{"id":11606,"date":"2014-01-23T00:00:00","date_gmt":"2014-01-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11606\/the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schmaehpreis\/"},"modified":"2019-05-30T11:07:48","modified_gmt":"2019-05-30T09:07:48","slug":"the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schmaehpreis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11606\/the-public-eye-awards-2014-gap-und-gazprom-erhalten-den-schmaehpreis\/","title":{"rendered":"The Public Eye Awards 2014: Gap und Gazprom erhalten den Schm\u00e4hpreis"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz haben heute in Davos w\u00e4hrend des Weltwirtschaftsforums (WEF) die gef\u00fcrchteten Schm\u00e4hpreise The Public Eye Awards vergeben. Dieses Jahr haben 280&#8217;000 Online-Voter abgestimmt und sich mit klarer Mehrheit entschieden, dass Gazprom den Publikumspreis erh\u00e4lt. Den Jury-Preis erh\u00e4lt der amerikanische Textilgigant Gap. Mit ihrem Pseudo-Abkommen tr\u00e4gt Gap dazu bei, dass wirksame Reformen in der Textilindustrie verw\u00e4ssert oder gar verhindert werden. Neben den \u00abHauptgewinnern\u00bb waren noch weitere sechs Unternehmen f\u00fcr die schlimmsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen und Umwelts\u00fcnden nominiert. Die d\u00fcrfen wir nicht vergessen: Fifa, Syngenta\/Bayer\/BASF, Glencore Xstrata, HSBC, Eskom und Marine Harvest.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz haben heute in Davos w\u00e4hrend des Weltwirtschaftsforums (WEF) die gef\u00fcrchteten Schm\u00e4hpreise <a title=\"Public Eye Awards 2014\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">The Public Eye Awards <\/a>vergeben. Dieses Jahr haben 280&#8217;000 Online-Voter abgestimmt und sich mit klarer Mehrheit entschieden, dass Gazprom den Publikumspreis erh\u00e4lt. Den Jury-Preis erh\u00e4lt der amerikanische Textilgigant Gap. Mit ihrem Pseudo-Abkommen tr\u00e4gt Gap dazu bei, dass wirksame Reformen in der Textilindustrie verw\u00e4ssert oder gar verhindert werden. Neben den \u00abHauptgewinnern\u00bb waren noch weitere sechs Unternehmen f\u00fcr die schlimmsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen und Umwelts\u00fcnden nominiert. Die d\u00fcrfen wir nicht vergessen: <a title=\"Fifa\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/fifa\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fifa<\/a>, <a title=\"Syngenta, Bayer, BASF\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/syngenta-bayer-basf\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Syngenta\/Bayer\/BASF<\/a>, <a title=\"Glencore Xtrata\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/glencore-xstrata\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Glencore Xstrata<\/a>, <a title=\"HSBC\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/hsbc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">HSBC<\/a>, <a title=\"Eskom\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/eskom-holdings-limited\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Eskom<\/a> und <a title=\"Marine Harvest\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/marine-harvest\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Marine Harvest<\/a>. <\/strong><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Public Eye Awards 2014\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/93b14da9-93b14da9-93346_150817.jpg\" alt=\"Gazprom &amp; Gap\"><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>W\u00e4hrend am WEF die grossen Wirtschaftsf\u00fchrer \u00fcber ZUK\u00dcNFTIGE Herausforderungen diskutieren, macht die internationale Kampagne The Public Eye Awards auf die AKTUELLEN und gravierendsten F\u00e4lle von Menschenrechtsverletzungen und Umwelts\u00fcnden aufmerksam. Zwar widmet sich dieses Jahr das WEF auch Gesundheits- und Umweltthemen, doch braucht es jetzt mehr als einpr\u00e4gsame Worth\u00fclsen an die Medien. Die <a title=\"Public Eye Awards 2014\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Public Eye Awards<\/a> fordern eine kritische Auseinandersetzung mit unserem gegenw\u00e4rtigen Wirtschaftsmodell, konkrete Massnahmen und rechtlich verbindliche Regulierungen von Staat und Konzernen. <\/p>\n<p>Aus diesem Grund war auch <a title=\"Hauptredner\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/medien\/hauptredner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Tom\u00e1\u0161 Sedl\u00e1\u010dek<\/a>, Querdenker und ehemaliger Berater von V\u00e1clav Havel, einer der <a title=\"Hauptredner\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/medien\/hauptredner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Hauptredner an der diesj\u00e4hrigen Pressekonferenz<\/a> in Davos. <strong>\u00abEs ist mir ein Unverst\u00e4ndnis, wie ein anst\u00e4ndiger Unternehmer sich in einen Turm von Zahlen und Bilanzen einzuschliessen vermag, aber die Zahlen, die Menschenleben fordern, einfach ignorieren kann. Public Eye hilft ihnen die Augen zu \u00f6ffnen und sich den Gegebenheiten nicht mehr zu verschliessen.\u00bb<\/strong>, argumentiert der geb\u00fcrtige Tscheche. <\/p>\n<p><a title=\"Gazprom\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/gazprom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Gazprom <\/strong><\/a><\/p>\n<p>Der Schutz der Arktis ist vielen Menschen ein Anliegen. Nicht zuletzt auch der Einsatz des Schweizer Arktissch\u00fctzers Marco Weber hat aufger\u00fcttelt, sensibilisiert und mobilisiert. Auf der ganzen Welt wurde \u00fcber die risikoreichen \u00d6lbohrungen von Gazprom in der Arktis berichtet, die dadurch aus gutem Grund der \u00d6ffentlichkeit bekannt wurden: Aufgrund der extremen Bedingungen, wie Temperaturen bis minus 50 Grad Celsius, Eisbedeckung, heftiger St\u00fcrme und Dunkelheit, sind \u00d6lbohrungen in der Arktis besonders riskant. Diesen Herausforderungen begegnet Gazprom mit einem v\u00f6llig unzureichenden Notfallplan und setzt zudem auf v\u00f6llig veraltete Technik: Die f\u00fcr die Bohrungen in der Arktis verwendete Plattform Prirazlomnaya besteht teilweise aus Komponenten stillgelegter Plattformen aus der Nordsee und rostete jahrelang in einer Werft in Murmansk vor sich hin. <strong>\u00abEine wachsende Bewegung von mehr als 5 Millionen Menschen hat sich f\u00fcr das Schutzgebiet im hohen Norden stark gemacht und m\u00f6chte vermeiden, dass r\u00fccksichtslose Unternehmen wie Gazprom und Shell aus den fragilen arktischen Gew\u00e4ssern Profit schlagen\u00bb<\/strong>, meint Kumi Naidoo, Executive Director von Greenpeace International.<\/p>\n<p><a title=\"Gap\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/case\/gap-inc\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><strong>Gap<\/strong><\/a><\/p>\n<p>Gap tr\u00e4gt mit seinem Pseudo-Abkommen dazu bei, dass wirksame Reformen in der Textilindustrie verw\u00e4ssert oder gar verhindert werden. Damit nimmt der amerikanische Textilgigant in Kauf, dass unz\u00e4hlige Arbeiterinnen und Arbeiter weiterhin unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten m\u00fcssen und setzt ihre Gesundheit und ihr Leben und somit auch das ihrer Familien aufs Spiel. <\/p>\n<p>Gap gibt vor, sich die Rechte und die Sicherheit der Arbeitnehmenden zu Herzen zu nehmen. Das von Gap vorangetriebene, nicht verbindliche Programm, welches nur von den beteiligten Firmen, nicht aber von Gewerkschaften gesteuert wird, enth\u00e4lt jedoch den betroffenen Textilarbeiterinnen gegen\u00fcber keine Rechenschaft. <strong>\u00abGap weigert sich weiterhin, sich vertraglich dazu zu verpflichten, gemeinsam mit ihren Zulieferern und lokalen wie internationalen Gewerkschaften sicherzustellen, dass die Sicherheitsm\u00e4ngel in den Fabriken behoben werden und die Arbeitnehmenden das Recht haben, ihre Arbeit unter gef\u00e4hrlichen Bedingungen zu verweigern\u00bb<\/strong>, sagte <a title=\"Hauptrednerin\" href=\"http:\/\/publiceye.ch\/de\/medien\/hauptredner\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kalpona Akter, Arbeitsrechts-Aktivistin aus Bangladesch<\/a>. Sie ist Gesch\u00e4ftsleiterin des Bangladesch Center for Workers Solidarity und war fr\u00fcher selbst Kinderarbeiterin in der Textilindustrie. Heute ist sie eine international anerkannte Arbeitsrechts-Aktivistin. An der Pressekonferenz gab sie einen Einblick in die unmenschlichen Arbeitsbedingungen in der Textilindustrie in Bangladesch.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"Public Eye Awards 2014\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/af35bb59-af35bb59-93415_150881.jpg\" alt=\"Jury\"><\/p>\n<p>FOTO: \u00a9 Greenpeace \/Ex-Press\/Flurin Bertschinger<\/p>\n<p>Zur Rangliste auf der Public Eye Website: <a title=\"Public Eye Awards 2014\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">www.publiceye.ch<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) und Greenpeace Schweiz haben heute in Davos w\u00e4hrend des Weltwirtschaftsforums (WEF) die gef\u00fcrchteten Schm\u00e4hpreise The Public Eye Awards vergeben. 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