{"id":12008,"date":"2013-10-08T00:00:00","date_gmt":"2013-10-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12008\/freiheit-fuer-die-arctic-30-fossile-brennstoffe-hinter-schloss-und-riegel\/"},"modified":"2019-05-30T11:19:02","modified_gmt":"2019-05-30T09:19:02","slug":"freiheit-fuer-die-arctic-30-fossile-brennstoffe-hinter-schloss-und-riegel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12008\/freiheit-fuer-die-arctic-30-fossile-brennstoffe-hinter-schloss-und-riegel\/","title":{"rendered":"Freiheit f\u00fcr die Arctic 30! Fossile Brennstoffe hinter Schloss und Riegel!"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00a9 Greenpeace\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d2940277-d2940277-88485_142558.jpg\" alt=\"Free The Arctic 30\"><\/p>\n<p>Am Freitag wachten die friedlichen Aktivisten des Greenpeace Schiffes <em>Arctic Sunrise<\/em> in einer eiskalten Gef\u00e4ngniszelle in Russland auf, weil sie sich f\u00fcr den Schutz der Arktis und den Kampf gegen den Klimawandel eingesetzt hatten. Zur gleichen Zeit ver\u00f6ffentlichte der Zwischenstaatliche UNO-Ausschuss f\u00fcr Klima\u00e4nderungen (IPCC) seinen <a title=\"IPCC\" href=\"http:\/\/www.ipcc.ch\/report\/ar5\/wg1\/#.UlP-4RYtCmc\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">neusten Bericht zum Stand des Weltklimas<\/a>.<\/p>\n<p>Die beiden Ereignisse lassen sich unter einem einzigen Stichwort zusammenfassen: d\u00fcster!<\/p>\n<p>Der UNO-Bericht enth\u00e4lt hunderte von Seiten an Beweisen und Belegen, welche den Einsatz der mutigen &#8218;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Themen\/Arktis\/free-our-activists\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Arctic 30<\/a>&#8218; rechtfertigen. Sie handelten zum Schutz einer empfindlichen arktischen Umwelt und einer zunehmend w\u00e4rmer werdenden Welt.<\/p>\n<p>Die neuste Studie geht weiter als ihre Vorg\u00e4nger und dokumentiert die Klimakrise, in der wir uns befinden, entschiedener als noch in der vorletzten Auflage: Klimawandel ist ein riesiges Problem, die fossile Brennstoff-Industrie ist der Haupts\u00fcnder und das Zeitfenster, das uns erlauben w\u00fcrde, die schlimmsten Konsequenzen zu verhindern, schliesst sich rasch.<\/p>\n<blockquote>\n<p><em>\u00abIm neusten IPCC-Bericht steht zum ersten Mal in Zahlen, wie viel CO2 wir noch freisetzen k\u00f6nnen, ohne die sogenannt sichere Limite eines Temperaturanstiegs von 2 Grad Celsius zu \u00fcbersteigen: 1000 Gigatonnen bis Ende 21.Jahrhundert, danach m\u00fcssen wir mit potentiell katastrophalen Klimafolgen rechnen.\u00bb<\/em><\/p>\n<\/blockquote>\n<p>F\u00fcr Klimasch\u00fctzer und Klimasch\u00fctzerinnen in der ganzen Welt ist dies eine bittere Feststellung. Gewiss verleiht sie den Argumenten f\u00fcr den Einsatz der Arctic 30 zus\u00e4tzliches Gewicht und der Debatte um den Klimawandel neue Dringlichkeit. Doch Regierungen \u00fcberall schauen tatenlos zu\u2014der erdr\u00fcckenden Beweislage zum Trotz\u2014und gleichzeitig beweist die russische Regierung, dass sie vor nichts haltmacht, um ihrer \u00d6lindustrie den Zugang zu \u00d6lquellen zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Nach der illegalen Enterung und Beschlagnahmung der <em>Arctic Sunrise<\/em> wegen eines friedlichen Protests gegen gef\u00e4hrliche \u00d6lbohrungen wurde unser Schiff in den Hafen von Murmansk geschleppt. Die &#8218;Arctic 30&#8216; wurden verh\u00f6rt und daraufhin ohne Anklage festgehalten. Greenpeace und Millionen von Menschen in der ganzen Welt verlangen ihre sofortige Freilassung. F\u00fcr uns ist der j\u00fcngste Klimabericht des IPCC ein weithin h\u00f6rbarer Aufruf an Menschen \u00fcberall, sich gegen die r\u00fccksichtslose \u00d6lindustrie zur Wehr zu setzen.<\/p>\n<p>Der russische \u00d6lriese Gazprom versucht, unsere Aktivisten und jeden, der sich gegen die \u00d6lf\u00f6rderung in der Arktis ausspricht, zum Schweigen zu bringen. Wie andere \u00d6lgesellschaften, z.B. Shell, die in der Arktis t\u00e4tig sind, f\u00fcrchtet Gazprom den Blick der \u00d6ffentlichkeit. Doch tats\u00e4chlich k\u00fcmmert sich die Welt noch viel zu wenig um das wahnsinnige Rennen nach arktischem \u00d6l.<\/p>\n<p><span>Im neusten IPCC-Bericht steht zum ersten Mal in Zahlen, wie viel CO2 wir noch freisetzen k\u00f6nnen, ohne die sogenannt sichere Limite eines Temperaturanstiegs von 2 Grad Celsius zu \u00fcbersteigen: 1000 Gigatonnen bis Ende 21.Jahrhundert, danach m\u00fcssen wir mit potentiell katastrophalen Klimafolgen rechnen. Um diese Limite einzuhalten, m\u00fcssen die weltweiten CO2-Emissionen vor 2020 ihr Maximum erreicht haben und dann rapide abnehmen. Wenn wir weitermachen wie bisher, werden wir diese Menge in 20 bis 30 Jahren ausgestossen haben. Und wenn unsere CO2-Emissionen weiterhin so schnell zunehmen, wie sie es gegenw\u00e4rtig tun, geht es noch schneller. Das ist eine grosse Herausforderung \u2013 aber noch keine unm\u00f6gliche.<\/span><\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00a9 Greenpeace\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/3ae0e958-3ae0e958-87167_140668.jpg\" alt=\"Arctic 30\"><\/p>\n<p>Unternehmen wie Gazprom und Shell hingegen setzen auf den Klimawandel. Sie verwenden Gesch\u00e4ftsmodelle, die darauf angelegt sind, den Energiedurst der Welt weiterhin mit fossilen Brennstoffen zu l\u00f6schen und verlassen sich darauf, dass die Regierungen weiterhin in erster Linie die \u00d6lindustrie sch\u00fctzen und nicht ihre Bev\u00f6lkerungen. Doch es gibt Alternativen, und eine andere Welt ist m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Ein Teil der heute bekannten fossilen Brennstoffvorkommen m\u00fcssen im Boden bleiben, wenn wir katastrophale Klimafolgen verhindern wollen. Das ist eine einfache und unbestreitbare Tatsache. Dennoch suchen gierige \u00d6lgesellschaften wie Gazprom und andere laufend nach neuen \u00d6l- und Gasvorkommen, auch in extrem verletzlichen \u00d6kosystemen wie dem eiskalten arktischen Ozean, wo die Gefahr von Lecks und \u00d6lunf\u00e4llen noch gr\u00f6sser ist als anderswo. \u00d6lbohrungen im arktischen Ozean sind extrem gef\u00e4hrlich, weil es praktisch unm\u00f6glich ist, die Folgen eines \u00d6lunfalls auf eisbedeckter See unter Kontrolle zubringen. Es ist, als ob man mit der Arktis russisches Roulette spielen w\u00fcrden.<\/p>\n<p>Die &#8218;Arctic 30&#8216; wissen dies. Darum verdienen diese mutigen Aktivisten unseren Respekt, unsere Dankbarkeit und ihre Freiheit.\u00a0<\/p>\n<p>\u2014<\/p>\n<p><em>Truls Gulowsen ist der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace Norwegen\u00a0<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am Freitag wachten die friedlichen Aktivisten des Greenpeace Schiffes Arctic Sunrise in einer eiskalten Gef\u00e4ngniszelle in Russland auf, weil sie sich f\u00fcr den Schutz der Arktis und den Kampf gegen&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":12010,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-12008","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12008","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12008"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12008\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12010"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12008"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12008"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12008"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=12008"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=12008"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}