{"id":12120,"date":"2013-09-11T00:00:00","date_gmt":"2013-09-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12120\/serie-oeko-krieger-teil-5-6\/"},"modified":"2019-05-30T11:22:18","modified_gmt":"2019-05-30T09:22:18","slug":"serie-oeko-krieger-teil-5-6","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12120\/serie-oeko-krieger-teil-5-6\/","title":{"rendered":"Serie: \u00d6ko-Krieger (Teil 5\/6)"},"content":{"rendered":"<p><b>Kreative Aktivisten wissen, wie sich die \u00d6ffentlichkeit sensibilisieren l\u00e4sst. Die Amerikanerin Whitney Black verbl\u00fcfft mit skurrilen \u00dcberlebenskugeln; die Australierin Allana Beltran protestiert in Tasmanien gegen Abholzungen, indem sie sich als Mahnengel auf ein 45\u00a0Meter hohes Ger\u00fcst schnallen l\u00e4sst; die Franz\u00f6sin C\u00e9cile Lecomte steigt in Frankfurt auf Hochh\u00e4user und tanzt so \u00abdem Kapitalismus auf der Nase herum\u00bb. Die Gruppe 350.org schliesslich macht mit spektakul\u00e4ren Events auf die zunehmende Klimaerw\u00e4rmung aufmerksam. Die Geschichten dieser Bewegten sind spannendste Adventure-Literatur.<\/b><\/p>\n<div>\n<p class=\"p1\"><strong><em>Von David Torcasso\u00a0<\/em><\/strong><\/p>\n<p class=\"p1\"><strong>Carrotmob-Gr\u00fcnder Brent Schulkin, 32, San Francisco\u00a0<\/strong><\/p>\n<h2>Zuckerr\u00fcbe statt Peitsche<\/h2>\n<p class=\"p10\"><span class=\"s2\"><em>Der Amerikaner Brent Schulkin mobilisiert mit Carrotmob umweltbewusste Konsumentinnen und Konsumenten \u2013 und belohnt damit Unternehmen, die sich f\u00fcr den Klimaschutz einsetzen. \u00a0\u00a0<\/em><\/span><\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/16a94e4a-16a94e4a-1307_carrotmob-at-kales-natural-foods-hawaii-dec-2011.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/16a94e4a-16a94e4a-1307_carrotmob-at-kales-natural-foods-hawaii-dec-2011.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"frame\">Der Carrotmob vor dem Kales Natural Foods, Hawaii. \u00a9 Carrotmob<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00abBoykotte provozieren Konflikte. Ich glaube, dass Menschen gemeinsam mehr Einfluss auf Unternehmen haben, wenn sie nicht protestieren, sondern ihnen mit Geld einen Anreiz geben\u00bb, sagt Brent Schulkin, Gr\u00fcnder der weltweit aktiven Carrotmob-Bewegung. In San Francisco aufgewachsen, hat er ein Wirtschaftsstudium an der Stanford University absolviert. Nach dem Abschluss arbeitete er bei Google und entwickelte sp\u00e4ter Onlinespiele. Wie viele der heute erfolgreichen UmweltaktivistInnen nutzt er seinen \u00f6konomischen Background f\u00fcr \u00f6kologische Anliegen.<\/p>\n<p>Es sei unvern\u00fcnftig, Unternehmen f\u00fcr ihr \u00abschlechtes Benehmen gegen\u00fcber der Umwelt\u00bb an den Pranger zu stellen, so der \u00d6konom. Das f\u00fchre in eine Sackgasse. Aus diesen \u00dcberlegungen heraus entwickelte er seine Gesch\u00e4ftsidee: Eine Gruppe von Menschen soll gemeinsam Geld f\u00fcr etwas ausgeben, das ein gutes Gef\u00fchl beim Einkaufen hinterl\u00e4sst, weil der Gewinn nachhaltig eingesetzt wird. \u00abFor-Profit anstatt Non-Profit\u00bb, nennt er das und kreiert aus \u00abZuckerbrot statt Peitsche\u00bb (carrot) und der Macht der Masse (mob) den Namen \u00abCarrotmob\u00bb f\u00fcr die neue Bewegung.<\/p>\n<p>Brent Schulkins erster Carrotmob am 29. M\u00e4rz 2008 in San Francisco war ein voller Erfolg. Nach einem Aufruf \u00fcber Facebook und Twitter kauften Hunderte in einem Quartierladen Artikel ein, die sie ohnehin ben\u00f6tigten: Fr\u00fcchte, Chips, Wein oder Putzmittel. Zuvor hatte der Ladenbesitzer Schulkin seine Bereitschaft erkl\u00e4rt, einen Teil des Umsatzes f\u00fcr die klimagerechte Sanierung einzusetzen. Der Laden verzeichnete an diesem Tag den dreifachen Umsatz und investierte 22 Prozent in Energieeffizienz.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\"><a class=\"open-img EnlargeImage\" title=\"\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/96ec01f6-96ec01f6-1307_carrotmob-victoria-canada-sauce-restaurant.jpg\"><br \/>\n<img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_Property3_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" style=\"border-width: 0px;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/96ec01f6-96ec01f6-1307_carrotmob-victoria-canada-sauce-restaurant.jpg\" alt=\"\" \/><\/a><\/div>\n<div class=\"frame\">Der Carrotmob vor dem Victoria Canada Sauce Restaurant. \u00a9 Carrotmob<\/div>\n<\/div>\n<p>Heute ist Carrotmob auf der ganzen Welt aktiv \u2013 mehr als 250 Kampagnen in 20 L\u00e4ndern laufen zurzeit. Wer teilnimmt, setzt sich nachhaltig ein, sei es mit Fairtrade-Lebensmitteln, energieeffizienter Einrichtung oder der F\u00f6rderung der lokalen Wirtschaft. \u00abSo w\u00e4hlen \u00f6kologisch bewusste Menschen mit ihrem Geld, was sie unterst\u00fctzen m\u00f6chten. Das ist eine echte Win-win-Situation\u00bb, sagt der Gr\u00fcnder. Der Unterschied zu herk\u00f6mmlichen Umweltinitiativen: Die Leute spenden das Geld nicht, sie geben es f\u00fcr Dinge aus, die sie brauchen \u2013 sinnvoll und umweltbewusst.<\/p>\n<p>Carrotmobbers haben von New York \u00fcber Paris bis nach Bangkok bisher \u00fcber eine Million Dollar in nachhaltige Businessideen investiert. Damit die Idee weltweit \u00fcber das Internet funktioniert, hat Schulkin ein Online-Gutschein-System entwickelt, \u00e4hnlich wie bei Crowdfunding. Statt dass die Leute zu einer gewissen Zeit an einem bestimmten Ort stehen m\u00fcssen, k\u00f6nnen sie mit Gutscheinen ein ausgew\u00e4hltes Unternehmen unterst\u00fctzen.<\/p>\n<p>Brent Schulkin verfolgt seine Vision des umweltbewussten Konsums mit Tatendrang, Optimismus und selbstbewusstem Schalk: \u00abDer Konsument gewinnt, das Unternehmen gewinnt \u2013 und unser Planet gewinnt!\u00bb Als N\u00e4chstes m\u00f6chte er nun mit Grossunternehmen zusammenarbeiten: \u00abJeder kauft Zahnb\u00fcrsten. Den meisten Menschen ist die Marke egal. Wenn wir eine Million Menschen finden, die sagen, wir kaufen eine bestimmte Zahnb\u00fcrste, weil sie nachhaltig produziert wird, werden Grossunternehmen hellh\u00f6rig.\u00bb<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Kreative Aktivisten wissen, wie sich die \u00d6ffentlichkeit sensibilisieren l\u00e4sst. 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