{"id":124248,"date":"2025-08-07T10:14:40","date_gmt":"2025-08-07T08:14:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=124248"},"modified":"2025-08-07T10:55:13","modified_gmt":"2025-08-07T08:55:13","slug":"oel-lobby-an-den-verhandlungen-ueber-plastikabkommen-greenpeace-aktivistinnen-faerben-den-zugang-zum-palais-des-nations-schwarz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/124248\/oel-lobby-an-den-verhandlungen-ueber-plastikabkommen-greenpeace-aktivistinnen-faerben-den-zugang-zum-palais-des-nations-schwarz\/","title":{"rendered":"\u00d6l-Lobby an den Verhandlungen \u00fcber Plastikabkommen: Greenpeace-Aktivist:innen f\u00e4rben den Zugang zum Palais des Nations schwarz"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Derzeit finden in Genf die abschliessenden UNO-Verhandlungen \u00fcber ein globales Plastikabkommen statt. Heute Morgen haben Greenpeace-Aktivist:innen mit schwarzer Farbe vor dem Palais des Nations eine symbolische \u00d6lspur gelegt und \u00fcber dem Eingang zwei Banner aufgespannt. Sie machen damit auf den \u00fcberm\u00e4ssigen Einfluss fossiler Industrien auf die Verhandlungen aufmerksam. Lobbyist:innen von \u00d6l-Multis und Vertreter:innen \u00f6lproduzierender Staaten wollen verhindern, dass das Plastikabkommen eine weltweite Reduktion der Plastikproduktion beinhaltet.<\/strong><\/p>\n\n<p><strong>Fotos und Video (Newsreel) sind <\/strong><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/Detail\/27MZIFJR1J5AP\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>unter diesem Link<\/strong><\/a><strong> verf\u00fcgbar (wird regelm\u00e4ssig aktualisiert)<\/strong><\/p>\n\n<p>Eine symbolische schwarze \u00d6lspur und zwei Banner am Palais des Nations \u2013 22 Greenpeace-Aktivist:innen aus der Schweiz, Belgien, D\u00e4nemark, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Slowenien und Spanien machen in Genf darauf aufmerksam, dass Lobbyist:innen der \u00d6l- und Gasindustrie versuchen, ein wirkungsvolles globales Plastik-Abkommen zu verhindern.<\/p>\n\n<p>Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz, sagt:\u00abAn jeder Verhandlungsrunde nehmen mehr Lobbyist:innen der \u00d6l- und Gasindustrie teil. Wir fordern die Vereinten Nationen auf, sie hinauszuwerfen. Die Regierungen d\u00fcrfen nicht zulassen, dass einige r\u00fcckst\u00e4ndige Unternehmen die Forderung der Zivilgesellschaft \u00fcbergehen: Ein ambitioniertes Abkommen, das die Plastikproduktion weltweit reduziert.\u00bb<\/p>\n\n<p>Gem\u00e4ss dem Center for International Environmental Law (CIEL) waren bei der letzten Verhandlungsrunde in Busan \u00fcber <strong>220 Lobbyist:innen der petroche<\/strong><strong>mischen Industrie<\/strong> registriert. Das ist ein Anstieg von 12 Prozent gegen\u00fcber der vierten Verhandlungsrunde in Ottawa, Kanada. Menschen aus Regionen, die besonders unter Plastikabfall leiden, sowie Vertreter:innen indigener V\u00f6lker und der Zivilgesellschaft m\u00fcssen hingegen um eine sinnvolle Beteiligung k\u00e4mpfen.&nbsp;Zusammengez\u00e4hlt w\u00fcrden die Industrie-Lobbyist:innen eine der gr\u00f6ssten Delegationen bei den Verhandlungen bilden \u2013 sie sind zahlenm\u00e4ssig st\u00e4rker vertreten als die Delegierten der Europ\u00e4ischen Union und ihrer Mitgliedstaaten.<\/p>\n\n<p>Die Greenpeace-Aktion folgt auf einen <a href=\"https:\/\/drive.google.com\/file\/d\/1jLQ-sOL-WQN0HbQeTfVLeDqWB-WJx4JG\/view\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Brief <\/a>von Greenpeace-B\u00fcros und des CIEL an die Leiterinnen des UNO-Umweltprogramms (UNEP) und des Sekretariats f\u00fcr das Plastikabkommen. Greenpeace und CIEL fordern darin, dass die \u00d6l- und Plastik-Lobbyist:innen\u00a0von den Verhandlungen \u00fcber ein globales Plastikabkommen ausgeschlossen werden.<\/p>\n\n<p>Die fossilen Industrien und ihre politischen Verb\u00fcndeten dr\u00e4ngen auf ein schwaches Abkommen. Haben sie Erfolg, k\u00f6nnte sich die Plastikproduktion bis 2050 verdreifachen \u2013 weitere Umweltzerst\u00f6rungen, Klimachaos und Gesundheitssch\u00e4den w\u00e4ren die Folgen.<\/p>\n\n<p>Ein <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.org.uk\/resources\/plastics-profits-power-report\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht von Greenpeace Grossbritannien<\/a> zeigt, dass Unternehmen wie Dow, ExxonMobil, BASF, Chevron Phillips, Shell, SABIC und INEOS ihre Plastikproduktion hochfahren. Seit Beginn der Verhandlungen \u00fcber das globale Plastikabkommen im November 2022 haben diese sieben Unternehmen ihre Produktionskapazit\u00e4ten f\u00fcr Plastik um1,4 Millionen Tonnen vergr\u00f6ssert. Im gleichen Zeitraum haben sie genug Plastik produziert, um sch\u00e4tzungsweise 6,3 Millionen M\u00fcllwagen zu f\u00fcllen. <strong>Das sind unglaubliche f\u00fcnfeinhalb Lkw pro Minute.<\/strong><\/p>\n\n<p>Allein Dow war an den bisherigen Verhandlungen mit mindestens 21 Lobbyist:innen vertreten und verdiente mit Plastik seit November 2022 5,1 Milliarden US-Dollar.<\/p>\n\n<p>\u00abDen Unternehmen, die dieses Problem verursacht haben, darf es nicht gelingen, die Welt daran zu hindern, es zu l\u00f6sen\u00bb, sagt Greenpeace-Expertin H\u00e9rin,&nbsp;\u00abdie Regierungen m\u00fcssen in Genf mutig sein und ein wirkungsvolles Abkommen verabschieden. Ein Abkommen, das Mensch und Planet an die erste Stelle setzt und nicht die kurzfristigen Gewinne von Unternehmen.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Greenpeace Schweiz,<\/strong>&nbsp;Michelle Sandmeier, Mediensprecherin, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li>\n<\/ul>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Greenpeace International,<\/strong>&nbsp;Angelica Pago,&nbsp;<a href=\"mailto:angelica.pago@greenpeace.org\">angelica.pago@greenpeace.org<\/a>, +63 917 112 4492<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Derzeit finden in Genf die abschliessenden UNO-Verhandlungen \u00fcber ein globales Plastikabkommen statt. 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