{"id":11738,"date":"2013-12-16T00:00:00","date_gmt":"2013-12-15T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11738\/syngenta-und-bayer-wollen-pestizid-verbot-zum-schutz-der-bienen-stuerzen\/"},"modified":"2019-05-30T11:11:14","modified_gmt":"2019-05-30T09:11:14","slug":"syngenta-und-bayer-wollen-pestizid-verbot-zum-schutz-der-bienen-stuerzen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11738\/syngenta-und-bayer-wollen-pestizid-verbot-zum-schutz-der-bienen-stuerzen\/","title":{"rendered":"Syngenta und Bayer wollen Pestizid-Verbot zum Schutz der Bienen st\u00fcrzen"},"content":{"rendered":"<p><b>Die Chemieunternehmen Bayer und Syngenta versuchen das Verbot der EU-Kommission von drei bienengef\u00e4hrlichen Pestiziden zu st\u00fcrzen. Greenpeace International, Bee Life \u2013 der europ\u00e4ische Imkerverband und vier weitere Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen (Pestizid Aktions-Netzwerk Europa, Client-Earth, Buglife und SumOfUs) schreiten ein, um die Intervention am Europ\u00e4ischen Gerichtshof auf ein EU-weites Teilverbot von drei Pestiziden zu verteidigen. Ein neuer wissenschaftlicher Feldversuch zeigt derweil einen weiteren Expositionsweg auf, wie die Bienen mit den Pestiziden in Kontakt kommen k\u00f6nnen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3>Die Chemieunternehmen Bayer und Syngenta versuchen das Verbot der EU-Kommission von drei bienengef\u00e4hrlichen Pestiziden zu st\u00fcrzen. Greenpeace International, Bee Life \u2013 der europ\u00e4ische Imkerverband und vier weitere Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen (Pestizid Aktions-Netzwerk Europa, Client-Earth, Buglife und SumOfUs) schreiten ein, um die Intervention am Europ\u00e4ischen Gerichtshof auf ein EU-weites Teilverbot von drei Pestiziden zu verteidigen. <strong>Ein neuer wissenschaftlicher Feldversuch zeigt derweil einen weiteren Expositionsweg auf, wie die Bienen mit den Pestiziden in Kontakt kommen k\u00f6nnen.<\/strong><\/h3>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00a9 Greenpeace\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5283edca-5283edca-92108_148835.jpg\" alt=\"\u00a9 Greenpeace\" \/><\/p>\n<p>Das am 1. Dezember in Kraft getretene Verbot untersagt den Einsatz von drei Pestiziden, hergestellt von Syngenta (Thiamethoxam) und Bayer (Imidacloprid und Clothianidin). Diese Insektizide geh\u00f6ren zur Wirkstoffgruppe der Neonicotinoide. Die Europ\u00e4ische Kommission begr\u00fcndet das Verbot auf der Grundlage der wissenschaftlichen Bewertung durch die Europ\u00e4ische Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA) \u00fcber die negativen Auswirkungen der Insektizide auf Honigbienen. Die Stoffe sch\u00e4digen das zentrale Nervensystem und k\u00f6nnen auch zu chronischen Vergiftungen f\u00fchren. Das Verbot erhielt starke politische Unterst\u00fctzung von den EU-Mitgliedsl\u00e4ndern.<\/p>\n<p>\u00abBayer und Syngenta haben ihre Anw\u00e4lte losgelassen, um ein Verbot anzugreifen, das streng wissenschaftlich begr\u00fcndet und rechtlich einwandfrei ist und mit zum Schutz der Interessen der Landwirte und Verbraucher beitr\u00e4gt. Das Teilverbot dieser drei Pestizide ist nur ein erster, aber notwendiger Schritt, um die Bienen in Europa zu sch\u00fctzen. Es muss vor den Angriffen der Unternehmen gesch\u00fctzt werden, die nur ihre privaten Interessen zu Lasten der Umwelt verfolgen\u00bb, sagt Christiane Huxdorff, Pestizidexpertin von Greenpeace Deutschland.<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9795ed25-9795ed25-bee2.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/9795ed25-9795ed25-bee2.jpg\" alt=\"\" \/><\/a>&nbsp;<\/p>\n<\/div>\n<div class=\"events-content\"><span class=\"date\">Montag, 16. Dezember 2013<\/span><br \/>\nBienen sind wichtig, auch f\u00fcr uns Menschen. Unz\u00e4hlige Pflanzen, die wir essen, werden mithilfe von Bienen best\u00e4ubt.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p><strong>Wissenschaftlicher Feldversuch zeigt Dringlichkeit von Pestizidverbot<\/strong><\/p>\n<p>Greenpeace International ver\u00f6ffentlicht heute auch die Ergebnisse eines wissenschaftlichen Pilot-Feldversuchs, der einen weiteren Expositionsweg aufzeigt. Denn Best\u00e4ubungsinsekten k\u00f6nnen nicht nur durch belasteten Pollen oder Nektar mit den Stoffen in Kontakt kommen, sondern auch durch Pflanzensaft, der aktiv von der Pflanze abgesondert wird. Der Feldversuch zeigt, dass dieses sogenannte \u00abGuttationswasser\u00bb von Pflanzen, deren Samen mit Neonicotinoiden behandelt wurden, hohe Konzentrationen dieser Pestizide enthalten kann. Es kann daher eine potenziell t\u00f6dliche Gefahr f\u00fcr die Bienen darstellen, wenn sie diese Fl\u00fcssigkeit aufnehmen.<\/p>\n<p>Der Feldversuch von Greenpeace International testet Guttationswasser aus kommerziellen Maiskulturen, um einige der wissenschaftlichen L\u00fccken des Verbotes zu f\u00fcllen. F\u00fcr die Saatgutbehandlung wurden handels\u00fcbliche Produkte der Pestizide Thiamethoxam (Syngenta) und Clothianidin (Bayer) verwendet, die beide unter das Verbot fallen. Der Versuch zeigte, dass die Konzentrationen der Neonicotinoide im Guttationswasser hoch sind und sogar die Werte \u00fcberschreiten k\u00f6nnen, die von den Unternehmen Bayer und Syngenta bei der Anwendung derselben Stoffe als Blattbehandlung empfohlen werden. Aber solche Kontaminationspfade sind noch immer zu wenig untersucht und m\u00fcssen noch weiter erforscht werden.<\/p>\n<p>\u00abEs gibt noch immer gravierende wissenschaftliche L\u00fccken, wie Bienen mit Neonicotinoiden in Kontakt kommen k\u00f6nnen. Jetzt wissen wir immerhin, dass eine t\u00f6dliche Exposition auftreten k\u00f6nnte, wenn Bienen und andere Best\u00e4uber beim Sammeln von Guttationswasser Pflanzen nutzen, bei denen das Saatgut mit Neonicotinoiden behandelt wurde. Dieser potenziell neue Expositionspfad f\u00fcr Bienen kommt zu den bereits bekannten und nicht zu akzeptierenden Risiken durch den Einsatz von Neonicotinoiden hinzu. Dies bedeutet, dass das aktuelle vorbeugende EU-Verbot nicht nur gerechtfertigt ist, sondern gest\u00e4rkt und ausgeweitet werden muss\u00bb, sagt Huxdorff.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/landwirtschaft\/20131213-Greenpeace-Report-Dripping_Poison.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Report 2013: Dripping Poison (engl.)<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/landwirtschaft\/20131213-Greenpeace-Report-Dripping-Poison-Zusammenfassung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Greenpeace-Report 2013: Dripping Poison Zusammenfassung (deutsch)<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Chemieunternehmen Bayer und Syngenta versuchen das Verbot der EU-Kommission von drei bienengef\u00e4hrlichen Pestiziden zu st\u00fcrzen. 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