{"id":116308,"date":"2025-01-13T00:01:00","date_gmt":"2025-01-12T23:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=116308"},"modified":"2025-01-13T13:13:44","modified_gmt":"2025-01-13T12:13:44","slug":"ernaehrung-mit-zukunft-die-lebensmittelpyramide-im-umweltcheck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/116308\/ernaehrung-mit-zukunft-die-lebensmittelpyramide-im-umweltcheck\/","title":{"rendered":"Ern\u00e4hrung mit Zukunft? Die Lebensmittelpyramide im Umweltcheck"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die Ern\u00e4hrungsempfehlungen des Bundes k\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag leisten, um die nationalen Klimaziele zu erreichen \u2013 sofern innerhalb der empfohlenen Ern\u00e4hrung die umweltfreundlichsten Lebensmittel bevorzugt werden. Das zeigt eine Berechnung von Greenpeace und WWF Schweiz.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Bundesrat hat sich zum Ziel gesetzt, den Klima-Fussabdruck der Ern\u00e4hrung zu senken \u2013 bis 2030 um 25 Prozent im Vergleich zu 2020 und bis 2050 um mindestens zwei Drittel. Im September 2024 hat der Bund neue Ern\u00e4hrungsempfehlungen ver\u00f6ffentlicht (vgl. Box), die Gesundheits- und Umweltkriterien ber\u00fccksichtigen. Im Auftrag von Greenpeace Schweiz und WWF Schweiz haben die \u00d6kobilanz-Spezialist:innen von ESU-Services untersucht, inwiefern die neuen Schweizer Ern\u00e4hrungsempfehlungen helfen, das Ziel des Bundes zu erreichen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/77acaf50-2025_greenpeace_wwf_ernaehrungsfaktenblatt.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Berechnung<\/a> vergleicht die Auswirkungen des heutigen durchschnittlichen Konsums mit der <a href=\"https:\/\/eatforum.org\/eat-lancet-commission\/the-planetary-health-diet-and-you\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Planetary Health Diet<\/a>, sowie zwei Ern\u00e4hrungsvarianten innerhalb der Ern\u00e4hrungsempfehlungen. Die Planetary Health Diet stammt von einem internationalen Team von Wissenschaftler:innen und soll eine gesunde und umweltvertr\u00e4gliche Ern\u00e4hrung weltweit erm\u00f6glichen. Innerhalb der Schweizer Ern\u00e4hrungsempfehlungen wurden zwei Szenarien ber\u00fccksichtigt, da diese grossen Handlungsraum bieten: So liegt beispielsweise beim Fleisch die empfohlene Menge zwischen null und 360 Gramm pro Woche. Die Berechnung ber\u00fccksichtigt eine \u00abMaximal-Auspr\u00e4gung\u00bb, bei der alle Lebensmittel, welche die Umwelt besonders belasten (insbesondere Fleisch und Milchprodukte) in der maximal empfohlenen Menge konsumiert werden. Die \u00abMinimal-Auspr\u00e4gung\u00bb basiert auf der umweltfreundlichsten Umsetzung der Empfehlungen. Sie geht von einer vegetarischen Ern\u00e4hrung aus, ohne Fleisch und Fisch.\u00a0<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"472\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-1024x472.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-116311\" srcset=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-1024x472.jpg 1024w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-300x138.jpg 300w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-768x354.jpg 768w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-1536x707.jpg 1536w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de-510x235.jpg 510w, https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/01\/8a81b349-pyramide_treibhausgasemissionen_de.jpg 2000w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Vergleich der Klimabelastung der unterschiedlichen Ern\u00e4hrungsvarianten\u00a0<\/figcaption><\/figure>\n\n<p><\/p>\n\n<p>Die Berechnungen zeigen, dass eine Ern\u00e4hrung gem\u00e4ss der Minimal-Auspr\u00e4gung der Ern\u00e4hrungsempfehlung einen wichtigen Beitrag zu einer umweltvertr\u00e4glichen Ern\u00e4hrung und den Klimazielen des Bundes leisten w\u00fcrde. Diese Ern\u00e4hrung belastet das Klima nur rund halb so stark wie bei der Maximal-Auspr\u00e4gung und rund zweieinhalb Mal weniger als die derzeitige Ern\u00e4hrung. Sie belastet Klima und Umwelt sogar weniger als die Planetary Health Diet.<\/p>\n\n<p><strong>Massnahmen f\u00fcr mehr Zukunft auf dem Teller<\/strong><\/p>\n\n<p>Politik, Wirtschaft und private Haushalte tragen Verantwortung, um die Klima- und Umweltbelastungen im Ern\u00e4hrungssystem zu senken. F\u00fcr einen Wandel braucht es konkrete Massnahmen aller Akteur:innen. Dazu geh\u00f6rt die Abschaffung von Fehlanreizen, die von der Politik, vom Handel und der Gastronomie gesetzt werden. Diese f\u00f6rdern ein Essverhalten, das einer nachhaltigen und gesunden Ern\u00e4hrung zuwiderl\u00e4uft.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Mariella Meyer, Spezialistin nachhaltige Ern\u00e4hrung beim WWF, fasst zusammen: \u00abWir sind noch weit weg von einer Ern\u00e4hrung innerhalb der Ern\u00e4hrungsempfehlung. Am meisten belasten Fleisch und Milchprodukte das Klima und die Umwelt. Wer sich umweltbewusst ern\u00e4hren m\u00f6chte, sollte von diesen Lebensmitteln weniger konsumieren. Doch nicht nur die Konsument:innen sind in der Verantwortung: Politik und Detailhandel setzen Rahmenbedingungen, die entscheidend daf\u00fcr sind, wie wir uns ern\u00e4hren.\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abUnsere Berechnung zeigt, dass ein umweltfreundliches Ern\u00e4hrungssystem innerhalb der Ern\u00e4hrungsempfehlungen m\u00f6glich ist. Offen ist, ob Politik, Handel und Konsument:innen willens sind, mutige und koh\u00e4rente Massnahmen zu ergreifen, dass dieser Konsumwandel m\u00f6glich wird. Mit der Agrarpolitik 2030 bietet sich hierzu eine grosse Chance\u00bb, sagt Barbara Wegmann, Konsumexpertin bei Greenpeace Schweiz.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Damit eine gesunde und zukunftsf\u00e4hige Ern\u00e4hrung Realit\u00e4t werden kann, braucht es:&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Eine koh\u00e4rente Agrarpolitik, welche die ganze Wertsch\u00f6pfungskette in die Verantwortung nimmt und den Wandel zu einem nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystem im Sinne des <a href=\"https:\/\/www.parlament.ch\/centers\/eparl\/curia\/2020\/20203931\/Bericht%20BR%20D.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Zukunftsbilds des Bundesrates<\/a> unterst\u00fctzt.<\/li>\n\n\n\n<li><em>Verbindliche <\/em>Zielvereinbarungen zwischen dem Bund und dem Handel sowie der Gastronomie. Diese m\u00fcssen insbesondere dazu f\u00fchren, dass der Umweltfussabdruck im Nahrungsmittel-Sortiment absolut gesehen sinkt. Falsche Anreize m\u00fcssen abgeschafft werden.<\/li>\n\n\n\n<li>Bildung, Information und einfach zug\u00e4ngliche Alternativen, um Menschen eine Ver\u00e4nderung des Ess- und Trinkverhaltens zu erleichtern.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Ein Transformationsfond ist ein wichtiges Mittel, um den notwendigen Wandel zu unterst\u00fctzen. Dieser soll H\u00fcrden reduzieren, indem er finanzielle Anreize schafft f\u00fcr gesellschaftliche und strukturelle Anpassungen, die es f\u00fcr nachhaltige Produktion und Konsum braucht.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>Lebensmittelpyramide: grosser Handlungsspielraum<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"is-style-accent-1\">Im September haben das Bundesamt f\u00fcr Lebensmittelsicherheit und Veterin\u00e4rwesen BLV und die Schweizerische Gesellschaft f\u00fcr Ern\u00e4hrung SGE neue Ern\u00e4hrungsempfehlungen publiziert. Erstmals flossen dabei auch Nachhaltigkeitsaspekte ein. Die Mengenempfehlungen blieben weitgehend unver\u00e4ndert. Insgesamt lassen die neuen Ern\u00e4hrungsempfehlungen eine grosse Bandbreite an Ern\u00e4hrungsstilen zu. Bestimmte Lebensmittelgruppen stehen aber neu im Vordergrund. Pflanzliche Proteinquellen wie H\u00fclsenfr\u00fcchte stehen nun st\u00e4rker im Fokus. Eine vegetarische Ern\u00e4hrungsweise ist innerhalb der neuen Empfehlungen problemlos m\u00f6glich.&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n\n<p><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/115839\/ernaehrung-mit-zukunft\/\">Faktenblatt<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.blv.admin.ch\/blv\/de\/home\/lebensmittel-und-ernaehrung\/ernaehrung\/empfehlungen-informationen\/schweizer-ernaehrungsempfehlungen.html\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Ern\u00e4hrungsempfehlungen des Bundes<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1C8bHzj0WH6WWW2gTunXhuWHxvYczAHHE?usp=sharing\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Grafiken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Kontakt<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Barbara Wegmann, <\/strong>Konsumexpertin Greenpeace Schweiz, barbara.wegmann@greenpeace.org, +41 44 447 41 08<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lydia Ebersbach, <\/strong>Mediensprecherin WWF Schweiz, <a href=\"mailto:lydia.ebersbach@wwf.ch\">lydia.ebersbach@wwf.ch<\/a>, +41 44 297 21 27<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Medienstelle Greenpeace Schweiz<\/strong>, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Ern\u00e4hrungsempfehlungen des Bundes k\u00f6nnen einen wichtigen Beitrag leisten, um die nationalen Klimaziele zu erreichen \u2013 sofern innerhalb der empfohlenen Ern\u00e4hrung die umweltfreundlichsten Lebensmittel bevorzugt werden. Das zeigt eine Berechnung&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":116367,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-116308","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","category-unkategorisiert","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116308","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=116308"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116308\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":116316,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/116308\/revisions\/116316"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/116367"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=116308"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=116308"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=116308"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=116308"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=116308"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}