{"id":12371,"date":"2013-06-23T00:00:00","date_gmt":"2013-06-22T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12371\/geheimnisse-im-meereis\/"},"modified":"2019-07-08T11:18:56","modified_gmt":"2019-07-08T09:18:56","slug":"geheimnisse-im-meereis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12371\/geheimnisse-im-meereis\/","title":{"rendered":"Geheimnisse im Meereis"},"content":{"rendered":"\n<p><b>Das Meereis in der Arktis schmilzt. Jedes Jahr mehr, immer schneller! Altes Eis, das mehrere sommerliche Auftauprozesse unbeschadet \u00ab\u00fcberlebt\u00bb hat, wird zur grossen Mangelware. Kleinstorganismen wie Eisalgen darin sind die wahren \u00dcberlebensk\u00fcnstler dieser Welt.<\/b><\/p>\n\n<p>Es beginnt schleichend ab Oktober \u2013 jedes Jahr, seit Urzeiten. Die Oberfl\u00e4che des Meeres um den Nordpol gefriert. Zuerst in windstillen Buchten und Fjorden, dann verwandelt sich das Salzwasser des Arktischen Ozeans in Eis. Rasch w\u00e4chst der eisige Deckel, gewinnt t\u00e4glich immens an Fl\u00e4che und an Dicke, bis das Packeis im M\u00e4rz seine gr\u00f6sste Ausdehnung erreicht hat und zu Beginn des kurzen arktischen Fr\u00fchlings wieder zu schmelzen beginnt. Nur im Zentrum dieses von Kontinentk\u00fcsten eingefassten, eisig kalten Mittelmeeres trotzt ein grossfl\u00e4chiger Packeisdeckel dem Sommer.<\/p>\n\n<p>Dieses rhythmische Tauen und Gefrieren, das das Nordpolarmeer seit \u00fcber 45 Millionen Jahren pr\u00e4gt, verlangt denen enorme Anpassungsf\u00e4higkeit ab, die ganzj\u00e4hrig in der Arktis leben: Land- und Meerestieren wie Eisb\u00e4ren, Robben, Algen oder Walen genauso wie den Inuit, Dolganen, Ewenken, Nenzen, Tschuktschen und anderen indigenen V\u00f6lkern.<\/p>\n\n<p>Bis zu neun Monate im Jahr ist das eisbedeckte Meer ein wichtiger Bestandteil ihres Alltags. Deshalb hielten sie diesen st\u00e4ndigen Wechsel in Mythen und Aufzeichnungen fest. In Island l\u00e4sst sich das Verhalten des Eises \u00fcber tausend Jahre zur\u00fcckverfolgen. Die russischen Volksst\u00e4mme an der Barentssee und am Weissen Meer zeichnen seit 500 Jahren auf, was sich vor ihren K\u00fcsten abspielt, die Inuit in Westgr\u00f6nland und im kanadischen Labrador seit 250 Jahren.<\/p>\n\n<p>Mit der Suche nach dem Nordpol, nach Passagen, Walfanggr\u00fcnden und L\u00e4ndereien ab dem 16. Jahrhundert nahm nicht nur das kartografische Bild des arktischen Mittelmeers Gestalt an, auch das Meereis r\u00fcckte erstmals ins Bewusstsein der Mitteleurop\u00e4er.<\/p>\n\n<p>\u00abWenn sich aber die Winde erheben, so toben die Wellen an den Eisfeldern wie an den Steinklippen und zermalmet das Eis die Schiffe\u00bb, hielt der Hamburger Schiffsbarbier Friderich Martens im Jahre 1671 die T\u00fccken eines vereisten Meeres fest. Fast zahllos sind aus jener Zeit Schilderungen von Schiffen, die vom Treibeis eingeschlossen, von der Eisdrift tage-, ja monatelang mitgetragen und dann zerdr\u00fcckt wurden; aber auch von Schiffsmannschaften, die nichts retten konnten ausser dem nackten Leben und vielleicht noch einem Beiboot mit einer Flinte, um sich als Spielball des Treibeises \u00fcber Presseisr\u00fccken und breite Eiskan\u00e4le in Richtung S\u00fcden durchzuschlagen. Das Schicksal jener Ungl\u00fccklichen formte das Bild, das sich die europ\u00e4ische Gesellschaft damals vom Packeis im Nordpolarmeer machte: eine unberechenbare Gegend, deren Eismassen Verderben bringen.<\/p>\n\n<p>Im 19. Jahrhundert verdichtete sich das wissenschaftliche Interesse am Packeis der Arktis. Schon lange hatten Walf\u00e4nger, Entdecker und andere Nordlandfahrer von den weiten Eisfeldern, den Str\u00f6mungsverh\u00e4ltnissen und den Eigenheiten aus jener weissen W\u00fcste berichtet. Unerkl\u00e4rliches Strandgut aus Gr\u00f6nland war der Ausl\u00f6ser f\u00fcr eine der gewagtesten Unternehmungen im Packeis.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Suche nach der Eisdrift<\/h2>\n\n<p>Als der amerikanische Matrose Louis P. Noros vor dem Start einer Schiffsexpedition ins Packeis seine Polarkleidung beschriftete, konnte er nicht ahnen, dass seine \u00d6lhosen ein paar Jahre sp\u00e4ter als Beweisst\u00fcck f\u00fcr die Eisdrift dienen w\u00fcrden. Drei Jahre waren vergangen seit dem Untergang der \u00abJeannette\u00bb im Juni 1881 bei den Neusibirischen Inseln. Die Welt\u00f6ffentlichkeit hatte den Ausgang von George W. DeLongs Entdeckungsreise ins Eismeer l\u00e4ngst vergessen \u2013 das vom Packeis zermalmte Schiff, den Hungertod der meisten Schiffbr\u00fcchigen.<\/p>\n\n<p>Der kurze arktische Herbst von 1884 hatte in Julianeh\u00e5b (heute: Qaqortoq) im S\u00fcdwesten Gr\u00f6nlands gerade begonnen, als ein paar Inuit am Meeresufer auf Gegenst\u00e4nde stiessen, die sie dem d\u00e4nischen Gouverneur \u00fcbergaben: eine Lebensmittelliste mit der Unterschrift DeLongs in einer Proviantkiste und \u2026 die \u00d6lhosen des Matrosen Noros mit dem eingen\u00e4hten Namen.<\/p>\n\n<p>Wie war es m\u00f6glich gewesen, dass Dinge, die eindeutig von der \u00abJeannette\u00bb stammten, rund 4600 Kilometer Luftlinie vom Ungl\u00fccksort entfernt gefunden wurden? Schwindel, Betrug, meinten die einen. F\u00fcr andere war es ein Beweis f\u00fcr die Eisdrift im Packeis des Nordpolarmeeres. Zuf\u00e4llig fiel der Blick des norwegischen Polarforschers Fridtjof Nansen im Herbst 1884 auf eine Notiz im \u00abMorgenbladet\u00bb, die von diesen Funden berichtete. Bevor Nansen die Zeitung zugeklappt hatte, war sein Plan gefasst: \u00abKonnte eine Eisscholle quer durch das Unbekannte treiben, so musste sich diese \u2039Drift\u203a auch im Dienste der Forschung anwenden lassen k\u00f6nnen\u00bb, schrieb er Jahre sp\u00e4ter in seinem dreib\u00e4ndigen Expeditionsbericht. Nansen liess sich die \u00abFram\u00bb bauen, fuhr zu den Neusibirischen Inseln, wo die \u00abJeannette\u00bb 1881 vom Eis zerquetscht worden war, liess sich im September 1893 bewusst im Packeis einschliessen und hoffte auf eine Eisdrift, die ihn und sein Schiff via Nordpol nach Gr\u00f6nland tragen w\u00fcrde. Die \u00abFram\u00bb blieb \u00fcber tausend Tage im Meereis festgefroren, bevor sie im August 1896 bei Spitzbergen wieder offenes Wasser erreichte. Die Str\u00f6mung hatte das Schiff jedoch nicht in die N\u00e4he des Nordpols getrieben, sondern im Uhrzeigersinn um den Pol herum \u2013 auch dies war damals eine neue Erkenntnis, die mit anderen Forschungsergebnissen der \u00abFram\u00bb-Reise das Wissen \u00fcber das Packeis revolutionierte.<\/p>\n\n<p>Heute, gut 120 Jahre nach den gewagten Unternehmen von Nansen und vielen anderen Polarforschern, sind die grundlegenden Prozesse rund ums arktische Meereis bis ins Detail erforscht \u2013 und faszinierender denn je.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/ae2c1ef7-ae2c1ef7-1306_meereis04.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Segelschiff \u00abJeannette\u00bb, gesunken 1881: Fragmente wurden \u00fcber 4600 Kilometer weit mit dem Packeis abgetrieben.\u00a0<br>\u00a9 Engraving by George T. Andrew after a design by M.J. Burns<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Die weisse W\u00fcste lebt!<\/h2>\n\n<p>Nur schon das Zufrieren des Nordpolarmeeres ist h\u00f6chst spannend. F\u00e4llt die Temperatur des Oberfl\u00e4chenwassers auf unter minus 1,8\u00a0Grad, gefrieren die S\u00fcsswasserpartikel im salzhaltigen Meer. Sie bilden winzige S\u00fcsswasser-Eiskristalle, die sich in bewegtem Wasser zu K\u00f6rncheneis, in ruhigerem Wasser zu S\u00e4uleneis verdichten. Bald \u00fcberzieht ein dezimeterdicker Eisbrei das Meer. Der nicht gefrierende salzhaltige Anteil des Meerwassers wird zusammengedr\u00e4ngt zu einer stark konzentrierten Salzlauge, die in der Eisschicht kleine Kan\u00e4lchen bildet. Solche Solekan\u00e4le durchziehen das Meereis in einem endlos scheinenden Labyrinth, dessen Volumen \u00fcber 30 Prozent einer Eisscholle ausmachen kann. Im Winter sinkt die Temperatur in diesem Hohlraumsystem innerhalb der Eisschollen bis auf unter minus 20\u00a0Grad und die Salzkonzentration erreicht mehr als sechsmal so hohe Werte wie im Meerwasser. Trotzdem sind die Solekan\u00e4le voller Leben! Winzigen Organismen gef\u00e4llt das Dasein in einer derart hoch konzentrierten, stockdunklen Salzbr\u00fche. In diesem Extremlebensraum st\u00f6sst man auf Eisalgen, aber auch auf Viren, Bakterien und Pilze.\u00a0<\/p>\n\n<p>Sogar ein- und mehrzellige Tiere (Proto- und Metazoen) bringen Leben in die Solekan\u00e4le. W\u00e4hrend das Gros dieser Meereisfauna zwischen 100 und 500 Mikrometer klein ist, bringen es die gr\u00f6ssten auf drei Millimeter. Ihre Namen klingen extraterrestrisch: Kammerlinge, Ruderfusskrebschen, Plathelminthen, R\u00e4der-, Wimpern- und Nesseltierchen, Borstenw\u00fcrmer etc.<\/p>\n\n<p>Lebensraum f\u00fcr solche Winzlinge gibt es genug \u2013 allein die W\u00e4nde der Salzlaugenkan\u00e4lchen bieten Algen oder Bakterien geradezu an, sich festzusetzen. Forscher haben ausgerechnet, dass jedes Kilogramm Meereis zwischen 0,6 und 4&nbsp;Quadratmeter solcher eisiger Miniw\u00e4ndchen enth\u00e4lt, an denen sympagische (in Eis lebende) Mikroorganismen wachsen. Und dann erst die Unterseite des Packeises: Wahre Algenteppiche \u00fcberziehen weite Teile. W\u00e4hrend auf dem durchschnittlich 1,8 Meter dicken Packeis gelegentlich ein Eisb\u00e4r vorbeitapst oder Ringelrobben ihre Geburtsh\u00f6hlen im Schnee anfertigen, geht es nicht nur im Eis, sondern auch auf dessen Unterseite lebhaft zu und her. Algenteppiche unter dem Packeis sind wahre Paradiese f\u00fcr Flohkrebse (Amphipoden), f\u00fcr junge Polardorsche sowie weitere Mitglieder der Untereis-Lebensgemeinschaft. Sie sind eine wichtige Nahrungsquelle f\u00fcr Robben, Seev\u00f6gel und Wale.<\/p>\n\n<p>Die Lebewesen im und unter dem Meereis spielen eine fundamentale Rolle im Nahrungsnetz der Arktis. Ein weiteres Abschmelzen der polaren Eiskappe wird dieses Gef\u00fcge durcheinanderbringen und sich in der Nahrungskette bis zu Eisb\u00e4r, Robbe, Narwal, Beluga und Gr\u00f6nlandwal auswirken.<\/p>\n\n<p>Wie gross das Algenwachstum in den Solekan\u00e4len und an den Schollenunterseiten sein muss, deutet eine Messung in der Framstrasse an. Durch diese Meeresstrasse zwischen Svalbard und Gr\u00f6nland wird str\u00f6mungsbedingt der gr\u00f6sste Teil des Meereises aus dem Nordpolarmeer abtransportiert \u2013 so erkl\u00e4rt sich auch die st\u00e4ndige breite Eiszunge vor der K\u00fcste Nordostgr\u00f6nlands. Meeresforscher berechneten, dass allein durch die Framstrasse jedes Jahr rund 700\u2009000 Tonnen Biomasse in Form von Eisalgen aus dem Polarmeer abdriften.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/0e888151-0e888151-1306_meereis02.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Ein Eddy-System unter dem Meereis: Diese Sensoren werden von den Biogeochemikern auf jeder Eisstation installiert.<br>\u00a9 Marcel Nicolaus \/ Quelle: Aldred-Wegener-Institut<\/figcaption><\/figure>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/1a8c5919-1a8c5919-1306_meereis03.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Unterseite von stark deformiertem Meereis: Die angebrachte Orientierungsmarkierung ist 1 Meter lang.<br>\u00a9 Marcel Nicolaus \/ Quelle: Aldred-Wegener-Institut<\/figcaption><\/figure>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Neues Leben dank Erw\u00e4rmung<\/h2>\n\n<p>Was hier vor Ostgr\u00f6nland als \u00abVerlust\u00bb daherkommt, wird andernorts um ein Mehrfaches wieder wettgemacht: Chinesische Wissenschaftler haben k\u00fcrzlich erstmals die Schmelzwassert\u00fcmpel im mehrj\u00e4hrigen Packeis des zentralen Nordpolarmeeres untersucht und dabei einen einzigartigen Lebensraum f\u00fcr Eisalgen entdeckt. Solche T\u00fcmpel auf dem Eis bilden sich im arktischen Sommer. Sie k\u00f6nnen bis zu 80 Prozent des Meereises bedecken und bestehen aus S\u00fcsswasser, weil die Salzlauge nach unten ins Meerwasser ausgeflossen ist. Das wussten schon die Walfangkapit\u00e4ne des 16. und 17. Jahrhunderts, die hier die Trinkwasservorr\u00e4te f\u00fcr ihre Fangflotten nachf\u00fcllten.<\/p>\n\n<p>Die starke Erw\u00e4rmung des arktischen Klimas f\u00fchrt dazu, dass das mehrj\u00e4hrige Packeis immer d\u00fcnner wird und Schmelzwassert\u00fcmpel h\u00e4ufig zu Eisl\u00f6chern durchschmelzen. Der Kontakt mit dem Meerwasser darunter bewirkt, dass diese Schmelzl\u00f6cher einen viel h\u00f6heren N\u00e4hrstoffgehalt, also mehr Algenwachstum haben als die T\u00fcmpel. Die Produktivit\u00e4t wird damit just in einem \u00d6kosystem m\u00e4chtig angekurbelt, in dem eine solche zus\u00e4tzliche Nahrungsquelle willkommen ist: unter den horizontweiten Packeisfl\u00e4chen des mehrj\u00e4hrigen Eises.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Globale Erw\u00e4rmung als Spielverderber<\/h2>\n\n<p>Doch gerade altes Eis, das mehrere sommerliche Auftauprozesse unbeschadet \u00ab\u00fcberlebt\u00bb hat, wird im Nordpolarmeer zur grossen Mangelware. Zu warm ist das Meer geworden \u2013 in Teilen der Beaufort-, der Laptew- und der Karasee waren zum Beispiel die Oberfl\u00e4chentemperaturen im August 2012 \u00fcber zwei Grad h\u00f6her als im Durchschnitt der Jahre 1982 bis 2006. Liest man in Lexika noch von einer Ausdehnung des Packeises von \u00fcber 15 Millionen Quadratkilometern im Winter und sieben Millionen Quadratkilometern im Sommer, ist der Kontrast zur Wirklichkeit im Jahr 2012 frappant. Einer relativ guten maximalen Eisausdehnung im M\u00e4rz mit 15,24 Millionen Quadratkilometern stand eine extrem verkleinerte Sommer-Meereisfl\u00e4che im September gegen\u00fcber \u2013 bloss noch 3,41 Millionen Quadratkilometer! Nie zuvor in der jahrzehntelangen Satelliten\u00fcberwachung des Nordpolarmeers ging in einem Sommer derart viel Meereis verloren. Anstatt wie schneebedecktes Packeis gegen 95\u00a0Prozent der W\u00e4rmestrahlung der Sonne zu reflektieren, nimmt offenes Wasser solche Strahlung auf \u2013 was die Eisschmelze ankurbelt. 2012 wurde die zweitk\u00fcrzeste Schneebedeckung in der Arktis festgestellt. Zunehmend fehlt dem arktischen Meereis somit jene Schneeschicht, die das Eis bisher dank einem hohen R\u00fcckstrahlungsfaktor (Albedo) vor zu viel Sonnenlicht gesch\u00fctzt hat. Weil die Schneedecke abnimmt, ist immer mehr Packeis der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Das Eis schmilzt schneller.<\/p>\n\n<p>W\u00e4hrend Sie diesen Beitrag lesen, setzt die grosse Eisschmelze wieder ein. Das Packeis des Nordpolarmeers bricht auf. Wind und Str\u00f6mung schieben Treibeisschollen vor sich her, die immer schneller schmelzen, je n\u00e4her der Sommer kommt. In wenigen Monaten werden weite Teile des Nordpolarmeers wieder eisfrei sein und es ist zu bef\u00fcrchten, dass auch dieses Jahr das Packeis grossfl\u00e4chiger und schneller auftaut als in den Jahren davor.<\/p>\n\n<p><em>Dieser Artikel ist zuerst erschienen im Greenpeace Magazin 2\/2013.<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Meereis in der Arktis schmilzt. Jedes Jahr mehr, immer schneller! Altes Eis, das mehrere sommerliche Auftauprozesse unbeschadet \u00ab\u00fcberlebt\u00bb hat, wird zur grossen Mangelware. 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