{"id":12469,"date":"2013-05-30T00:00:00","date_gmt":"2013-05-29T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12469\/trilogtreffen-das-ringen-um-eine-nachhaltige-fischereipolitik-in-europa-geht-weiter\/"},"modified":"2019-08-12T13:06:01","modified_gmt":"2019-08-12T11:06:01","slug":"trilogtreffen-das-ringen-um-eine-nachhaltige-fischereipolitik-in-europa-geht-weiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12469\/trilogtreffen-das-ringen-um-eine-nachhaltige-fischereipolitik-in-europa-geht-weiter\/","title":{"rendered":"Trilogtreffen \u2013 das Ringen um eine nachhaltige Fischereipolitik in Europa geht weiter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>100\u2019000 Menschen fordern eine nachhaltige EU-Fischereipolitik, unter der sich die \u00fcberfischten Best\u00e4nde bis 2020 erholen k\u00f6nnen<\/strong><\/p>\n\n<p>Rund 100\u2019000 Menschen haben sich bereits an unserer Petition f\u00fcr nachhaltige Fischerei in Europa beteiligt. Kurz bevor es in die vielleicht entscheidenden Verhandlungen geht, haben unsere Aktivisten dieses wichtige Signal direkt zu den verantwortlichen EU-Politikern gebracht. Sie haben die rund 100\u2019000 Papierboote, die digital und w\u00e4hrend unserer Schiffstour in neun europ\u00e4ischen Staaten gesammelt wurden, symbolisch \u00fcbergeben. An der \u00dcbergabe nahmen die irische Ratspr\u00e4sidentschaft, vertreten durch Botschafter Tom Hanney (Bild re.), Ulrike Rodust, die Verhandlungsf\u00fchrerin im Europ\u00e4ischen Parlament (Bild li.), und die EU-Fischereikommissarin Maria Damanaki (Bild 2.v.li.) teil.<\/p>\n\n<p>Nichtsdestotrotz ist die Reform noch nicht beschlossen, sodass wir weiter auf&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/switzerland\/Templates\/Planet3\/Pages\/myboat.gp\/index.php\/ch\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">myboat.gp\/index.php\/ch\/<\/a>&nbsp;Stimmen f\u00fcr eine nachhaltige Kleinfischerei sammeln und daf\u00fcr sorgen, dass die verantwortlichen EU-Politiker davon erfahren. Vielen Dank an alle, die sich bisher bereits engagiert und die Petition verbreitet haben!<\/p>\n\n<p>Die Zeit wird langsam knapp \u2013 bis Ende Juni will die irische EU-Ratspr\u00e4sidentschaft die Reform der Europ\u00e4ischen Fischereipolitik abgeschlossen haben. Kein einfaches Unterfangen, denn zum ersten Mal seit zehn Jahren \u00fcberarbeiten EU-Parlament, -Kommission und -Rat die Fischereiregeln in Europa. Und sind sich nach einem zerm\u00fcrbendenpolitischen Prozess immer noch nicht gr\u00fcn. Wenn Parlamentsverhandlungsf\u00fchrerin Ulrike Rodust am Vortag einer neuen Verhandlungsrunde, den sogenannten Trilogen, twittert: \u00ab<a href=\"https:\/\/twitter.com\/UlrikeRodust\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Wir arbeiten auf Hochtouren! Gibt es diese Woche doch noch eine Einigung mit den EU Fischereiministern? Klug w\u00e4re es!<\/a>\u00bb&nbsp; \u2013 dann ist das sicherlich keine \u00dcbertreibung.<\/p>\n\n<p><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/2013\/02\/06\/historische-abstimmung-im-europaparlament-europa-kundigt-der-uberfischung-den-kampf-an\/\" target=\"_blank\">Im Februar waren die Umweltschutzverb\u00e4nde noch zuversichtlich<\/a>. 502 zu 137 \u2013 mit einer klaren Mehrheit einigten sich die EU-Parlamentarier darauf, die \u00fcberfischten Best\u00e4nde bis 2020 auf ein gesundes Niveau zu bringen.\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/2013\/02\/27\/eu-minister-streiten-uber-fischereireform\/\" target=\"_blank\">Einige Ministertreffen sp\u00e4ter wackelte dieses Fundament bereits heftig<\/a>: Einige Fischereinationen wie Spanien und Frankreich dr\u00fcckten ihre Vorstellungen durch, nach denen beispielsweise unerw\u00fcnschter Beifang weiter \u00fcber Bord gekippt werden darf.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/a62af611-a62af611-gp03q4v.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Supertrawler Carolin \u2013 Beispiel f\u00fcr eine verfehlte EU-Politik, unter der die hochindustrialisierte EU-Flotte die Meere \u2013 wie hier vor Westafrika \u2013 pl\u00fcndern darf.<br>\u00a9 Pierre Gleizes \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Eine Einigung mit dem Ministerrat, wie sie sich Frau Rodust w\u00fcnscht, ist w\u00fcnschenswert. Aber nicht um jeden Preis. Nach dem Inkrafttreten des Lissabonvertrages sollen \u2013 f\u00fcr den Fischereibereich \u2013 die&nbsp;<a href=\"http:\/\/cfp-reformwatch.eu\/de\/2010\/05\/the-role-of-the-european-parliament\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Machtverh\u00e4ltnisse zwischen den Fischereiministern und dem Parlament gleichm\u00e4ssig verteilt sein<\/a>. Hoffen wir also, dass das EU-Parlament heute und morgen nicht vor dem Rat kuscht und einer halbherzigen Reform zustimmt, die das \u00dcberfischungsproblem nicht l\u00f6sen wird.&nbsp;<a href=\"http:\/\/blog.greenpeace.de\/blog\/2013\/05\/13\/zu-gast-bei-der-eu-was-die-europaische-fischereipolitik-fur-die-kleinfischer-bedeutet\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Auch die Zukunft der Kleinfischer steht auf dem Spiel<\/a>. Die Trilogverhandlungen sind f\u00fcr Dienstag und Mittwoch Abend angesetzt und finden hinter verschlossener T\u00fcr statt, wir werden \u00fcber den Ausgang berichten, sobald Informationen vorliegen.<\/p>\n\n<p>So n\u00f6tig der europ\u00e4ische Meeresschutz die CFP-Reform braucht \u2013 so wenig ist die Mogelpackung des Ministerrats f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre zu akzeptieren.<\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-image\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/72356613-72356613-gp03d9x.jpg\" alt=\"\"\/><figcaption>Bereits 2011 protesstierte Greenpeace in Bremerhaven gegen die Fangpraktiken der \u00abJan Maria\u00bb.<br>\u00a9 Marcus Meyer \/ Greenpeace<\/figcaption><\/figure>\n\n<p>Es gibt gen\u00fcgend Beispiele f\u00fcr eine v\u00f6llig verfehlte EU-Fischereipolitik, die auf Kosten der Meeresumwelt den Grossen gibt und den Kleinen nimmt. Vor einigen Tagen haben Greenpeace-Aktivisten an einem der riesigen Fangschiffe vor der niederl\u00e4ndischen K\u00fcste protestiert. Der Grund: Die\u00a0<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/deutsches-skandal-schiff-jan-maria-fischfang-\/blog\/45295\/\" target=\"_blank\">\u00abJan Maria\u00bb hat regelm\u00e4ssig im grossen Stil Hering \u00fcber Bord geworfen<\/a>, um Platz f\u00fcr besser verkaufbaren Fisch zu schaffen. Nichtsdestotrotz darf das deutsche Schiff weiter die Meere pl\u00fcndern, obwohl die Untersuchungen der Beh\u00f6rden l\u00e4ngst nicht abgeschlossen sind. Die Reederei hat \u00fcbrigens unter der bisherigen EU-Fischereipolitik grossz\u00fcgig aus den F\u00f6rdert\u00f6pfen gesch\u00f6pft, um ihre Flotte an Supertrawlern zu modernisieren.\u00a0<\/p>\n\n<p><strong>Zeit, dass sich etwas \u00e4ndert!<\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>100&#8217;000 Menschen fordern eine nachhaltige EU-Fischereipolitik, unter der sich die \u00fcberfischten Best\u00e4nde bis 2020 erholen k\u00f6nnen \u00a9 Philip Reynaers \/ Greenpeace Rund 100&#8217;000 Menschen haben sich bereits an unserer Petition&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":12471,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[41],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-12469","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-meer","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12469","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12469"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12469\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12471"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12469"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12469"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12469"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=12469"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=12469"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}