{"id":12267,"date":"2013-08-05T00:00:00","date_gmt":"2013-08-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12267\/ein-geschenk-fuer-eltern-weniger-phthalate-in-kinderspielzeug\/"},"modified":"2019-05-30T11:27:40","modified_gmt":"2019-05-30T09:27:40","slug":"ein-geschenk-fuer-eltern-weniger-phthalate-in-kinderspielzeug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12267\/ein-geschenk-fuer-eltern-weniger-phthalate-in-kinderspielzeug\/","title":{"rendered":"Ein Geschenk f\u00fcr Eltern: Weniger Phthalate in Kinderspielzeug"},"content":{"rendered":"<p><b>W\u00e4hrend ein einziges royales britisches Baby weltweit f\u00fcr Schlagzeilen sorgt, gibt es jetzt tolle Neuigkeiten f\u00fcr alle Eltern von Shanghai bis zum Buckingham Palace. Am ersten Juli informierte China die Weltgesundheitsorganisation (WTO) \u00fcber die Einf\u00fchrung von zwei neuen Sicherheitsstandards f\u00fcr Spielzeug. Einer dieser Standards begrenzt den Einsatz von sechs Phthalaten in Kinderspielzeug. Mit diesem Schritt bewegt sich China bei der Beschr\u00e4nkung von Chemikalien auf die Europ\u00e4ische Union zu.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>W\u00e4hrend ein einziges royales britisches Baby weltweit f\u00fcr Schlagzeilen sorgt, gibt es jetzt tolle Neuigkeiten f\u00fcr alle Eltern von Shanghai bis zum Buckingham Palace. Am ersten Juli informierte China die Weltgesundheitsorganisation (WTO) \u00fcber die Einf\u00fchrung von zwei neuen Sicherheitsstandards f\u00fcr Spielzeug. Einer dieser Standards begrenzt den Einsatz von sechs Phthalaten in Kinderspielzeug. Mit diesem Schritt bewegt sich China bei der Beschr\u00e4nkung von Chemikalien auf die Europ\u00e4ische Union zu.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/31daa8a2-31daa8a2-gp02dm8.jpg\" title=\"Endlich setzen sich die chinesichen Beh\u00f6rden f\u00fcr ein Verbot von Phthalaten ein.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Endlich setzen sich die chinesichen Beh\u00f6rden f\u00fcr ein Verbot von Phthalaten ein.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/31daa8a2-31daa8a2-gp02dm8.jpg\" alt=\"Endlich setzen sich die chinesichen Beh\u00f6rden f\u00fcr ein Verbot von Phthalaten ein.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Endlich setzen sich die chinesichen Beh\u00f6rden f\u00fcr ein Verbot von Phthalaten ein.<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Yang Di \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Phthalate werden als Weichmacher in Plastik eingesetzt. Man findet sie in einer grossen Bandbreite von Produkten, von Spielzeug \u00fcber Lebensmittelverpackungen und Textilien. In wissenschaftlichen Studien wurde l\u00e4ngst belegt, dass sich diese Chemikalien negativ auf die Gesundheit auswirken. Sie werden mit der Nahrung und \u00fcber die Haut vom K\u00f6rper aufgenommen und k\u00f6nnen hormonell wirken sowie die m\u00e4nnliche Reproduktionsf\u00e4higkeit stark beeintr\u00e4chtigen.<\/p>\n<p>Die weit verbreitete Verwendung von Phthalaten f\u00fchrt dazu, dass diese gef\u00e4hrlichen Substanzen neben anderen Industriechemikalien in jedem Hausstaub und auch in unserem Blut vorhanden sind. Greenpeace Deutschland belegte dies 2006 durch einen <a title=\"Bluttest an Prominenten\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/greenpeace_ergebnisse_bluttest.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Bluttest an Prominenten<\/a> und erst k\u00fcrzlich wies das Umweltbundesamt in \u00d6sterreich Phthalate in 99 von 100 <a title=\"Blutproben von Kleinkindern\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/REP0324.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Blutproben von Kleinkindern<\/a> nach. Besonders Ungeborene und Kleinkinder sind der gef\u00e4hrlichen Wirkung von Phthalaten ausgesetzt.<\/p>\n<h3>Ein Erfolg der Detox-Kampagne<\/h3>\n<p>Seit \u00fcber zwei Jahrzehnten fordert Greenpeace den Verzicht von Phthalaten. Und seit mehr als zwei Jahren dr\u00e4ngte Greenpeace China auf die Einf\u00fchrung restriktiver Standards f\u00fcr die Verwendung von Phthalaten im weltweit gr\u00f6ssten Produktionsland f\u00fcr Plastik-Spielzeug. F\u00fcr Greenpeace und vor allem f\u00fcr Eltern ist die neue Regulierung ein toller Erfolg.<\/p>\n<p>Bereits seit 1997 macht Greenpeace auf die Gefahr von Phthalaten in Spielzeug aufmerksam. Die \u00abPlay Safe\u00bb-Kampagne in Kanada, Europa und den USA hat Bewusstsein f\u00fcr die gef\u00e4hrlichen Plastikweichmacher geschaffen. Nach zwei Jahren reagierte die Europ\u00e4ische Union und machte Gesetzesvorschl\u00e4ge f\u00fcr den Verzicht von Phthalaten in Spielzeug.<\/p>\n<p>Greenpeace setzte die Kampagne und Recherchen fort bis die EU 2004 den Einsatz von Phthalaten in Spielzeug verbot. Vor Kurzem sind Phthalate von der in die Chemie-Verordnung REACH aufgenommen worden. Damit stehen Phthalate auf der Liste besonders gef\u00e4hrlicher Stoffe, die die Industrie langfristig ersetzen muss.<\/p>\n<h3>Ein z\u00e4hes Ringen um eine Regulierung in China<\/h3>\n<p>Doch in China ging die Auseinandersetzung um die Verwendung von Phthalaten weiter. 2011 untersuchte Greenpeace China im \u00abToy Hunt\u00bb verschiedene Plastikspielsachen, die in den gr\u00f6ssten St\u00e4dten Chinas verkauft wurden, auf Chemikalien. Die Ergebnisse waren schockierend: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/eastasia\/press\/releases\/toxics\/2011\/phthalates-plastic-toys\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">70 Prozent der Plastikspielsachen wies nach wie vor einen so hohen Anteil von Phthalaten auf, dass sie in der EU und den USA nicht verkauft werden d\u00fcrften<\/a> (engl.). Weiter blieben die chinesischen Standards niedrig. China beschr\u00e4nkte den Einsatz von Phthalate nur f\u00fcr Beschichtungen, andere Teile vom Spielzeug blieben komplett unreguliert.<\/p>\n<p>Die Untersuchung schlug in und ausserhalb von China grosse Wellen. Wenige Tage nach der Ver\u00f6ffentlichung des Reports, reagierte Chinas Amt f\u00fcr Qualit\u00e4tskontrolle mit Fragen und Antworten zu der Studie. Zwar bestritten die Beamten die Gefahr, die von Phthalaten ausging, sie versprachen aber gleichzeitig neue Standards f\u00fcr Spielzeug zu entwickeln, die Phthalate st\u00e4rker einschr\u00e4nken sollte. Diese Art der Ank\u00fcndigung als Reaktion auf \u00f6ffentlichen Druck ist un\u00fcblich in China.<\/p>\n<p>Die Hoffnung wurde durch einige R\u00fcckschl\u00e4ge getr\u00fcbt: Zun\u00e4chst wurden Phthalate in Getr\u00e4nken in Taiwan entdeckt. Dann haben Greenpeace-Tests Phthalate in Kleidung und Hausstaub nachgewiesen. Zuletzt fanden die chinesischen Beh\u00f6rden Phthalate in popul\u00e4ren Alkoholgetr\u00e4nken.<\/p>\n<p>Jetzt, zwei Jahre sp\u00e4ter, setzen sich die Beh\u00f6rden endlich entschlossen f\u00fcr ein Verbot von Phthalaten ein. Zwar betrifft das Verbot zun\u00e4chst nur Spielzeug, das ist aber ein wichtiger Schritt, der viele Kinder vor gef\u00e4hrlichen Chemikalien sch\u00fctzen wird. Die Regelung in der EU und China haben Auswirkungen auf andere Teile der Welt: Vor nicht langer Zeit hat auch \u00c4gypten eine \u00e4hnliche Regulierung f\u00fcr Phthalate eingef\u00fchrt.<\/p>\n<p>F\u00fcr unsere Kinder k\u00f6nnen wir uns \u00fcber diese kleinen Erfolge freuen. Bis alle gef\u00e4hrlichen Chemikalien aus unserer Umwelt und unseren K\u00f6rpern verschwunden sind, wird die Detox-Kampagne von Greenpeace jedoch weitergehen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>W\u00e4hrend ein einziges royales britisches Baby weltweit f\u00fcr Schlagzeilen sorgt, gibt es jetzt tolle Neuigkeiten f\u00fcr alle Eltern von Shanghai bis zum Buckingham Palace. 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