{"id":11655,"date":"2014-01-07T00:00:00","date_gmt":"2014-01-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11655\/adidas-und-vaude-um-ausreden-nicht-verlegen\/"},"modified":"2019-05-30T11:09:09","modified_gmt":"2019-05-30T09:09:09","slug":"adidas-und-vaude-um-ausreden-nicht-verlegen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11655\/adidas-und-vaude-um-ausreden-nicht-verlegen\/","title":{"rendered":"Adidas und VAUDE um Ausreden nicht verlegen"},"content":{"rendered":"<p><b>Reaktionen der Hersteller auf den Test zu Outdoor-Textilien<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Reaktionen der Hersteller auf den Test zu Outdoor-Textilien <\/strong><\/p>\n<p><strong>Wetterfeste Markenkleidung von Mammut, The North Face, Patagonia, Adidas und Salewa d\u00fcnstet Chemikalien aus. Das zeigte der im Dezember ver\u00f6ffentlichte Greenpeace-Tests zu Outdoor-Textilien. Nun reagieren die ersten Hersteller auf die Untersuchungsergebnisse \u2013 bisher mit mehr Schein als Sein.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ed1775c6-ed1775c6-bcc5bf0d70.jpg\" title=\"    Auch in Kinderkleidung wurden giftige Chemikalien gefunden.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"    Auch in Kinderkleidung wurden giftige Chemikalien gefunden.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ed1775c6-ed1775c6-bcc5bf0d70.jpg\" alt=\"    Auch in Kinderkleidung wurden giftige Chemikalien gefunden.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>    Auch in Kinderkleidung wurden giftige Chemikalien gefunden.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 argum \/ Thomas Einberger<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> Greenpeace hatte 17 Kleidungsst\u00fccke namhafter Outdoor-Marken untersucht und in allen Proben poly- und\/oder perfluorierte Chemikalien (PFC) entdeckt. In einem Mammut Handschuh wurde sogar eine <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/das-mammut-mit-dem-schadstoff-handschuh\/blog\/47666\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">illegale Konzentration der krebserregenden Substanz PFOS<\/a> nachgewiesen. Mammut hat darauf den <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/mammut-ruft-handschuh-vom-markt\/blog\/47707\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Handschuh aus dem Verkauf gezogen<\/a>, bisher aber noch nicht offiziell zur Problematik Stellung genommen. Grund daf\u00fcr sei, dass Mammut zuerst die Ergebnisse der eigenen Untersuchungen abwarten wolle. Bis auf weiteres m\u00fcssen wir also annehmen, dass sich Mammuts Position seit letztem Jahr nicht ge\u00e4ndert hat: damals hat Mammut aufgrund <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/gp_outdoor_report_2012_ch_d.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">unseres ersten Outdoor-Reports<\/a> versprochen, von den l\u00e4ngerkettigen C8-PFC auf die angeblich ungef\u00e4hrlicheren k\u00fcrzerkettigen C6-PFC umzusteigen. Diese reichern sich jedoch genauso in der Umwelt an, besonders im Grundwasser. Noch dazu verbreiten sie sich viel schneller als die herk\u00f6mmlichen C8-PFC durch die Luft.<\/p>\n<p>Sch\u00f6ffel, Adidas und Co. dagegen antworteten schnell und stellen sich in ihren Stellungnahmen als verantwortungsbewusste Unternehmen dar. Adidas setzt sich daf\u00fcr ein, &#171;dass unsere Produkte umweltvertr\u00e4glich sind und f\u00fcr den Konsumenten keine Beeintr\u00e4chtigungen hervorrufen.&#187; Gleichzeitig ist das Unternehmen jedoch nicht bereit, auf eben diese umwelt- und gesundheitssch\u00e4dlichen PFC zu verzichten. Am Beispiel der in die Luft ausgasenden FTOH \u2013 einer Untergruppe der PFC \u2013 wird dies besonders deutlich: Statt im Sinne des Vorsorgeprinzips zu handeln und folglich FTOH nicht mehr zu verwenden, verweist Adidas darauf, &#171;dass genaue toxikologische Forschungsergebnisse&#187; noch nicht existieren und windet sich heraus: &#171;Eine weitere wissenschaftliche Pr\u00fcfung w\u00e4re hier zu begr\u00fcssen&#187;. Wissenschaftlich bewiesen ist schon jetzt, dass FTOH zum Teil in PFC umgeformt werden k\u00f6nnen, deren sch\u00e4digende Wirkung auf Leber, Fortpflanzung und Hormonsystem bekannt ist.<\/p>\n<p>Auch VAUDE bekennt sich zum Entgiften und m\u00f6chte \u201ebis 2015 Europas nachhaltigster Outdoor-Ausr\u00fcster\u201c werden. Entschieden habe sich VAUDE \u201ebereits vor Jahren f\u00fcr den konsequenten Ausstieg aus PFC\u201c. VAUDE steigt aber genau wie Mammut nur aus einem Teil der PFC-Chemie aus &#8211; und bekennt sich ebenfalls zum fortgesetzten Einsatz von PFC mit der so genannten C6-DWR als \u201eBr\u00fcckentechnologie\u201c.<\/p>\n<p><strong>Keine Transparenz \u00fcber eingesetzte Chemikalien<\/strong><\/p>\n<p>Die Unternehmen versuchen, die Verantwortung auf den Verbraucher zu schieben: Die gew\u00fcnschte Funktionalit\u00e4t sei ohne diese Chemikalien nicht m\u00f6glich. Ohne PFC-Ausr\u00fcstung \u201elassen die Produkte Wasser und Schmutz nicht einfach abperlen\u201c, schreibt VAUDE. F\u00fcr den Benutzer f\u00fchre das zu einem \u201eklammen, feuchten Gef\u00fchl beim Tragen\u201c. Die Verbraucher werden jedoch erst in der Stellungnahme \u00fcber die eingesetzten Chemikalien informiert, nicht aber beim Kauf des Produktes.<\/p>\n<p>\u201eMammut und alle anderen Outdoor-Hersteller m\u00fcssen f\u00fcr den Einsatz und die Folgen gef\u00e4hrlicher Chemikalien in ihrer Produktion die Verantwortung tragen. Verbraucher m\u00fcssen \u00fcber Risiken und Alternativen nicht nur des Produkts, sondern auch der Produktion aufgekl\u00e4rt werden\u201c, so Mirjam Kopp, Toxics Campaignerin bei Greenpeace.<\/p>\n<p><strong>Umweltfreundliche Alternativen nur vorget\u00e4uscht<\/strong><\/p>\n<p>Die Ausweichstrategie von Goretex und im Schlepptau Mamut, Adidas, The North Face, Patagonia und auch VAUDE sowie der Zertifizierer Bluesign: Zeit gewinnen auf Kosten der Umwelt, indem sie von der C8-Fluorchemie auf die angeblich ungef\u00e4hrliche C6-Fluorchemie umsteigen.<\/p>\n<p>Doch k\u00fcrzerkettigen PFC sind mobiler, fl\u00fcchtiger und schon jetzt \u00fcberall auf der Welt nachzuweisen \u2013 sie sind damit keine Alternative. Die Zukunft liegt in der PFC-freien Technologie, nur so kann auch die Outdoor-Bekleidung umweltvertr\u00e4glicher produziert werden.<\/p>\n<p>Erste PFC-freie Produktreihen in der wasserabweisenden Ausr\u00fcstung gibt es bereits von Marken wie Kaikkialla, Jack Wolfskin und Puma. Dies ist ein Schritt in die richtige Richtung, auch wenn es noch zu Umstellungsschwierigkeiten und geringen PFC-R\u00fcckst\u00e4nden kommt.<\/p>\n<p><em>(Text: Sara Westerhaus)<\/em><\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reaktionen der Hersteller auf den Test zu Outdoor-Textilien Reaktionen der Hersteller auf den Test zu Outdoor-Textilien Wetterfeste Markenkleidung von Mammut, The North Face, Patagonia, Adidas und Salewa d\u00fcnstet Chemikalien aus.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":11657,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[44],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-11655","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-chemie","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11655","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=11655"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/11655\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/11657"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=11655"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=11655"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=11655"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=11655"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=11655"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}