{"id":12017,"date":"2013-10-09T00:00:00","date_gmt":"2013-10-08T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12017\/brief-an-praesident-wladimir-putin\/"},"modified":"2019-05-30T11:19:15","modified_gmt":"2019-05-30T09:19:15","slug":"brief-an-praesident-wladimir-putin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12017\/brief-an-praesident-wladimir-putin\/","title":{"rendered":"Brief an Pr\u00e4sident Wladimir Putin"},"content":{"rendered":"<p><b>Kumi Naidoo verb\u00fcrgt sich f\u00fcr Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3><strong>Kumi Naidoo verb\u00fcrgt sich f\u00fcr Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten<\/strong><strong>\u00a0<\/strong><\/h3>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/news\/Blogs\/Kumi-Naidoo\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Kumi Naidoo<\/a>, internationaler Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace, hat einen Brief an Wladimir Putin verfasst. In diesem bietet er an, pers\u00f6nlich nach Moskau zu reisen und sich mit dem russischen Pr\u00e4sidenten zu treffen, um die derzeitige Untersuchungshaft der 28 Greenpeace-Arktissch\u00fctzerinnen und Arktissch\u00fctzern sowie der beiden freischaffenden Journalisten zu beenden.<\/p>\n<p>In diesem Brief, der heute, 9.10.2013, an die russische Botschaft in Den Haag (Niederlande) \u00fcbergeben wurde, verb\u00fcrgt sich Naidoo mit seiner Person f\u00fcr die Arctic 30, sollten diese auf Kaution freigelassen werden.<\/p>\n<p>Auf der Internationalen Arctic Forum Konferenz in der russischen Stadt Salekhard, meinte Pr\u00e4sident Putin zuletzt, er sei offen f\u00fcr einen Dialog mit Greenpeace. Er sagte: \u00abEs w\u00e4re viel besser, wenn Repr\u00e4sentanten von Greenpeace hier anwesend w\u00e4ren, um ihre Meinung zu den Themen, die wir hier diskutieren \u00e4ussern zu k\u00f6nnen. Wir w\u00fcrden ihre Beschwerden und Forderungen nicht ignorieren.\u00bb<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" title=\"\u00a9 Greenpeace\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/10c8dbc8-10c8dbc8-88572_142709.jpg\" alt=\"Kumi Naidoo\"><\/p>\n<p>Kumi Naidoos Brief an Pr\u00e4sident Putin:<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<blockquote>\n<p>Bezugnehmend auf die gestrige Abweisung der Kautionsantr\u00e4ge f\u00fcr unsere Aktivistinnen und Aktivisten sowie den freischaffende Jounalisten und Ihrem Diskussionangebot, welches Sie in Salekhard ge\u00e4ussert haben, bitte ich Sie um ein schnelles pers\u00f6nliches Treffen.<\/p>\n<p>Ich bin bereit, Sie an jedem Ort Ihrer Wahl zu treffen, bitte Sie aber um ein m\u00f6glichst baldiges Treffen in Russland.<\/p>\n<p>Im Gegensatz zu den Repr\u00e4sentanten anderer L\u00e4nder mit denen Sie \u00fcblicherweise verkehren, steht hinter mir keine m\u00e4chtige und einflussreiche Regierung. Stattdessen komme ich als Repr\u00e4sentant von Millionen Menschen weltweit, viele davon russische Staatsb\u00fcrger, deren inbr\u00fcnstiger Wunsch es ist, die Inhaftierung der friedlichen und mutigen Frauen und M\u00e4nner in Murmansk zu beenden.<\/p>\n<p>Ihr Schicksal ist von globaler Wichtigkeit. Deshalb wende ich mich mit einem Vorschlag an Sie. Ich bin bereit, mich f\u00fcr die Dauer der Angelegenheit nach Russland zu begeben. Ich biete meine Person als Garantie an, sollten die Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten auf Kaution frei gelassen werden. Diese, wir, Greenpeace sehen uns nicht \u00fcber dem Gesetz. Wir sind bereit, uns den Konsequenzen unserer Handlung zu stellen, solange diese auf der rechtlichen Grundlage eines Staates beruhen.<\/p>\n<p>Es ist anhand Ihrer Aussagen offensichtlich, dass auch Sie die Aktivistinnen und Aktivisten nicht als Piraten ansehen. Trotzdem werden sie offiziell der Piraterie angeklagt. Sie wissen ebenso wie Millionen Menschen weltweit, dass die Aktivistinnen und Aktivisten durch diese Anklage f\u00fcr ein Verbrechen bestraft werden sollen, dass niemals passiert ist; sie werden einer erdachten Straftat beschuldigt. Zuvor haben Sie selbst noch Ihre Sympathien f\u00fcr Organisationen wie Greenpeace ausgesprochen und gemeint, wir w\u00fcrden Sie inspirieren. Wenn Sie unsere Freunde auf Kaution frei lassen, werde ich f\u00fcr die 28 Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten b\u00fcrgen, dass sie sich den Konsequenzen ihres friedlichen Protests nach russischem Recht stellen.<\/p>\n<p>Das Gesetz sieht, wie wir beide wissen, keine Anklage wegen Piraterie gegen\u00fcber friedlichen Protestierenden vor. Deshalb bitte ich Sie als Pr\u00e4sidenten der Russischen F\u00f6deration, alles in Ihrer Macht stehende in die Wege zu leiten, um die \u00fcbertrieben hohe Anklage der Piraterie gegen die Inhaftierten fallen zu lassen und Anklagen auf der Grundlage russischen und internationalen Rechts in die Wege zu leiten. Ich bitte Sie ebenfalls mit Respekt, die beiden freischaffenden Journalisten umgehend frei zu lassen.<\/p>\n<p>Die Vereinten Nationen haben einen Tag nach der Inhaftierung unserer Aktivistinnen und Aktivisten erst ihre letzte Warnung vor den Gefahren des Klimawandels ver\u00f6ffentlicht. Diese Gefahren betreffen uns alle: Ihre Nation genauso wie meine; \u00fcberhaupt die gesamte Welt. Der ver\u00f6ffentlichte Weltklimabericht, der von unseren f\u00fchrenden wissenschaftlichen K\u00f6pfen geschrieben wurde, macht deutlich, dass wir es uns nicht mehr leisten k\u00f6nnen, neue fossile Brennstoffe zu f\u00f6rdern. Aus diesem Grunde f\u00fchlten sich die Protestierenden verpflichtet zu handeln. Ihre Handlung war friedlich und ihrer Nation gegen\u00fcber respektvoll.<\/p>\n<p>Meine pers\u00f6nliche Geschichte als junger Aktivist in der Anti-Apartheid-Bewegung hat mir gezeigt, dass der Dialog von gr\u00f6sster Wichtigkeit ist. Wenn wir einen gemeinsamen Konsens finden wollen, m\u00fcssen wir miteinander reden. Ich glaube, mein Vorschlag nach Moskau zu kommen und mich mit Ihnen zu treffen, gibt uns eine genau solche M\u00f6glichkeit. Von der momentanen Situation profitiert keiner von uns, weder die m\u00e4chtige Russische F\u00f6deration noch die Familien und Freunde der inhaftierten Menschen.<\/p>\n<p>Ich bin mir des Risikos bewusst, welches eine Reise nach Russland f\u00fcr mich bedeutet. Letztes Jahr war ich selbst Teil des friedlichen Protests, der mit dem der derzeit Inhaftierten identisch ist. Letztes Jahr hatte die russische K\u00fcstenwache sich allerdings auch auf Anfrage von Gazprom geweigert, in unseren Protest einzugreifen. Es war ihr bewusst, dass wir keine Gefahr f\u00fcr Personen oder Sachgegenst\u00e4nde darstellen. Ein Jahr sp\u00e4ter werden Aktivistinnen und Aktivisten, die exakt den gleichen Protest durchgef\u00fchrt haben, der Piraterie angeklagt und es drohen ihnen langj\u00e4hrige Haftstrafen. Wenn ich nach Russland komme, hoffe ich, dass mich nicht das selbe Schicksal ereilt, aber es ist das Risiko, das ich bereit bin auf mich zu nehmen, um mit Ihnen eine \u00dcbereinkunft zu finden.<\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fcssen,<\/p>\n<p>Kumi Naidoo<\/p>\n<p>Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer<\/p>\n<p>Greenpeace International<\/p>\n<p>\u00a0<\/p>\n<\/blockquote>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kumi Naidoo verb\u00fcrgt sich f\u00fcr Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten\u00a0 Kumi Naidoo verb\u00fcrgt sich f\u00fcr Greenpeace-Aktivistinnen und Aktivisten\u00a0 Kumi Naidoo, internationaler Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von Greenpeace, hat einen Brief an Wladimir Putin verfasst. 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