{"id":12298,"date":"2013-07-12T00:00:00","date_gmt":"2013-07-11T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12298\/samba-fussball-jugendsolar\/"},"modified":"2019-05-30T11:28:52","modified_gmt":"2019-05-30T09:28:52","slug":"samba-fussball-jugendsolar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12298\/samba-fussball-jugendsolar\/","title":{"rendered":"Samba, Fussball &#038; Jugendsolar"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>Im Vorfeld der FIFA-Fussball-WM in Brasilien hat ein Team von Greenpeace-Freiwilligen Mitte Juni ein Community Center mit angeschlossener Fussballhalle in einer Favela von Rio de Janeiro mit Solar Panels ausgestattet. Nun k\u00f6nnen die Jugendlichen auch abends dort spielen und trainieren. Es ist der Traum vieler Kinder in den Favelas, eines Tages den grossen Sprung zum Profifussballer zu schaffen, nicht zuletzt, weil es prominente Beispiele daf\u00fcr gibt. Ziel des Projektes ist es, durch Ausbildung und aktive Beteiligung der jugendlichen Slum-Bewohner\/innen an der Installation, ihnen eine Berufsperspektive zu er\u00f6ffnen und zugleich die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr Energiethemen zu sensibilisieren und f\u00fcr Solarenergie zu gewinnen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame reset-padding\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"\/switzerland\/Global\/switzerland\/photos\/jugendsolar\/Juventude%20Solar\/Juventude_Solar_20130622_04.JPG\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/c063b16a-c063b16a-juventude_solar_20130622_04.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"hidden\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Im Vorfeld der FIFA-Fussball-WM in Brasilien hat ein Team von Greenpeace-Freiwilligen Mitte Juni ein Community Center mit angeschlossener Fussballhalle in einer Favela von Rio de Janeiro mit Solar Panels ausgestattet. Nun k\u00f6nnen die Jugendlichen auch abends dort spielen und trainieren. Es ist der Traum vieler Kinder in den Favelas, eines Tages den grossen Sprung zum Profifussballer zu schaffen, nicht zuletzt, weil es prominente Beispiele daf\u00fcr gibt. Ziel des Projektes ist es, durch Ausbildung und aktive Beteiligung der jugendlichen Slum-Bewohner\/innen an der Installation, ihnen eine Berufsperspektive zu er\u00f6ffnen und zugleich die \u00d6ffentlichkeit f\u00fcr Energiethemen zu sensibilisieren und f\u00fcr Solarenergie zu gewinnen.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend zwei Monaten wurden 13 Jugendliche der Favela Vila Isabel jeden Samstag im Rahmen von Workshops von Greenpeace geschult. Am Ende durften sie mit der brasilianischen Firma \u201eSolar Energy\u201c zusammen eine Photovoltaikanlage auf dem Community Center \u201eL\u00eddia dos Santos\u201c im Viertel Morro dos Macacos in der Favela Vila Isabel aufbauen. Mit dem Strom sollen die Fussballhalle und die Klassenzimmer beleuchtet werden. Ausserdem sollen Computer und andere Ger\u00e4te am Strom angeschlossen werden. So k\u00f6nnen Jung und Alt Kurse besuchen, Computer nutzen lernen, in Musikr\u00e4umen \u00fcben, schreiben lernen, usw.<\/p>\n<p>Bis jetzt zapfen alle BewohnerInnen der Favela ihren Strom illegal vom Netz ab \u2013 das Community Center bildet da auch keine Ausnahme. Nun hat das Stromunternehmen angefangen, Z\u00e4hler zu installieren. Die Bewohner des Armenviertels werden sp\u00e4testens ab August zur Kasse gebeten und wissen nicht, wie bezahlen. So auch das Community Center, das jeden Monat Strom im Wert von zirka 1000 Reals oder 500 Schweizer Franken verbraucht.<\/p>\n<p>Dank der Photovoltaikanlage wird \u00fcber die H\u00e4lfte des Stromverbrauchs vom Community Center durch Solarenergie gedeckt werden. Die andere H\u00e4lfte soll mittels Stromeffizienzmassnahmen eingespart werden. Auch da hilft Greenpeace: Bereits im letzten Workshop wurde das Thema Energieeffizienz vorgestellt. Sowohl die Jugendlichen als auch Leitfiguren des Community Centers haben sehr interessiert aufgehorcht. Denn sp\u00e4testens dann, wenn die erste gesalzene Stromrechnung kommt, wird das Thema Einsparung sehr wichtig f\u00fcr sie werden.<\/p>\n<p>Das Greenpeace-Solar-Team \u201eJuventude Solar\u201c besteht aus 13 Jugendlichen aus der Favela selber, die zwischen 13 und 16 Jahre alt sind. Bei der Montage halfen noch drei 17-j\u00e4hrige Juniorfussballspieler vom lokalen Club \u201eBola pra Frente\u201c mit, einer der bekanntesten Clubs in Rio. Die Jugendlichen werden von vier Greenpeace-Freiwilligen aus Rio unterst\u00fctzt sowie von V\u00e2nia Stolze, der \u201eJuventude Solar\u201c-Projektleiterin von Greenpeace, die selber Architektin ist. Sie alle arbeiten Hand in Hand mit der Firma \u201eSolar Energy\u201c, die als Baumeisterin fungiert und die Anlage warten wird.<\/p>\n<p>Die Photovoltaikanlage wurde am Wochenende vom 8. &#8211; 9. Juni installiert und am 15. \u00fcberpr\u00fcft. Am 25. Juni weiht die Bev\u00f6lkerung der Favela die Anlage zu den Kl\u00e4ngen und den Tanz-Darbietungen der lokalen Samba-Gruppe feierlich ein. Und nat\u00fcrlich wird es einen Fussballmatch geben, zwischen den Jugendlichen des Greenpeace Solar-Teams und einem der gleichaltrigen Juniorenteams von Bola pra Frente.<\/p>\n<p>Bis Greenpeace mit der Idee kam, die Sonnenstrahlen in Strom zu verwandeln, betrachteten die Bewohner der Favela die Sonne eher wie eine Feindin, vor der man sich sch\u00fctzen muss, weil sie einen blendet und verbrennt. Umso erfreuter waren sie, als sie erfuhren, dass sie so n\u00fctzlich sein kann. Auf den Vorschlag, die Photovoltaikanlage mit einem Fussballspiel und Samba einzuweihen, liessen sie sich begeistert ein.<\/p>\n<p>Die beruflichen Perspektiven f\u00fcr Jugendliche aus einer Favela sind nicht rosig. Dank diesem Projekt k\u00f6nnen sie sich energietechnisches Wissen und Fertigkeiten aneignen, die ihre Chancen auf eine Lehre und\/oder einen Job deutlich verbessern. Denn in Brasilien gibt es nahezu keine Energie-Fachleute.<\/p>\n<p>Mit dieser Photovoltaikanlage m\u00f6chte Greenpeace auch das Interesse f\u00fcr Solar-Energie in Brasilien wecken. So hat die Organisation vor einem Monat einen permanenten Zaun um das Dach vom Community Center \u201eL\u00eddia dos Santos\u201c in Vila Isabel montiert und l\u00e4dt ab Ende Juni Schulen aus ganz Rio ein, sich die Solaranlage anzuschauen. Denn sie ist ein absolutes Novum; es gibt kaum welche in Brasilien und besonderes in einer Favela ist das v\u00f6llig einzigartig.<\/p>\n<p>Community-Centers kommen in den Favelas eine grosse Bedeutung zu. In den 70er-Jahren, als die Kriminalit\u00e4t in Rio ausser Rand und Band geraten war, hat der Staat verschiedene Massnahmen getroffen, um die Stadt sicherer zu machen. Sie hat einerseits hart durchgegriffen und andererseits Sozialprojekte ins Leben gerufen und Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die vernachl\u00e4ssigten Jugendlichen organisiert. So wurden vom Staat und von engagierten B\u00fcrgern zugleich Samba-Schulen und Community Centers gegr\u00fcndet und der Fussball erhlielt als Landesheiligtum neue Kultst\u00e4tten.<\/p>\n<p><strong>Links:<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.flickr.com\/photos\/greenpeacebrasil\/sets\/72157633314337004\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Fotostrecke<\/a><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/brasil\/pt\/O-que-fazemos\/Clima-e-Energia\/juventude-solar\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Juventude Solar<\/a><\/p>\n<p><strong>Videos<\/strong> (Englisch untertitelt):<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=VuCZ4I78ma8&amp;feature=youtu.be\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Teilnehmer<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=im3c5VUD8UQ&amp;list=PLdadtGHBepbunBqtFkdtJOR-iuVzisKJR&amp;index=2\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Basteln von Solarlampen<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=TAFJh7nQ2LU&amp;list=PLdadtGHBepbunBqtFkdtJOR-iuVzisKJR&amp;index=3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Montage der Solarpanels<\/a><\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=bmHmqzzw3iQ\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Einweihungsfest<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Im Vorfeld der FIFA-Fussball-WM in Brasilien hat ein Team von Greenpeace-Freiwilligen Mitte Juni ein Community Center mit angeschlossener Fussballhalle in einer Favela von Rio de Janeiro mit Solar Panels&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":12300,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-12298","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12298","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12298"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12298\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12300"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12298"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12298"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12298"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=12298"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=12298"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}