{"id":12449,"date":"2013-06-05T00:00:00","date_gmt":"2013-06-04T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12449\/verappelt\/"},"modified":"2019-05-30T11:35:14","modified_gmt":"2019-05-30T09:35:14","slug":"verappelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12449\/verappelt\/","title":{"rendered":"verAppelt."},"content":{"rendered":"<p><b>Du und dein Smartphone seid im Supermarkt. Die GPS-Ortung deiner Umweltorganisation erkennt, dass du \u2013 sagen wir \u2013 bei Aldi einkaufst. Du stehst vor dem Fischangebot. Das GPS-Feinsystem deiner Organisation hat das bereits festgestellt, darum erscheint auf dem Schirm deines Phones ihr aktueller Fisch-Ratgeber. Dieser sagt dir, welcher Fisch unter welchen Umst\u00e4nden zu verzehren korrekt ist. Bio-Fisch gibt\u2019s in deinem Aldi nicht. Du begutachtest das Angebot und entscheidest, welche drei Fische du auf m\u00f6gliche Korrektheit pr\u00fcfen willst. Du scannst daf\u00fcr den Barcode auf der Packung des ersten, des Rezept gebenden Dorschs. Auf deinem Screen erscheint in Sekundenschnelle die Information, dieser sei ganz generell gef\u00e4hrdet. Beim zweiten Fisch, dem Heilbutt, bekommst du nach dem Code-Scan die Info, seine FAO-Nummer 47 bedeute \u201eFanggebiet s\u00fcd\u00f6stlicher Atlantik\u201c. W\u00e4re er im Nordpazifik gefangen worden, w\u00e4re er aus Wildfang und vertretbar. Also entscheidest du dich f\u00fcr den Kabeljau mit der FAO-Nummer 67. Diese besagt, dass der Fisch aus dem Nordostpazifik stammt und noch akzeptierbar ist. Du denkst, das Dorsch-Rezept werde bestimmt auch f\u00fcr den Kabeljau passen. Du gehst weiter, um die Beilage &#8211; Kartoffeln &#8211; zu kaufen. Bereits aus Gewohnheit scannst du den Code der Knollen und erf\u00e4hrst, dass sie polnischen Ursprungs sind und 640 g CO2 pro Kilogramm verursacht haben. Du brauchst aussserdem eine neue Gl\u00fchlampe. Du bleibst beim entsprechenden Regal stehen, hast schon den \u201eLeuchten und Lampen\u201c-Ratgeber auf deinem Phone und damit rasch die richtige Birne im Korb.\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p class=\"p1\">Du und dein Smartphone seid im Supermarkt. Die GPS-Ortung deiner Umweltorganisation erkennt, dass du \u2013 sagen wir \u2013 bei Aldi einkaufst. Du stehst vor dem Fischangebot. Das GPS-Feinsystem deiner Organisation hat das bereits festgestellt, darum erscheint auf dem Schirm deines Phones ihr aktueller Fisch-Ratgeber. Dieser sagt dir, welcher Fisch unter welchen Umst\u00e4nden zu verzehren korrekt ist. Bio-Fisch gibt\u2019s in deinem Aldi nicht. Du begutachtest das Angebot und entscheidest, welche drei Fische du auf m\u00f6gliche Korrektheit pr\u00fcfen willst. Du scannst daf\u00fcr den Barcode auf der Packung des ersten, des Rezept gebenden Dorschs. Auf deinem Screen erscheint in Sekundenschnelle die Information, dieser sei ganz generell gef\u00e4hrdet. Beim zweiten Fisch, dem Heilbutt, bekommst du nach dem Code-Scan die Info, seine FAO-Nummer 47 bedeute \u201eFanggebiet s\u00fcd\u00f6stlicher Atlantik\u201c. W\u00e4re er im Nordpazifik gefangen worden, w\u00e4re er aus Wildfang und vertretbar. Also entscheidest du dich f\u00fcr den Kabeljau mit der FAO-Nummer 67. Diese besagt, dass der Fisch aus dem <span class=\"s1\">Nordostpazifik stammt und noch akzeptierbar ist. Du denkst, das Dorsch-Rezept <\/span>werde bestimmt auch f\u00fcr den Kabeljau passen. Du gehst weiter, um die Beilage &#8211; Kartoffeln &#8211; zu kaufen. Bereits aus Gewohnheit scannst du den Code der Knollen und erf\u00e4hrst, dass sie polnischen Ursprungs sind und 640 g CO2 pro Kilogramm verursacht haben. Du brauchst aussserdem eine neue Gl\u00fchlampe. Du bleibst beim entsprechenden Regal stehen, hast schon den \u201eLeuchten und Lampen\u201c-Ratgeber auf deinem Phone und damit rasch die richtige Birne im Korb.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5037c86f-5037c86f-phone.jpg\" title=\"Smartphone in der freien Wildbahn\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Smartphone in der freien Wildbahn\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5037c86f-5037c86f-phone.jpg\" alt=\"Smartphone in der freien Wildbahn\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Smartphone in der freien Wildbahn<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 George Nikitin \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"p1\">Um dir das Warten an den Scannern der Kasse zu ersparen, hast du deine Waren bereits selber gescannt und sie dank der RAPPen deiner Bank auch schon bezahlt. Auf dem Nachhauseweg studierst du auf deinem Bildschirm nochmals das Rezept und schaltest parallel mit der Ofen-App den Backofen minutengenau, also energieeffizient zum Vorheizen ein. Die Zeit unterwegs reicht noch, die vergessene K\u00fchlschrank-Check-App zu bet\u00e4tigen: Oops, Milch h\u00e4tte es noch gebraucht! Der nur zwei Daumenwische entfernte Webcam-Blick in den Vorratsschrank zeigt eine Bio-UP-Milch. Uff. Der Tag, wenigstens, ist f\u00fcr heute gerettet.<\/p>\n<p class=\"p1\">Zuhause empf\u00e4ngt dich das bei deinem Eintreten eingeschaltene stromsparende Wand-Tablet bei der Garderobe. Es hat f\u00fcr dich massgeschneiderte Angebote f\u00fcrs abendliche Online-Engagement zusammengestellt. Bevor du also den Kabeljau in die Pfanne haust, tust du selbiges noch rasch mit Nestl\u00e9, Shell und VW.<\/p>\n<p class=\"p1\">\n<div class=\"events-box small-box right\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19e52bb5-19e52bb5-fb-twitter.jpg\" title=\"Online-Aktivismus auf der Strasse\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl04_Image1\" title=\"Online-Aktivismus auf der Strasse\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/19e52bb5-19e52bb5-fb-twitter.jpg\" alt=\"Online-Aktivismus auf der Strasse\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Online-Aktivismus auf der Strasse<\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Joerg Modrow \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"p1\">Du stehst in der K\u00fcche, als dir deine Partnerin mit der Bin-KnApp ihre acht Minuten Versp\u00e4tung durchgibt. Kochverz\u00f6gerungen sind dank der RezAppt und dem Heavy-Iso-Kochtopf kein Problem mehr: Der Herd wird f\u00fcr diese Zeit automatisch stillgelegt und die Oberfl\u00e4che des Wand-Tablets auf den K\u00fcchenschrank vor dir projiziert. Der Kochherdschalter dient in der Aus-Zeit als Maus. Du checkst deine Mails und siehst, dass die Konzerne bereits geantwortet haben. Und zwar die CEOs h\u00f6chst pers\u00f6nlich. Sie versprechen, dein Anliegen sehr ernst zu nehmen. Irgendwie kommt dir ihr Sound zwar bekannt vor, doch der Kabeljau jault auf bzw. br\u00e4t wieder. Die 8\u2019 sind vorbei.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">Beim Essen und einem guten Tropfen Gr\u00fcnen sinnierst du mit deiner Partnerin \u00fcber App-L\u00fccken auf dem \u00d6koaktiv-Markt. Der beste Einfall kommt heute von ihr: eine Kochherd-Blocker-App! Die ginge so, dass sobald unerlaubter Fisch oder un\u00f6kologisches Fleisch \u00fcber die T\u00fcrschwelle k\u00e4me, w\u00fcrde ein im T\u00fcrrahmen eingebrachter Durchleucht-Scanner das erkennen. Er aktivierte eine App, die den Kochherd blockierte. Und zwar solange, bis die Ware wieder \u00fcber die Schwelle raus w\u00e4re.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">Du als iPhoner\/in hast die iThougths installiert und kannst damit eure Brainstorm-Key-Ideas direkt im Apple-Lab platzieren. \u201eJetzt wollen wir mal sehen, ob Tim Cook seine Jobs gut macht\u201c, sagst du augenzwinkernd zu deiner Partnerin. Sie hat in dieser Zeit das Brainstorm-Resultat bereits auf weTube gestellt, das sie zuvor mit der RAPp schnell noch mit einem geilen Beat unterlegt hat. Parallel dazu hat sie mit der TantrApp das Schlafzimmer vorbereitet.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e382e41-7e382e41-codecheck.png\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl06_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7e382e41-7e382e41-codecheck.png\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content no-title\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 codecheck.info\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p class=\"p1\">Kein Zweifel, Apps helfen zunehmend, den Alltag elegant zu meistern. Sie haben zudem das Potenzial, die \u00f6kologischen Probleme ohne Weiteres beim Einkaufen zu l\u00f6sen vorzugeben. Der Anfang steht: Wer die App von codecheck.info geladen hat, kann im Laden den Barcode eines Produktes scannen und weiss umgehend, ob es problematische Seiten hat oder nicht. Denkt man einen Schritt weiter, gewinnt die Verappelung als Vision eines neuen, endlich bequemen Umweltengagements an Kontur.\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\">\u00a0<\/p>\n<p class=\"p1\"><iframe loading=\"lazy\" width=\"600\" height=\"338\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/hpAMbpQ8J7g\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\u00a0<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Du und dein Smartphone seid im Supermarkt. Die GPS-Ortung deiner Umweltorganisation erkennt, dass du \u2013 sagen wir \u2013 bei Aldi einkaufst. Du stehst vor dem Fischangebot. 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