{"id":11939,"date":"2013-10-17T00:00:00","date_gmt":"2013-10-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/11939\/public-eye-award\/"},"modified":"2019-05-30T11:17:02","modified_gmt":"2019-05-30T09:17:02","slug":"public-eye-award","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/11939\/public-eye-award\/","title":{"rendered":"Public Eye Award"},"content":{"rendered":"<p><b>Niemand will ihn bekommen. Trotzdem hat es der Public Eye Award ins zehnte Jahr geschafft und sich zum unbeliebtesten Schm\u00e4hpreis der Gesch\u00e4ftswelt gemausert. Wo steht das \u00abPublic Eye\u00bb? Und was kann der Preis bewirken?<\/b><\/p>\n<div>\n<p><em><strong>Von Thomas Niederberger<\/strong><\/em><\/p>\n<p><a class=\"pdf\" title=\"Artikel als PDF downloaden\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/PublicEyeGP_3_13_D_Web_Einzelseiten.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&gt;Artikel im lesefreundlichen Magazinformat als PDF downloaden (300KB)<\/a><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c5bd9d56-c5bd9d56-1310_publiceye01.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c5bd9d56-c5bd9d56-1310_publiceye01.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Public Eye Awards 2012, Davos: Den Jurypreis erhielt der britische Bankkonzern Barclays f\u00fcr seine Spekulationen mit Nahrungsmitteln auf Kosten der \u00c4rmsten. Der Publikumspreis ging via Internet-Voting an Vale. An der Abstimmung beteiligten sich 88\u2019766 Menschen. US-\u00d6konom und Nobelpreistr\u00e4ger Professor Joseph E. Sitiglitz hielt ein flammendes Pl\u00e4doyer f\u00fcr mehr Verantwortung gegen\u00fcber den Menschen und der Umwelt.<\/p>\n<p>\u00a9 Greenpeace \/ Heike Grasser\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2spohneEinzug\">Seit dem Jahr 2000 setzt das \u00abPublic Eye\u00bb einen kritischen Gegenpunkt zum Jahrestreffen des World Economic Forum (WEF) in Davos. Seit 2005 werden die Public Eye Awards vergeben, Schm\u00e4hpreise f\u00fcr das \u00ab\u00fcbelste Unternehmen des Jahres\u00bb. Der Anlass hat sich im Kontext st\u00e4ndig weiterentwickelt. Geboren wurde er auf dem H\u00f6hepunkt der globalisierungskritischen Bewegung, als die Proteste in Davos in einem Zug mit Seattle, Prag und Genua genannt wurden. Das \u00abPublic Eye\u00bb war in den ersten Jahren eine Gegenkonferenz, wo Aktivisten aus der ganzen Welt zusammenkamen, um von ihren K\u00e4mpfen gegen die globalisierte Herrschaft der am WEF versammelten Konzerne zu berichten. Die Ansicht, dass es \u00abso nicht weitergehen kann\u00bb, war omnipr\u00e4sent. Der Film \u00abThe Corporation\u00bb brachte es auf den Punkt. Betrachtet man die Konzerne als Personen, erf\u00fcllen sie alle Kriterien eines Psychopathen. Unverantwortlich, manipulativ, gr\u00f6ssenwahnsinnig und ohne schlechtes Gewissen gehen sie \u00fcber Leichen f\u00fcr ihren einzigen Zweck: den maximalen Profit f\u00fcr die Aktion\u00e4re.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Seit dem ersten \u00abPublic Eye\u00bb hat sich viel ver\u00e4ndert. Die Konzerne haben dazugelernt. Um ein Bekenntnis zu Umweltschutz und sozialem Engagement kommt niemand mehr herum. Das WEF selbst zeigte sich reuig und bem\u00fcht um den Dialog mit den KritikerInnen. \u00abDas WEF war f\u00fcr uns ein Symbol f\u00fcr die Hinterzimmerpolitik der Konzerne\u00bb, meint Andreas Cassee, der bei den Protesten dabei war und jetzt in der Jury des Public Eye Award sitzt. \u00abDie reale Bedeutung der Veranstaltung wurde aber \u00fcbersch\u00e4tzt. Die wichtigen Entscheide werden anderswo gef\u00e4llt \u2013 es ist ein eher langweiliger Anlass, um Visitenkarten auszutauschen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die Proteste sind abgeklungen, geblieben sind gelangweilte Journalisten aus der ganzen Welt, die nach kontroversen Inhalten suchen und gerne \u00fcber die Public-Eye-Preisverleihung berichten. Der Preis ist damit zu einem international beachteten Instrument geworden, das es Organisationen erm\u00f6glicht, \u00fcble Machenschaften von Konzernen anzuprangern. \u00abWir setzen auf fundierte Nominierungen und eine solide und unabh\u00e4ngige Jury\u00bb, erkl\u00e4rt der Greenpeace-Verantwortliche Michael Baumgartner. Neben VertreterInnen der beiden Tr\u00e4gerorganisationen Greenpeace und Erkl\u00e4rung von Bern sitzen deshalb seit diesem Jahr auch vier renommierte Ethiker verschiedener Universit\u00e4ten in der Jury. Zu jeder Nominierung erstellt das Institut f\u00fcr Wirtschaftsethik der Universit\u00e4t St. Gallen ein Gutachten. Geplant ist, die Jury mit VertreterInnen des \u00abglobalen S\u00fcdens\u00bb weiter zu st\u00e4rken.<\/p>\n<p class=\"ZTLT2sp\"><strong>Mit moralischem Druck gegen Psychopathen<\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00abNaming and Shaming\u00bb heisst das Prinzip hinter dem Public Eye Award. Die Probleme zu benennen und bekannt zu machen, sei ein erster Schritt, um moralischen Druck auf die Konzerne zu erzeugen, erkl\u00e4rt Wirtschaftsethiker und Jurymitglied Ulrich Thielemann. Dabei richte man sich vor allem an die kritische \u00d6ffentlichkeit: an KonsumentInnen, Medienschaffende und nicht zuletzt an die Mitarbeitenden: \u00abDas ist nicht zu untersch\u00e4tzen: Die allermeisten Leute wollen zu ihrem Arbeitgeber stehen k\u00f6nnen und das Gef\u00fchl haben, etwas Sinnvolles zu tun.\u00bb Letztlich m\u00fcsse die \u00abMoralisierung der M\u00e4rkte\u00bb aber regulatorisch durchgesetzt werden. \u00abDas ist eine Aufgabe der Politik. In diesem Sinn spricht der Preis die Staatsb\u00fcrgerInnen an \u2013 sie m\u00fcssen Druck machen, damit die Wirtschaft eine gute Rahmenordnung bekommt. Verantwortungsvoll gef\u00fchrte Unternehmen sollen im Wettbewerb nicht das Nachsehen haben.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die Nichtregierungsorganisationen funktionieren dabei als Wachhunde der Zivilgesellschaft. Sie filtern aus der F\u00fclle der Probleme besonders gravierende F\u00e4lle heraus und klagen exemplarisch an. Besteht so nicht die Gefahr, dass man das Gesamtbild aus den Augen verliert? Thielemann verneint: \u00abAlles andere w\u00e4re eine \u00dcberforderung. Klar ist das nur die Spitze des Eisbergs, aber es ist ja auch erkennbar, dass es noch viel mehr Kandidaten g\u00e4be.\u00bb Andreas Missbach, der f\u00fcr die EvB in der Jury sitzt, unterstreicht: \u00abUnser gr\u00f6sstes Problem ist, dass es immer zu viele gibt, die den Preis verdient h\u00e4tten.\u00bb<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die t\u00e4gliche Flut von Meldungen \u00fcber Umwelts\u00fcnden, Menschenrechtsverletzungen und katastrophale Arbeitsbedingungen l\u00e4sst nicht nach. Trotz aller Imagepflege: Wenn es ums Gesch\u00e4ft geht, sind die Konzerne so r\u00fccksichtslos wie eh und je. Mit den neuen Kommunikationstechnologien wird es einfacher, ihre dunklen Ecken auszuleuchten. Das heisst: noch mehr Meldungen, noch mehr Kandidaten. Ein Kampf gegen Windm\u00fchlen?<\/p>\n<p class=\"ZTLT2sp\"><strong>Was bringts? Eine kleine Bilanz<\/strong><\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Ignorieren, abstreiten, besch\u00f6nigen. Die Reaktionen der nominierten und ausgezeichneten Konzerne gleichen sich auf den ersten Blick. Doch die Dynamik, die sich darum herum entwickelt, ist jedesmal wieder anders. Seit 2005 wurden rund 300 Eingaben gemacht, von denen es mehrere Dutzend zu einer offiziellen Nominierung gebracht haben, aus denen wiederum 20 Preistr\u00e4ger erkoren wurden. Ein Auswahlkriterium ist, dass die Eingabe in eine Kampagne eingebunden werden kann, die weiterl\u00e4uft. Der Public Eye Award ist also immer nur ein Mosaikstein in einem gr\u00f6sseren Bild, \u00abein winziges Preislein, eine Stimme, die das Bewusstsein wach h\u00e4lt\u00bb, wie Thielemann sagt. Kann er auch als Anstoss f\u00fcr reale Verbes-serungen dienen? Kaum eine Firma w\u00fcrde das \u00f6ffentlich eingestehen und es gibt keine systematische Auswertung, wie sich die \u00abverantwortungslosesten Unternehmen\u00bb der letzten Jahre entwickelt haben. Immerhin: Eine kleine Umfrage bei den Organisationen, die mit ihren Eingaben \u00abgewonnen\u00bb hatten, ergab, dass sich der Aufwand f\u00fcr sie gelohnt hat. Hier der Versuch einer kleinen Bilanz \u00fcber den Nutzen des Schm\u00e4hpreises.<\/p>\n<ul>\n<li>Bekannt machen: Die Nominationen werden mit kurzen Videos, Social-Media- und klassischer Medienarbeit breit gestreut. M\u00f6glichst viele Leute sollen beim Publikumspreis f\u00fcr ihren \u00abFavoriten\u00bb stimmen. So werden auch Firmen sichtbar, die kaum jemand kennt, weil sie keine Konsumg\u00fcter herstellen. Das wird auffallend oft genutzt. Als Glencore 2008 ausgezeichnet wurde, war es noch \u00abdie gr\u00f6sste Firma, von der du noch nie etwas geh\u00f6rt hast\u00bb. Der Schweizer Rapper Greis schaffte es nach mehreren Versuchen, den Preis zu \u00fcbergeben, und CEO Ivan Glasenberg liess sich Versprechungen zur Besserung entlocken. Andere Unbekannte, die dank Nominationen eine gewisse \u00d6ffentlichkeit erhielten, sind zum Beispiel die Sicherheitsfirma G4S oder der finnische Agrotreibstoffproduzent Neste Oil. Mit Coal India wurde auch ein besonders bedenklicher indischer Staatsbetrieb nominiert, \u00fcber den international sonst kaum berichtet wird.<\/li>\n<li> Tabus brechen: Der Elektronikkonzern Samsung galt in S\u00fcdkorea als unantastbar \u2013 \u00f6ffentliche Kritik war kaum m\u00f6glich. Die internationale Aufmerksamkeit rund um die Nominierung im Jahr 2012 half der lokalen Nichtregierungsorganisation Sharp jedoch, das Schweigen zu brechen und die gesundheitsgef\u00e4hrdenden Arbeitsbedingungen in den Samsung-Fabriken auch in S\u00fcdkorea aufs Tapet zu bringen.<\/li>\n<li> An den Tisch zwingen: In Ghana schaffte es die Organisation Wacam, die abgebrochenen Verhandlungen \u00fcber ein neues Minenprojekt wieder in Gang zu bringen, nachdem AngloGold Ashanti 2011 den Jurypreis erhalten hatte. Die Firma versuchte zwar, Wacam in Ghana schlechtzumachen, doch der Druck der lokalen und der internationalen Medien war st\u00e4rker. Das Renommee des Preises half, Wacam als nicht zu ignorierende Vertreterin der lokalen Gemeinschaften zu st\u00e4rken.<\/li>\n<li>Projekte beerdigen und Spekulanten ausbremsen: Der Berner Stromproduzent BKW zog sich 2010, ein Jahr nach der Auszeichnung, von der Beteiligung am Kohlekraftwerkprojekt im nieders\u00e4chsischen D\u00f6rpen zur\u00fcck. Nominiert hatte ihn die lokale B\u00fcrgerinitiative. Von der B\u00fcndner Repower, dieses Jahr nominiert f\u00fcr ein \u00e4hnliches Projekt in S\u00fcditalien, wird der gleiche Schritt erwartet. Die britische Barclays Bank, Preistr\u00e4gerin 2012, gab diesen Februar bekannt, sie werde aus der Spekulation mit Nahrungsmitteln aussteigen \u2013 nachdem ihr das World Development Forum immer wieder mit dem Preis auf die Pelle ger\u00fcckt war.<\/li>\n<li>Widerstand st\u00e4rken: Der brasilianische Rohstoffkonzern Vale gewann 2012 den Publikumspreis f\u00fcr seine Beteiligung am Megastaudamm Belo Monte im Amazonas-Regenwald. Dagegen wehren sich unter anderem die indigenen Xingu, die ihr Land verlieren w\u00fcrden. Gegen das Megaprojekt laufen diverse Gerichtsverfahren, die Xingu blockieren die Baustellen. Immer wieder entscheiden Richter in ihrem Sinn und verz\u00f6gern die Arbeiten. Vale erhielt viele Stimmen dank einer starken Social-Media-Kampagne in Brasilien, wodurch auch der Widerstand der Xingu Gewicht erhielt.<\/li>\n<\/ul>\n<p class=\"XLT2sp\">\u00a0<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cad70d60-cad70d60-1310_publiceye02.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/cad70d60-cad70d60-1310_publiceye02.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Donnerstag, 17. Oktober 2013<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Unw\u00fcrdige Kopfarbeit: Der indische Arbeiter rackert sich ab f\u00fcr die Jharia-Mine von Coal India. Wo sie Kohle abbaut, standen fr\u00fcher dichte W\u00e4lder. Heute ist die Gegend besiedelt von meist mausarmen Migranten.<\/p>\n<p>\u00a9 Greenpeace \/ Peter Caton\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Wirklich harte Fakten kann man mit \u00abSchimpf und Schande\u00bb nicht schaffen. Daf\u00fcr br\u00e4uchte es starke Gesetze, mutige RichterInnen und Strafen, die richtig schmerzen, n\u00e4mlich finanziell. Das \u00abPublic Eye\u00bb zielt in diese Richtung \u2013 und hat auch schon getroffen: Shell, erster Preistr\u00e4ger 2005 f\u00fcr die \u00d6lverschmutzungen im Nigerdelta, wurde diesen Januar von einem holl\u00e4ndischen Gericht erstmals verurteilt, einem Bauern eine Entsch\u00e4digung zu zahlen \u2013 einem von Tausenden, die nun dasselbe versuchen k\u00f6nnen. Was ebenfalls ins Geld gehen kann, sind abspringende Grossinvestoren. Pensionskassen beispielsweise f\u00fchren immer \u00f6fter Ausschlusslisten, die sie aufgrund der Bewertung von Monitoringfirmen erstellen. Diese durchsuchen weltweit kritische Meldungen und errechnen daraus einen Index f\u00fcr Reputationsrisiken. Karen Reiner von der Firma RepRisk kann zwar nicht beurteilen, welche direkten Auswirkungen eine Public-Eye-Nomination hat, \u00ababer eine Nennung wirft sicher ein Licht auf die kontroversen Aktivit\u00e4ten einer Firma und tr\u00e4gt damit zur Bewusstseinsbildung unserer Klienten bei.\u00bb Mit Klienten sind hier nicht Biol\u00e4deli gemeint, sondern einige der weltweit gr\u00f6ssten Investoren, wie zum Beispiel Goldman Sachs, der diesj\u00e4hrige Jurypreistr\u00e4ger.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Der Preis f\u00fcr Goldman Sachs habe eine besondere Qualit\u00e4t, findet Andreas Cassee, \u00abweil damit klar gezeigt wird, dass die Skandale nicht weit weg von uns in \u2039armen L\u00e4ndern\u203a passieren.\u00bb Die Grossbank wurde nominiert, weil sie massiv Einfluss nimmt auf die Regierungen westlicher Nationen. Damit hat sie etwa die Schuldenkrise in Griechenland mitverursacht und Hunderte Millionen an \u00f6ffentlichen Geldern eingesackt. W\u00e4hrend der Preis verliehen wurde, war eine ganze Equipe der Bank am WEF und soll, wie es heisst, gleich eine Krisensitzung durchgef\u00fchrt haben. Besonders ist auch, dass die Nominierung von einer Filmcrew kam, die damit f\u00fcr die Finanzierung eines Dokumentarfilms \u00fcber die Hintergr\u00fcnde der Schuldenkrise und ihre Profiteure.<\/p>\n<p class=\"XLT2sp\">Die Moral von der Geschichte? In Hollywood wird der Psychopath am Ende gestellt und f\u00fcr immer eingelocht. In Davos reichte es immerhin zu einer starken Laudatio der griechischen Journalistin Eurydice Bersi, die beschrieb, wie ihr Land mit dem Salamimesser Scheibe f\u00fcr Scheibe dem Schuldendienst geopfert wird. Ihr Aufruf zum Schluss: \u00abFindet heraus, was wirklich passiert! Schaut, wer von der Krise profitiert! Nicht nur, weil Solidarit\u00e4t ein wunderbares Gef\u00fchl ist, sondern auch, weil ihr die n\u00e4chsten sein k\u00f6nntet.\u00bb<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Niemand will ihn bekommen. Trotzdem hat es der Public Eye Award ins zehnte Jahr geschafft und sich zum unbeliebtesten Schm\u00e4hpreis der Gesch\u00e4ftswelt gemausert. Wo steht das \u00abPublic Eye\u00bb? 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