{"id":12171,"date":"2013-08-29T00:00:00","date_gmt":"2013-08-28T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12171\/dakar-schlaeft-nicht-denn-dakar-ertrinkt\/"},"modified":"2019-05-30T11:23:54","modified_gmt":"2019-05-30T09:23:54","slug":"dakar-schlaeft-nicht-denn-dakar-ertrinkt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12171\/dakar-schlaeft-nicht-denn-dakar-ertrinkt\/","title":{"rendered":"Dakar schl\u00e4ft nicht&#8230; Denn Dakar ertrinkt!"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>            Flurina Rothenberger in Dakar \u00a9 Greenpeace<\/p>\n<p>Die junge Schweizer Fotografin Flurina Rothenberger berichtet aus Dakar \u00fcber das Leben in der senegalischen Hauptstadt w\u00e4hrend der Regenzeit. Sie ist dort, um ein Projekt zu realisieren, das vom Greenpeace Photo Award pr\u00e4miert wurde. Die Arbeit wird im Januar in der Coalmine-Galerie Winterthur ausgestellt und Ausz\u00fcge davon werden vorg\u00e4ngig im Greenpeace Magazin und dem Kulturmagazin DU publiziert.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6ac81671-6ac81671-rothenberger-2000.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/6ac81671-6ac81671-rothenberger-2000.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Flurina Rothenberger in Dakar \u00a9 Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die junge Schweizer Fotografin Flurina Rothenberger berichtet aus Dakar \u00fcber das Leben in der senegalischen Hauptstadt w\u00e4hrend der Regenzeit. Sie ist dort, um ein Projekt zu realisieren, das vom Greenpeace Photo Award pr\u00e4miert wurde. Die Arbeit wird im Januar in der Coalmine-Galerie Winterthur ausgestellt und Ausz\u00fcge davon werden vorg\u00e4ngig im Greenpeace Magazin und dem Kulturmagazin DU publiziert.<\/strong><\/p>\n<p>\u00abDakar ne dort pas&#8230; parce que Dakar se noie!\u00bb titelte am 8. August die senegalesische Tageszeitung \u00abLe Quotidien Sud\u00bb. Am Tag zuvor hat der Himmel seine Schleusen ge\u00f6ffnet und den Beginn der Regenzeit angek\u00fcndigt. F\u00fcr jeden Bauer ein Segen, bedeutet \u00abl\u2019hivernage\u00bb wie die Regenzeit hier genannt wird aber seit einigen Jahren f\u00fcr Dakar vor allem Hochwasser und \u00dcberschwemmungen. Verzweifelt ist hier jedoch niemand. Alle wissen: Das Hochwasser bleibt die n\u00e4chsten zwei Monate \u2013 il faut vivre avec.<\/p>\n<p>Dicht besiedelte Banlieues wie Thiaroye, Diacksao und Pikine bekommen die Naturkatastrophe am st\u00e4rksten zu sp\u00fcren. W\u00e4hrend meinen letzten Besuchen in der senegalesischen Hauptstadt habe ich mich auf diese Brennpunkte konzentriert, weil die Katastrophe dort am augenf\u00e4lligsten ist und die Menschen notgedrungen damit klarkommen m\u00fcssen. Der Unrat wird in die Ruinen der im Vorjahr verlassenen H\u00e4user gekippt; F\u00e4kalien verschwinden in Sickergruben; nat\u00fcrliche Wasserl\u00e4ufe werden zugesch\u00fcttet, um neues Bauterrain zu schaffen; das Grundwasser ist verschmutzt; die Wege f\u00fcr sauberes Trinkwasser sind weit und teuer, Sensibilisierung und Kontrolle fehlen komplett. Wo noch vor wenigen Jahren die Palmenplantagen der Region das ganze Land mit Palm\u00f6l versorgten, wird dieses nun importiert und vereinzelt stehen sie noch da, die abgestorbenen St\u00fcmpfe ohne Kronen, alles Mahnmale f\u00fcr die \u00f6kologische Katastrophe.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/54e8c7c4-54e8c7c4-rothenberger-2986.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/54e8c7c4-54e8c7c4-rothenberger-2986.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Donnerstag, 29. August 2013<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Copyright:<br \/>\nby flurina rothenberger\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Themen wie der Notstand w\u00e4hrend der Regenzeit in Senegal interessieren mich als Fotografin vor allem wegen ihrer Komplexit\u00e4t, haben sie doch einen soziologischen, \u00f6kologischen, aber auch \u00f6konomischen Hintergrund. Wertvolles Landwirtschaftsgebiet wird im Zuge der Landflucht wild besiedelt. W\u00e4hrend der Regenzeit verwandeln sich diese illegal entstandenen, infrastrukturlosen Siedlungen innert k\u00fcrzester Zeit in \u00fcbelriechende Kloaken, in denen Krankheiten grassieren und die Natur zerst\u00f6rt wird.<\/p>\n<p>Ist die \u00dcberschwemmung da, fordern die Betroffenen nach mehr beh\u00f6rdlichen Initiativen, und dass ihre Behausungen anerkannt und an das offizielle Infrastrukturnetz angeschlossen werden. Im Grunde m\u00fcsste die Regierung jedoch \u2013 wollte sie sich entschlossen zeigen im Kampf gegen das Hochwasser \u2013 vor allem dem falschen Siedlungsverhalten Einhalt gebieten. Dies wiederum w\u00fcrde bedeuten, dass Tausende von Familien ihr Heim verlieren w\u00fcrden. Die politischen Verantwortlichen scheuen solch radikale Massnahmen. Ausserdem existieren keine Umsiedlungspl\u00e4ne. Ein Teufelskreis, der verheerende Konsequenzen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Umwelt hat.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/30a4a98a-30a4a98a-rothenberger-2072.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/30a4a98a-30a4a98a-rothenberger-2072.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Flurina Rothenberger in Dakar \u00a9 Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>Als Schweizer Fotografin ist es mir wichtig, dar\u00fcber zu berichten und Parallelen aufzuzeigen: Der Wunsch nach einem stabilen Zuhause und dem Gef\u00fchl der Sicherheit ist ein tief menschliches Bed\u00fcrfnis und hat nichts mit der Herkunft zu tun. Im Zuge der Verst\u00e4dterung wie man sie nicht nur in Dakar, sondern in vielen afrikanischen Metropolen beobachtet, kollidiert dieser Traum mit der harten Realit\u00e4t.<\/p>\n<p>Bei meiner t\u00e4glichen Arbeit in Dakar f\u00fchle ich Bewunderung f\u00fcr die Geduld und die Improvisationsgabe der SenegalesInnen, ihr stoisches Ausharren in dieser misslichen Lage. Aber ich sehe auch, dass in eben dieser Tugend die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen, dass das Problem nicht bei der Wurzel gepackt wird und die Gemeinschaft scheitert. Von diesem Drama handelt meine Fotoarbeit im Senegal.<iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/player.vimeo.com\/video\/47768439\" width=\"600\" height=\"425\" frameborder=\"0\" webkitallowfullscreen=\"\" mozallowfullscreen=\"\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe> <\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/vimeo.com\/47768439\">Flurina Rothenberger \/\/ NDOX \u2013 Wasser<\/a> from <a href=\"http:\/\/vimeo.com\/greenpeacech\">Greenpeace Switzerland<\/a> on <a href=\"https:\/\/vimeo.com\/\">Vimeo<\/a>.<\/p>\n<p>\u00a0\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Flurina Rothenberger in Dakar \u00a9 Greenpeace Die junge Schweizer Fotografin Flurina Rothenberger berichtet aus Dakar \u00fcber das Leben in der senegalischen Hauptstadt w\u00e4hrend der Regenzeit. 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