{"id":123498,"date":"2025-07-22T07:55:00","date_gmt":"2025-07-22T05:55:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=123498"},"modified":"2025-07-21T23:48:23","modified_gmt":"2025-07-21T21:48:23","slug":"10-prozent-der-schweizer-bevoelkerung-leben-in-der-naehe-einer-petrochemischen-fabrik-die-mit-plastikproduktion-zu-tun-hat-sie-sind-potenziell-gefaehrlichen-emissionen-ausgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/123498\/10-prozent-der-schweizer-bevoelkerung-leben-in-der-naehe-einer-petrochemischen-fabrik-die-mit-plastikproduktion-zu-tun-hat-sie-sind-potenziell-gefaehrlichen-emissionen-ausgesetzt\/","title":{"rendered":"10 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung leben in der N\u00e4he einer petrochemischen Fabrik, die mit Plastikproduktion zu tun hat. Sie sind potenziell gef\u00e4hrlichen Emissionen ausgesetzt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Ein heute ver\u00f6ffentlichter Bericht von Greenpeace International zeigt: In 11 L\u00e4ndern sind wegen Emissionen aus der Plastikproduktion \u00fcber 50 Millionen Menschen\u00a0 dem Risiko verschmutzter Luft ausgesetzt<em>.<\/em> Darunter auch 973&#8217;000 Menschen in der Schweiz<\/strong>. <strong>Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr: Wir produzieren zu viel Plastik. Vom 5.\u201314. August finden in Genf die Verhandlungen \u00fcber ein Internationales Abkommen gegen die Plastikverschmutzung statt. Zum Schutz der Gesundheit, des Klimas und der Umwelt fordert Greenpeace eine Reduktion der Plastikproduktion um mindestens 75 Prozent bis 2040.<\/strong><br><\/p>\n\n<p>Unter dem Titel \u00ab<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/publication\/77208\/every-breath-you-take\/\"><em>Mit jedem Atemzug: Die Risiken der Luftverschmutzung durch die petrochemische Produktion in der Kunststofflieferkette<\/em><\/a><em>\u00bb<\/em> befasst sich der Bericht von Greenpeace International mit petrochemischen Fabriken. Sie produzieren f\u00fcr die Herstellung von Plastik erforderliche Komponenten. Dabei entstehen Schadstoffe, darunter fl\u00fcchtige organische Verbindungen (VOC), Stickoxide (NOx), Schwefeloxide (SOx) und Feinstaub (PM).&nbsp;<\/p>\n\n<p>Studien belegen, dass diese gesundheitsgef\u00e4hrdenden Stoffe in der N\u00e4he von petrochemischen Fabriken in h\u00f6heren Konzentrationen vorkommen. In dokumentierten Fallstudien leiden Menschen, die in der N\u00e4he von petrochemischen Fabriken leben, \u00fcberproportional h\u00e4ufig an Krebs, Atemwegserkrankungen und unter vorzeitigen Todesf\u00e4llen. Die Vereinten Nationen bezeichnen einige dieser Regionen als \u00abOpfergebiete\u00bb.<\/p>\n\n<p>Der Bericht widmet sich petrochemischen Fabriken in elf L\u00e4ndern: Indonesien, Kanada, Malaysia, Philippinen, S\u00fcdkorea, Thailand, USA, Deutschland, Grossbritannien, Niederlande und Schweiz. Er liefert eine Einsch\u00e4tzung der Anzahl Menschen, die im Umkreis von 10 km von solchen Anlagen leben. In der Schweiz sind das 973&#8217;000 Menschen.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Gem\u00e4ss Bericht gibt es in der Schweiz neun Risikogebiete, sechs in der Deutschschweiz, drei in der Westschweiz. Die Zahl der gesch\u00e4tzten Betroffenen steigt auf \u00fcber eine Million, wenn man die Bev\u00f6lkerung in den angrenzenden Gebieten (Frankreich und Deutschland) mit einbezieht. Die Schweiz liegt mit einem Anteil von 10,9 Prozent aller Menschen, die weniger als 10 km von einer petrochemischen Fabriken entfernt leben, an zweiter Stelle aller untersuchten L\u00e4nder.<\/p>\n\n<p>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz, sagt: \u00abDer Bericht zeigt, dass die Plastikproduktion auch in unserem Land ein schwerwiegendes Problem f\u00fcr die \u00f6ffentliche Gesundheit ist. Fast eine Million Schweizerinnen und Schweizer leben in der N\u00e4he solcher Fabriken. Die wissenschaftliche Literatur weist darauf hin, dass das Leben in der N\u00e4he von petrochemischen Standorten ein erh\u00f6htes Gesundheitsrisiko darstellt. Die Schweiz muss im August in Genf alles tun f\u00fcr ein internationales Abkommen, welches das Problem an der Wurzel packt: Wir fordern eine Reduktion der Plastikproduktion um 75 Prozent bis 2040, um die Gefahren f\u00fcr Gesundheit, Klima und Umwelt zu begrenzen.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Die wichtigsten Schlussfolgerungen des Berichts<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>In den elf untersuchten L\u00e4ndern leben \u00fcber 50 Millionen Menschen weniger als 10 km von petrochemischen Fabriken entfernt, die mit der Plastikherstellung zu tun haben. 16 Millionen leben weniger als 5 km entfernt.<\/li>\n\n\n\n<li>In den USA leben mit 13 Millionen die meisten Menschen in einem Gebiet mit hohem Risiko, insbesondere in Texas und Louisiana.<\/li>\n\n\n\n<li>In den Niederlanden lebt jede vierte Person in einem Gebiet mit hohem Risiko f\u00fcr Luftverschmutzung, einschliesslich giftiger Emissionen aus petrochemischen Fabriken. Das ist in den untersuchten L\u00e4ndern der h\u00f6chste Anteil der gef\u00e4hrdeten Bev\u00f6lkerung.<\/li>\n\n\n\n<li>Die von bestimmten petrochemischen Fabriken in den untersuchten Regionen verursachte Verschmutzung \u00fcberschreitet die Landesgrenzen. Mehrere Fabriken befinden sich in Grenzgebieten. Sie betreffen Einwohner:innen in \u00d6sterreich, Polen, Singapur, Belgien, Frankreich und Deutschland.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Bericht warnt vor den Pl\u00e4nen der Industrie, die weltweite Kunststoffproduktion bis 2050 zu steigern. Das w\u00fcrde zu mehr \u00abOpfergebieten\u00bb, mehr Abfallexporten in L\u00e4nder mit niedrigem Einkommen und mehr kurzlebigen Produkten f\u00fchren \u2013 und die Klima- und Gesundheitskrise versch\u00e4rfen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Bericht (auf Englisch) <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/publication\/77208\/every-breath-you-take\/\"><em>Every breath you take: air pollution risks from petrochemicals production for the plastics supply chain<\/em><\/a><em>,<\/em> Greenpeace International, July 2025<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/maps.greenpeace.org\/maps\/gpea\/every-breath-you-take\/\">Eine interaktive Karte<\/a> der petrochemischen Produktionsgebiete<\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/Detail\/27MZIFJR8P9X1\">Fotos und Videos<\/a><\/p>\n\n<p><strong>Kontakte<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Jo\u00eblle H\u00e9rin<\/strong>, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:joelle.herin@greenpeace.org\">joelle.herin@greenpeace.org<\/a>, 079 256 32 65<\/p>\n\n<p><strong>Sera Pantillon<\/strong>, Expertin f\u00fcr Konsum, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:sera.pantillon@greenpeace.org\">sera.pantillon@greenpeace.org<\/a>, 078 916 12 96<\/p>\n\n<p><strong>Sonja Sanders<\/strong>, Sprecherin f\u00fcr Konsum, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:sonja.sanders@greenpeace.org\">sonja.sanders@greenpeace.org<\/a>, 079 443 09 02<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In 11 L\u00e4ndern sind wegen Emissionen aus der Plastikproduktion \u00fcber 50 Millionen Menschen\u00a0 dem Risiko verschmutzter Luft ausgesetzt. 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