\u00f6hung der Fangkapazit\u00e4t. Dagegen forderte der Rat der Fischereiminister eben genau dies \u2013 eine Erh\u00f6hung der Fangkapazit\u00e4ten.<\/p>\n<p><strong>Das ist exakt das, was die \u00fcberz\u00fcchtete europ\u00e4ische Fangflotte aus unserer Sicht NICHT braucht.<\/strong>\u00a0Diese beiden Positionen f\u00fchrte gestern das sogenannte Trialogverfahren zu einem Kompromiss zusammen.<\/p>\n<h2 id=\"a0\">Positive Aspekte<\/h2>\n<ul>\n<li>Positiv am jetzigen Deal ist die Tatsache, dass mehr als eine Milliarde Euro in die Datenerhebung und die Kontrolle fliessen soll. Damit wird eine finanzielle Grundlage im Kampf gegen die \u00dcberfischung geschaffen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Auch Schiffsneubauten sind von der F\u00f6rderung ausgeschlossen.<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"a1\">Negative Aspekte<\/h2>\n<ul>\n<li>Negativ ist, dass der Einbau neuer Schiffsmotoren f\u00fcr Schiffe bis 24 Meter L\u00e4nge erlaubt sein soll.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Besonders schlecht: Auch die Schleppnetz- oder Trawlfischerei soll so gef\u00f6rdert werden. Schleppnetze gelten als besonders \u00fcble Fangmethode, in ihnen verheddern sich zahlreiche unerw\u00fcnschte Arten (Beifang), zudem hinterlassen sie eine Schneise der Zerst\u00f6rung.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Vom Fischereifonds profitieren sollen ebenfalls Fischer mit Fanggebieten zum Beispiel vor Westafrika: F\u00fcr den Fall, dass sie in den L\u00e4ndern ausserhalb der EU gerade nicht fischen d\u00fcrfen, weil entweder kein Partnerschaftsabkommen existiert oder sich in der Verhandlung befindet, erhalten sie bis zu sechs Monate Ausgleichszahlungen! Solche \u00dcbergangsregeln l\u00f6sen nicht das \u00dcberfischungsproblem, sondern f\u00f6rdern es sogar. Denn ein grundlegendes Problem, das die alte EU-Fischereipolitik nicht l\u00f6sen konnte, war die Ausbeutung der Meere vor Entwicklungsl\u00e4ndern durch die europ\u00e4ische Flotte. Erst k\u00fcrzlich deckte Greenpeace auf, wie europ\u00e4ische Fischer das fehlende Partnerschaftsabkommen umgehen und der Bev\u00f6lkerung vor Marokko\/Westsahara trotzdem die Nahrung wegfischen. Hier der ausf\u00fchrliche\u00a0<a title=\"Report: Export der Ausbeutung\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Reports-Meere\/Export-der-Ausbeutung-\/\">Bericht<\/a>.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Greenpeace hatte im letzten Jahr die Ergebnisse der Reform der Gemeinsamen Fischereipolitik GFP als positiv bewertet, die Verteilung der F\u00f6rdergelder hat demgegen\u00fcber schwarze Flecken.<\/p>\n<p><span>\u00a0<\/span><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am fr\u00fchen Abend des 28.1. einigten sich Vertreter der EU-Kommission, der griechischen Ratspr\u00e4sidentschaft und des Europaparlaments, wie k\u00fcnftig die Verteilung der Fischereif\u00f6rdergelder erfolgen soll. 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