{"id":124375,"date":"2025-08-11T08:00:00","date_gmt":"2025-08-11T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=124375"},"modified":"2025-08-10T22:01:53","modified_gmt":"2025-08-10T20:01:53","slug":"genf-greenpeace-luftproben-zeigen-mikroplastik-in-der-stadtluft","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/124375\/genf-greenpeace-luftproben-zeigen-mikroplastik-in-der-stadtluft\/","title":{"rendered":"Genf: Greenpeace-Luftproben zeigen Mikroplastik in der Stadtluft"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Eine neue Untersuchung von Greenpeace International best\u00e4tigt, dass die Luft in Genf mit Mikroplastik belastet ist. Im Juli wurde acht Stunden lang an verschiedenen Orten der Stadt Proben genommen, die anschliessend im Labor analysiert wurden. W\u00e4hrend die UNO-Regierungen in die zweite Woche der Verhandlungen \u00fcber ein globales Plastikabkommen eintreten, verdeutlicht die Untersuchung einen unsichtbaren, aber weit verbreiteten Teil der Plastikkrise.<\/strong><\/p>\n\n<p>Eine Laienforscherin trug \u00fcber acht Stunden ein modifiziertes Ger\u00e4t zur Messung der Luftqualit\u00e4t, das an verschiedenen Orten in Genf Partikel in der Luft sammelte (B\u00fcro, Bahnhof, Gesch\u00e4fte, Einkaufszentrum, Restaurant, Caf\u00e9). Dabei war sie mit \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln und zu Fuss unterwegs. Das Probenvolumen betr\u00e4gt 1,7 m\u00b3. Typischerweise atmet ein Mensch in acht Stunden allerdings fast doppelt so viel Luft ein.&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Insgesamt wurden 165 Partikel gesammelt, darunter:\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>94 Fragmente unbekannter Herkunft, viele davon kleiner als 20 Mikrometer \u2013 zu klein, um sie mit blossem Auge zu sehen.<\/li>\n\n\n\n<li>71 Fasern, die \u00fcberwiegend aus Zellulose oder modifizierten Naturmaterialien bestehen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>12 best\u00e4tigte Mikroplastikpartikel<\/strong> (6 Fasern, 6 Fragmente) und drei weitere, die mutmasslich als synthetische Polymere identifiziert wurden. Die Menge der in der Luft nachgewiesenen Mikroplastikpartikel ist vergleichbar mit anderen Studien zur Stadtluft.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n\n\n\n<li>Zu den nachgewiesenen Mikroplastikpartikeln geh\u00f6ren Polyester, Nylon, Polyethylen, Vinylcopolymere und Celluloseacetat, die typischerweise in Kleidung, Verpackungen und M\u00f6beln vorkommen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Zu beachten ist, dass Greenpeace nur Partikel mit einer Gr\u00f6sse von mehr als 10 Mikrometern analysiert hat.<a href=\"https:\/\/edition.cnn.com\/2025\/07\/30\/health\/airborne-microplastics-study-wellness\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"> J\u00fcngste Forschungsergebnisse<\/a> deuten darauf hin, dass noch viel kleinere Mikroplastikpartikel (1\u201310 \u00b5m) in noch gr\u00f6sseren Mengen vorhanden sein k\u00f6nnten. Diese sind klein genug, um tief in die Lunge einzudringen, was ernsthafte Gesundheitsbedenken aufwirft.<\/p>\n\n<p>Die Schweiz liegt weltweit auf Platz 8, was die Abfallwirtschaft angeht. Dennoch ist die Luft in Genf mit Mikroplastik verschmutzt. Dies zeigt, wie allgegenw\u00e4rtig Plastik ist. Sobald es in die Umwelt gelangt, ist es zudem unkontrollierbar. Mit der steigenden Plastikproduktion werden auch das Ausmass und die Schwere dieser Verschmutzung zunehmen.<\/p>\n\n<p>\u00abSelbst die besten Abfallentsorgungssysteme k\u00f6nnen nicht verhindern, dass Plastik die Luft verschmutzt\u00bb, erkl\u00e4rt Jo\u00eblle H\u00e9rin, Expertin f\u00fcr Konsum und Kreislaufwirtschaft bei Greenpeace Schweiz. \u00abUntersuchungen wie diese zeigen, wie wichtig es ist, die Produktion von Plastik an der Quelle zu reduzieren. Dennoch dr\u00e4ngt die petrochemische Industrie weiterhin auf einen massiven Ausbau der Plastikproduktion. Diese k\u00f6nnte sich bis 2060 verdreifachen. Dabei sind wir mit jedem Atemzug potenziellen Gesundheitsrisiken ausgesetzt.\u00bb<\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert ein rechtsverbindliches Abkommen, das die Plastikproduktion bis 2040 um mindestens 75 Prozent reduziert. \u00abWir brauchen politischen Mut. Es ist jetzt Zeit zu handeln. Jedes Jahr, das wir z\u00f6gern, bedeutet mehr Plastik in der Luft, im Wasser und in unseren K\u00f6rpern. Wir brauchen ein starkes globales Plastikabkommen, das die Plastikproduktion an der Quelle reduziert und Einwegverpackungen abschafft, sonst wird es scheitern\u00bb, erg\u00e4nzt H\u00e9rin.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Der Bericht: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/124324\/leben-in-der-plastikwolke\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><em>Leben in der Plastikwolke: Mikroplastik in Luftproben in Genf, Schweiz<\/em><\/a><em>, <\/em>Greenpeace International, August 2025<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/media.greenpeace.org\/Detail\/27MZIFJR9YF1O\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Fotos und Videos<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Michelle Sandmeier, Pressesprecherin, Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>, +41 44 447 41 11<\/li>\n\n\n\n<li>Angelica Carballo Pago, Medienbeauftragte f\u00fcr die globale Plastikkampagne, Greenpeace USA, <a href=\"mailto:angelica.pago@greenpeace.org\">angelica.pago@greenpeace.org<\/a>, +63 917 1124492<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Untersuchung von Greenpeace International best\u00e4tigt, dass die Luft in Genf mit Mikroplastik belastet ist. <\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":124376,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48],"tags":[37,217],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-124375","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","tag-zero-waste","tag-konsum","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124375","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=124375"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124375\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":124380,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/124375\/revisions\/124380"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/124376"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=124375"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=124375"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=124375"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=124375"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=124375"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}