{"id":11596,"date":"2014-01-24T00:00:00","date_gmt":"2014-01-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11596\/public-eye-awards-2014-preisuebergabe-an-gazproms-strategiechef\/"},"modified":"2019-05-30T11:07:26","modified_gmt":"2019-05-30T09:07:26","slug":"public-eye-awards-2014-preisuebergabe-an-gazproms-strategiechef","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11596\/public-eye-awards-2014-preisuebergabe-an-gazproms-strategiechef\/","title":{"rendered":"Public Eye Awards 2014: Preis\u00fcbergabe an Gazproms Strategiechef"},"content":{"rendered":"<p><b>Gazprom gewann gestern mit grossem Vorsprung den Public-Eye-Publikumspreis. Bereits am sp\u00e4ten Abend kam es zur Preis\u00fcbergabe an Sergey Vakulenko &#8211; Chef f\u00fcr Strategie und Planung bei Gazprom Neft.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Gazprom gewann gestern mit grossem Vorsprung den Public-Eye-Publikumspreis. Bereits am sp\u00e4ten Abend kam es zur Preis\u00fcbergabe an Sergey Vakulenko &#8211; Chef f\u00fcr Strategie und Planung bei Gazprom Neft.<\/strong><\/p>\n<p>Der Gazprom-Vertreter befand sich zum Zeitpunkt der \u00dcbergabe (ca. 23.00 Uhr) \u00a0in einer Abendrunde mit weiteren WEF-Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Als ihm Greenpeace den Preis \u00fcbergeben wollte, verliess er jedoch das Lokal und war zu keinem Gespr\u00e4ch bereit. Ein enger Bekannter Vakulenko&#8217;s versicherte Greenpeace, den Pokal sp\u00e4ter an Vakulenko zu \u00fcbergeben.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/www.youtube.com\/embed\/K85HVRB_tFo?rel=0\" width=\"600\" height=\"338\"><\/iframe><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Gazprom hatte den Publikumspreis der Public Eye Awards f\u00fcr seine hochriskanten \u00d6lbohrungen in der Arktis gewonnen. Der Konzern f\u00f6rdert seit dem 20. Dezember mit der Prirazlomnaya-Plattform (<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/Arctic-30-Timeline\/\">dort wo die Arctic 30 protestierten<\/a>) als erstes Unternehmen weltweit kommerziell \u00d6l in der Arktis. Sichere \u00d6lbohrungen in der Arktis sind aufgrund der extremen klimatischen Bedingungen &#8211; Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius, Eisbedeckung, heftigen St\u00fcrmen und Dunkelheit &#8211; ohnehin unm\u00f6glich. Gazprom handelt trotz dieser Herausforderungen besonders fahrl\u00e4ssig. Innerhalb der nur wenigen Wochen seit dem Bohrstart hat der Konzern bereits gegen zahlreiche russische Gesetzesvorschriften im Bereich Sicherheit und Umwelt verstossen:<\/p>\n<ul>\n<li>Gem\u00e4ss Notfallplan ist Gazprom verpflichtet bei den Bohrungen einen weiterer Eisbrecher vor Ort bereit zu stellen, damit dieser bei Notf\u00e4llen wie \u00d6laustritt oder Feuer Hilfe leisten kann. Gazprom hat es verpasst dieser Anforderung nachzukommen. Die beiden Gazprom Eisbrecher Yuri Topchev und Vladislav Strizhov befanden sich viele Tage im Hafen von Murmansk and Archangelsk.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Gazprom hat mit den Bohrungen begonnen ohne Notfallpl\u00e4ne f\u00fcr \u00d6laustritte von einem Volumen von \u00fcber 1500 Tonnen zu erarbeiten. Dabei sind laut Berechnungen \u00d6lkatastrophen mit einem Volumen von 5000 Tonnen \u00d6l m\u00f6glich. Der Konzern verst\u00f6sst damit gegen das Bundesgesetz Nr. 116 &#171;on industrial safety&#187;.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Mitarbeiter haben auf der Plattform nicht die vorgeschriebenen Trainings zur Bek\u00e4mpfung von \u00d6lkatastrophen in eisigen Gew\u00e4ssern absolviert.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>Gazprom verst\u00f6sst mit seinem Bohrstart auch gegen Finanzvorschriften: Der Konzern konnte bisher nicht die im Bundesgesetz Nr. 287 vorgeschriebenen finanziellen Reserven f\u00fcr den Fall einer \u00d6lkatastrophe vorweisen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Auch die bisherige Umwelt und Sicherheitsbilanz des Konzerns sollte Investoren und Gesch\u00e4ftspartner des Konzerns sowie jedem dem die Arktis am Herzen liegt beunruhigen. Im Dezember 2011 starben 53 Mitarbeiter, als die Gazprom Bohrinsel Kolskaya kenterte. Im selben Jahr verursachte Gazprom allein an Land 872 \u00d6lunf\u00e4lle &#8211; mehr als jeder andere \u00d6lkonzern der Welt. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/greenpeace-wirft-gazprom-vor-oelpest-in-sibir\/blog\/47951\/\">Erst vor wenigen Tagen hatte Greenpeace eine von Gazprom vertuschte \u00d6lpest im russischen Sibirien ans Licht gebracht.<\/a> Analysen von Satellitenbildern des betroffenen \u00d6lfelds durch Greenpeace Russland brachten jedoch 71 \u00d6llachen ans Licht, \u00fcber ein Gebiet von insgesamt 3,1 Hektaren.<\/p>\n<p>Greenpeace fordert Gazprom und Gazprom-Partnergesellschaften wie Shell sowie Investoren und Aktion\u00e4re auf, das hochriskante Bohren nach arktischem Offshore-\u00d6l aufzugeben und stattdessen in zukunftsgewandte Erneuerbare Energien zu investieren.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/savethearctic.org\/de\/\">Helfen Sie uns jetzt die Arktis vor Gazprom und andern \u00d6lmultis zu sch\u00fctzen!<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gazprom gewann gestern mit grossem Vorsprung den Public-Eye-Publikumspreis. 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