{"id":120258,"date":"2025-05-13T00:01:00","date_gmt":"2025-05-12T22:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=120258"},"modified":"2025-05-12T22:12:02","modified_gmt":"2025-05-12T20:12:02","slug":"the-big-plastic-count-pro-jahr-9-milliarden-stueck-plastikmuell-aus-haushalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/120258\/the-big-plastic-count-pro-jahr-9-milliarden-stueck-plastikmuell-aus-haushalten\/","title":{"rendered":"The Big Plastic Count: Pro Jahr 9 Milliarden St\u00fcck Plastikm\u00fcll aus Haushalten"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Die nationale Kampagne<\/strong><a href=\"https:\/\/thebigplasticcount.ch\/\"><strong> The Big Plastic Count<\/strong><\/a><strong>, organisiert von der Gallifrey-Stiftung, Greenpeace Schweiz und Earth Action for Impact, hat ihre <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/05\/4f75746a-thebigplasticcount_ergebnisse_de.pdf\">Ergebnisse<\/a> ver\u00f6ffentlicht. Insgesamt haben 4498 Haushalte und 595 Sch\u00fcler:innen mitgemacht, total 11&#8217;586 Personen. Lebensmittel- und Getr\u00e4nkeverpackungen machen den gr\u00f6ssten Teil des gez\u00e4hlten Plastikm\u00fclls aus. 91 Prozent der Teilnehmenden sind der Meinung, dass es in erster Linie Aufgabe der Markenhersteller und des Einzelhandels ist, plastikfreie Alternativen anzubieten.<\/strong><br><\/p>\n\n<p>Ziel der Kampagne war es, den Verbrauch von Plastikm\u00fcll in Schweizer Haushalten zu messen und Meinungen der Teilnehmenden dazu zu sammeln. Earth Action for Impact w\u00e4hlte eine Kombination aus quantitativen und qualitativen Ans\u00e4tzen mit Hilfe der selbst entwickelten Datenbank<a href=\"http:\/\/plasteax\"> Plasteax<\/a>.<\/p>\n\n<p>Die Ergebnisse stammen aus allen 26 Kantonen. Die f\u00fcnf am st\u00e4rksten vertretenen Kantone sind Waadt, Genf, Z\u00fcrich, Freiburg und Bern. Das Verh\u00e4ltnis zwischen Erwachsenen und Kindern ist repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Schweizer Bev\u00f6lkerung, ebenso wie die geografische Verteilung. Die Teilnehmenden leben in st\u00e4dtischen (47 Prozent), stadtnahen (29 Prozent) und l\u00e4ndlichen (21 Prozent) Gebieten.<\/p>\n\n<p>Zum Vergleich: Die<a href=\"https:\/\/www.gfsbern.ch\/fr\/news\/studie-zum-plastikverbrauch\/\"> Studie zum Plastikverbrauch in der Schweiz<\/a> von GFS Bern aus dem Jahr 2022 basierte auf 1018 Personen. Die Kampagne The Big Plastic Count deckt eine gr\u00f6ssere Bev\u00f6lkerungsgruppe ab und erm\u00f6glicht ein besseres Verst\u00e4ndnis \u00fcber die&nbsp; Gewohnheiten der Bev\u00f6lkerung.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Innerhalb einer Woche warfen die Teilnehmenden&nbsp; 215&#8217;463 St\u00fcck Plastikm\u00fcll weg \u2013 das sind etwa 2,7 Teile pro Person und Tag. Hochgerechnet auf die Gesamtbev\u00f6lkerung ergibt das fast 9 Milliarden St\u00fcck Plastikm\u00fcll pro Jahr. Die mit Abstand am h\u00e4ufigsten gez\u00e4hlte Plastikkategorie ist \u00abLebensmittel und Getr\u00e4nke\u00bb (83 Prozent), gefolgt von \u00abReinigungs- und Hygieneartikel\u00bb (8 Prozent) und \u00abSonstiges\u00bb (z.B. Luftpolsterfolien) (9 Prozent). Die am h\u00e4ufigsten weggeworfenen Plastikteile kommen demnach&nbsp; oft in direkten Kontakt mit Lebensmitteln. Weiche Kunststoffe f\u00fcr Lebensmittel und Getr\u00e4nke machen allein 46 Prozent allen gez\u00e4hlten Plastikm\u00fclls aus. Die Recyclingquote liegt unter 0,01 Prozent. 73 Prozent aller gez\u00e4hlten Plastikabf\u00e4lle werden in der Schweiz verbrannt, 22 Prozent&nbsp; exportiert und nur 5 Prozent recycelt.<\/p>\n\n<p>Bei der \u00dcbermittlung ihrer quantitativen Ergebnisse wurden die Teilnehmenden gebeten, an einer zus\u00e4tzlichen qualitativen Umfrage teilzunehmen. Fast 2000 Personen kamen dieser Bitte nach.&nbsp; 86 Prozent sind der Meinung, dass es in den von ihnen frequentierten Gesch\u00e4ften nicht gen\u00fcgend plastikfreie oder wiederverwendbare Alternativen gibt. 95 Prozent sind besorgt \u00fcber m\u00f6gliche Auswirkungen von Plastik und&nbsp; chemischen Zusatzstoffen auf die Gesundheit, vor allem f\u00fcr Kinder und k\u00fcnftige Generationen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die Gallifrey Foundation freut sich: \u00abDie Beteiligung hat unsere Erwartungen \u00fcbertroffen. Wir danken allen Teilnehmenden ganz herzlich. Die Umfrage macht deutlich, dass in der Bev\u00f6lkerung ein echter Wunsch nach Ver\u00e4nderung besteht. Eine solche \u00dcberdosis an Plastik ist nicht akzeptabel. Es ist h\u00f6chste Zeit, den B\u00fcrger:innen echte Alternativen anzubieten\u00bb.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Julien Boucher, Gr\u00fcnder von EA Earth Action for Impact sagt: \u00abDie Plastikverschmutzung in der Schweiz gibt Anlass zu wachsender Sorge mit Bezug auf die menschliche Gesundheit und die Auswirkungen auf die Umwelt. Gem\u00e4ss unseren Analysen wird selbst ein hohe Recyclingquote den Plastik-Fussabdruck des Landes nicht wesentlich verringern k\u00f6nnen. Nur eine verst\u00e4rkte Wiederverwendung und eine konsequente Reduzierung der Plastikproduktion erm\u00f6glicht einen glaubw\u00fcrdigen \u00dcbergang zu einer echten Kreislaufwirtschaft.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<p>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz f\u00fcgt an: \u00abWir hoffen, dass die vorliegenden Ergebnisse die politischen Entscheidungstr\u00e4ger:innen zum Handeln bewegen. Zum Schutz des Klimas, der Biodiversit\u00e4t und der Gesundheit m\u00fcssen wir die Plastikproduktion drastisch reduzieren. Unverpackte Produkte f\u00f6rdern und Verpackungen konsequent wiederverwenden. Zudem braucht es vollst\u00e4ndige Transparenz \u00fcber die Zusammensetzung von Verpackungen und ein striktes Verbot gef\u00e4hrlicher Stoffe in allen Kunststoffen, einschliesslich der recycelten. Die Schweiz muss eine wichtige Rolle im Kampf gegen die Plastikverschmutzung spielen, auf nationaler Ebene wie auch als Gastgeberland der n\u00e4chsten internationalen Verhandlungen\u00bb.<\/p>\n\n<p>Zur Erinnerung: Vom 5. bis 14. August 2025 trifft sich der zwischenstaatliche Verhandlungsausschuss (INC-5.2) in Genf, um ein internationales Abkommen gegen Plastikverschmutzung auszuhandeln.&nbsp; Im Juni wird ausserdem eine neue Verpackungsverordnung in die Vernehmlassung gegeben.&nbsp;<\/p>\n\n<p><\/p>\n\n<p><strong>Weiteres Material<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/120129\/the-big-plastic-count\/\">Der Bericht<\/a> \u00abThe Big Plastic Count: Ergebnisse der partizipativen Umfrage zu Kunststoffen im Haushalt in der Schweiz\u00bb, Mai 2025.<\/li>\n\n\n\n<li>Die <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1Mv-ePEXmzelJQBQvBg62usfcG9HQFyFI\">Fotos und Infografiken <\/a>des Berichtes stehen zur Verf\u00fcgung.<\/li>\n\n\n\n<li>Der vollst\u00e4ndige Fragebogen ist auf Anfrage erh\u00e4ltlich.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n\n<p>Deutschschweiz<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Jo\u00eblle H\u00e9rin (Expertin), Greenpeace, <a href=\"mailto:joelle.herin@greenpeace.org\">joelle.herin@greenpeace.org<\/a>, 079 256 32 65<\/li>\n\n\n\n<li>Sonja Sanders (Sprecherin), Greenpeace, <a href=\"mailto:sonja.sanders@greenpeace.org\">sonja.sanders@greenpeace.org<\/a>, 044 447 41 11<\/li>\n\n\n\n<li>Charlotte Stalder (Sprecherin), Earth Action for Impact, <a href=\"mailto:charlotte.stalder@e-a.earth\">charlotte.stalder@e-a.earth<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Westschweiz:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Laurianne Trimoulla (Sprecherin), Gallifrey Stiftung, <a href=\"mailto:laurianne@gallifrey.foundation\">laurianne@gallifrey.foundation<\/a>, 079 860 08 45<\/li>\n\n\n\n<li>Charlotte Stalder (Sprecherin), Earth Action for Impact, <a href=\"mailto:charlotte.stalder@e-a.earth\">charlotte.stalder@e-a.earth<\/a> 079 588 21 20<\/li>\n\n\n\n<li>Julien Boucher (CEO), Earth Action for Impact, <a href=\"mailto:julien.boucher@e-a.earth\">julien.boucher@e-a.earth<\/a>, 076 532 57 27<\/li>\n\n\n\n<li>Jo\u00eblle H\u00e9rin (Expertin), Greenpeace, <a href=\"mailto:joelle.herin@greenpeace.org\">joelle.herin@greenpeace.org<\/a>, 079 256 32 65; Fanny Eternod (Sprecherin), Greenpeace, <a href=\"mailto:feternod@greenpeace.org\">fanny.eternod@greenpeace.org<\/a>, 078 662 07 31<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>\u00dcber uns<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die<a href=\"https:\/\/gallifrey.foundation\/\"> Stiftung Gallifrey<\/a> ist eine in Genf gegr\u00fcndete Meeresschutzorganisation. Zu ihren Themen geh\u00f6ren unter anderem: Plastikm\u00fcll, Schutz der Haie, Tiefseebergbau (Deep Sea Mining), \u00d6kozid, \u00dcberfischung, Seestreitigkeiten. Plastic Free Campus ist ein kostenloses Programm der Stiftung, das Schulen zur Verf\u00fcgung steht, um diese \u00abplastikfrei\u00bb zu machen.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/\">Greenpeace<\/a> ist eine 1971 gegr\u00fcndete Umweltschutzorganisation, die in \u00fcber 55 L\u00e4ndern aktiv ist. Sie setzt sich entschlossen, friedlich und unabh\u00e4ngig f\u00fcr die Erhaltung der Ressourcen des Planeten und seiner Bewohner:innen ein.<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.e-a.earth\/\">EA Earth Action for Impact<\/a> ist eine gemeinn\u00fctzige Schweizer Organisation, die Forschung und kooperative Initiativen vorantreibt, um den \u00f6kologischen Wandel zu beschleunigen. Sie schliesst Nachhaltigkeitsl\u00fccken durch Open-Access-Forschung. EA For Impact wird von Earth Action SA und philanthropischen Beitr\u00e4gen finanziert und stellt Entscheidungstr\u00e4ger:innen Werkzeuge und Wissen zur Verf\u00fcgung, um die grossen \u00f6kologischen Herausforderungen zu bew\u00e4ltigen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die nationale Kampagne The Big Plastic Count hat ihre Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht. Insgesamt haben 4498 Haushalte und 595 Sch\u00fcler:innen mitgemacht, total 11&#8217;586 Personen. 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