{"id":124084,"date":"2025-08-04T17:18:50","date_gmt":"2025-08-04T15:18:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=124084"},"modified":"2025-08-04T17:18:55","modified_gmt":"2025-08-04T15:18:55","slug":"kundgebung-in-genf-fuer-ein-starkes-plastik-abkommen-jetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/124084\/kundgebung-in-genf-fuer-ein-starkes-plastik-abkommen-jetzt\/","title":{"rendered":"Kundgebung in Genf: F\u00fcr ein starkes Plastik-Abkommen \u2013 Jetzt!\u00a0"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Einen Tag vor Beginn der letzten Verhandlungsrunde zu einem globalen Plastik-Abkommen versammelten sich auf der Place des Nations in Genf einige hundert Menschen aus aller Welt, inklusive Vertreter:innen zivilgesellschaftlicher Organisationen. Sie forderten ein ambitioniertes Abkommen, das Umweltverschmutzer zur Rechenschaft zieht \u2013 zum Schutz von Mensch und Planet.\u00a0<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Fotos und Videos von der Kundgebung sind <\/strong><a><strong>hier <\/strong><\/a><strong>verf\u00fcgbar.<\/strong><\/p>\n\n<p>Organisatoren der Kundgebung in Genf sind Greenpeace Schweiz, die Bewegung Break Free from Plastic, die Gallifrey Foundation und eine Koalition aus Gruppierungen, die sich f\u00fcr die Umwelt und soziale Gerechtigkeit engagieren.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Die mehreren hundert Kundgebungsteilnehmer:innen trugen gelbe, rote und orange T-Shirts. Die Signalfarben symbolisieren die Dringlichkeit der Krise und die Gefahr, die von der unkontrollierten Plastikproduktion ausgeht.\u00a0<\/p>\n\n<p>Ihre Botschaft auf einem 8&#215;3 Meter grossen Banner mit tausenden von Unterschriften f\u00fcr ein ambitioniertes Plastik-Abkommen: \u00abCut Plastic Production or Fuel our destruction. Strong treaty now!\u00bb. Deutsch:&nbsp;\u00abReduziert die Plastikproduktion und provoziert nicht unsere Zerst\u00f6rung. Wir brauchen ein starkes Plastik-Abkommen \u2013 Jetzt!\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Dreimal mehr Plastik bis 2050<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Kundgebung l\u00e4utet die letzte Phase der UNO-Verhandlungen zu einem internationalen Plastik-Abkommen ein. Die Verhandlungen finden vom 5.\u201314. August im Palais des Nations statt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz, sagt: \u00abAls Gastgeberland der Verhandlungen \u00fcber die Plastikverschmutzung z\u00e4hlen wir darauf, dass die Schweiz an ihrer Ambition f\u00fcr ein starkes Abkommen festh\u00e4lt. Bis 2050 droht weltweit eine Verdreifachung der Plastikproduktion. Ein Abkommen ohne globales Ziel zur Reduktion der Plastikproduktion w\u00e4re zum Scheitern verurteilt. Wir m\u00fcssen das Plastikzeitalter beenden, um unsere Gesundheit und den Planeten zu sch\u00fctzen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>\u00d6l-Lobby gegen Fortschritte<\/strong><\/h2>\n\n<p>Ohne \u00d6l kein Plastik. Die Kundgebungs-Teilnehmer:innen wiesen auch auf die Rolle der fossilen Industrien hin, die m\u00f6gliche Fortschritte hintertreiben. Sie forderten die Delegierten auf, die Plastikproduktion an der Quelle zu bek\u00e4mpfen.<\/p>\n\n<p>Laurianne Trimoulla, Kommunikations- und Projektmanagerin Gallifrey Foundation, sagt: \u00abBei der letzten Verhandlungsrunde z\u00e4hlten wir 221 Lobbyist:innen aus der fossilen und der petrochemischen Industrie. H\u00e4tten sie eine Delegation gebildet, w\u00e4ren sie die gr\u00f6sste Delegation gewesen. Sie h\u00e4tte gar die Delegation der Europ\u00e4ischen Union und ihrer Mitgliedstaaten \u00fcbertroffen. Die massive Pr\u00e4senz zeigt, wie sehr diese Industrien ein starkes Plastik-Abkommen f\u00fcrchten. Der Standort Genf ist f\u00fcr den Handel mit Roh\u00f6l und Petrochemikalien zentral. Deshalb k\u00f6nnte die Zahl der Lobbyist:innen diesmal sogar noch h\u00f6her ausfallen. Die Zivilgesellschaft hat genug von Manipulationen und Verz\u00f6gerungstaktiken. Diese Industrien heizen die Plastik- und Klimakrise an. Eine Handvoll Unternehmen nimmt Einfluss auf das Leben von Milliarden von Menschen. Wir werden genau hinschauen. Wir brauchen ein starkes Abkommen. Jetzt!\u00bb <\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Verantwortung f\u00fcr Plastikabfall \u00fcbernehmen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Mobilisierung ist ein starkes Zeichen von B\u00fcrger:innen und Organisationen, die Gesundheit, die Menschenrechte und die \u00d6kosysteme sch\u00fctzen.<\/p>\n\n<p>Mageswari Sangaralingam von der Umweltorganisation Sahabat Alam Malaysia, sagt: \u00abEin starkes Plastik-Abkommen heisst nicht nur mehr Umweltschutz \u2013 es ist auch eine Chance, die Ungerechtigkeit des weltweiten Handels mit Plastikabfall zu beenden. Niemand darf zur M\u00fcllhalde anderer L\u00e4nder werden. Das Abkommen muss die Schlupfl\u00f6cher schliessen, die den Handel mit Plastikabfall als Recycling tarnen. Die Ausfuhren von Plastikabfall aus der Schweiz nach Malaysia sind von 2022\u20132024 um fast das Vierfache gestiegen \u2013 von 69\u2019820 auf 258\u2019897 Kilogramm. Das Plastik-Abkommen muss L\u00e4nder wie die Schweiz dazu bewegen in vorgelagerte L\u00f6sungen zu investieren. Sie m\u00fcssen die Verantwortung f\u00fcr ihren Plastikabfall selbst \u00fcbernehmen.\u00bb<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>\u00dcber Greenpeace <\/strong>\u2013 <a>G<\/a><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org\/international\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">reenpeace<\/a> gibt der fragilen Erde eine starke Stimme. Greenpeace wurde 1971 von einer Gruppe besorgter B\u00fcrger:innen gegr\u00fcndet. Sie wollten die Atomwaffentests der amerikanischen Armee vor der K\u00fcste Alaskas stoppen. Heute ist Greenpeace in 55 L\u00e4ndern und Territorien aktiv. Das Ziel: die biologische Vielfalt in all ihren Formen zu sch\u00fctzen und die Klimakrise mit der gebotenen Dringlichkeit anzugehen. Greenpeace l\u00e4sst sich von folgenden Grundwerten leiten: Gewaltfreiheit, pers\u00f6nliche Verantwortung, Unabh\u00e4ngigkeit und Umweltprobleme nicht nur aufzeigen, sondern auch L\u00f6sungen anbieten.<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>\u00dcber die Gallifrey Foundation <\/strong>\u2013 Die <a href=\"https:\/\/gallifrey.foundation\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Gallifrey Foundation<\/a> ist eine in Genf gegr\u00fcndete Stiftung zum Schutz der Ozeane. Zu ihren Themen geh\u00f6ren: Plastik und die damit verbundene Verschmutzung, Schutz von Haien, Tiefseebergbau, \u00d6kozid, \u00dcberfischung, Rechte der Ozeane und Walfang. <a href=\"https:\/\/plasticfreecampus.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Plastic Free Campus<\/a> ist ein kostenloses Programm von Gallifrey, das Schulen unterst\u00fctzt, \u00abplastikfrei\u00bb zu werden.<\/p>\n\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>\u00dcber Break Free From Plastic<\/strong> (BFFP) \u2013 <a href=\"https:\/\/www.breakfreefromplastic.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">BFFP<\/a> ist eine globale Bewegung. Seit dem Start 2016 haben sich ihr weltweit \u00fcber 2700 Organisationen und 11\u2019000 Einzelpersonen angeschlossen. Sie alle fordern die massive Reduktion von Einwegplastik und dauerhafte L\u00f6sungen gegen die Plastikverschmutzung. Die Mitglieder von BFFP sind f\u00fcr soziale Gerechtigkeit und arbeiten gemeinsam mit einem ganzheitlichen Ansatz an einem systemischen Wandel. Sie bek\u00e4mpfen die Plastikverschmutzung entlang der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette \u2013 von der Produktion bis zur Entsorgung. Der Arbeitsschwerpunkt liegen auf Pr\u00e4vention und wirksamen L\u00f6sungen.\u00a0<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Globale Medienkontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Greenpeace International<\/strong>, Angelica Pago, <a href=\"angelica.pago@greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">angelica.pago@greenpeace.org<\/a>, <br>+63 917 112 4492 <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Greenpeace Schweiz<\/strong>, Roland Gysin, <a href=\"pressestelle.ch@greenpeace.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, <br>044 447 41 17, <\/li>\n\n\n\n<li><strong>Break Free From Plastic<\/strong>, Caro Gonzalez, <a href=\"Caro@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Caro@breakfreefromplastic.org<\/a> <br>+1 (646) 991 1013<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Regionale Medienkontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Europa<\/strong>, Bethany Spendlove Keeley, <a href=\"Bethany@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bethany@breakfreefromplastic.org<\/a>, <br>+(49) 176 595 87 941<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Schweiz<\/strong>, Gallifrey Foundation, Laurianne Trimoulla, <a href=\"laurianne@gallifrey.foundation\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">laurianne@gallifrey.foundation<\/a>, 079 860 08 45<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Afrika<\/strong>, Masego Mokgwetsi, <a href=\"masego@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">masego@breakfreefromplastic.org<\/a>, +(27) 71 412 2314<\/li>\n\n\n\n<li><strong>USA<\/strong>, Brett Nadrich, <a href=\"Brett@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brett@breakfreefromplastic.org<\/a>, +1 (929) 269 4480<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Lateinamerika und Karibik<\/strong>, Mafe, <a href=\"Mafe@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Mafe@breakfreefromplastic.org<\/a>, <br>+58 (424) 210 8017<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Asien und Pazifik<\/strong>, Eah Antonio, <a href=\"Eah@breakfreefromplastic.org\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Eah@breakfreefromplastic.org<\/a>, <br>+(91) 989 974 7422<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einen Tag vor Beginn der finalen Verhandlungsrunde zu einem globalen Plastik-Abkommen versammelten sich auf der Place des Nations in Genf einige hundert Menschen aus aller Welt f\u00fcr ein starkes Abkommen. <\/p>\n","protected":false},"author":111,"featured_media":124105,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[37,217],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-124084","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","category-unkategorisiert","tag-zero-waste","tag-konsum","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124084","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/111"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124084"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124084\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124108,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124084\/revisions\/124108"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124105"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124084"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124084"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124084"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=124084"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=124084"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}