{"id":12475,"date":"2013-05-28T00:00:00","date_gmt":"2013-05-27T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12475\/arktis-erwaermung-bringt-forscher-in-lebensgefahr\/"},"modified":"2019-05-30T11:35:56","modified_gmt":"2019-05-30T09:35:56","slug":"arktis-erwaermung-bringt-forscher-in-lebensgefahr","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12475\/arktis-erwaermung-bringt-forscher-in-lebensgefahr\/","title":{"rendered":"Arktis-Erw\u00e4rmung bringt Forscher in Lebensgefahr"},"content":{"rendered":"<p><b>Wie sich das anf\u00fchlt, wenn man buchst\u00e4blich den Boden unter den F\u00fcssen verliert, bekommen derzeit die sechzehn Arktisforscher der russischen Nordpol-Station SP-40 zu sp\u00fcren. Wegen der zunehmenden Erw\u00e4rmung der Arktis zerbricht die Eisscholle, auf der sich ihr Forschungslager befindet. Eine lebensgef\u00e4hrliche Situation &#8211; zur Evakuierung des Camps bleibt nur wenig Zeit.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Wie sich das anf\u00fchlt, wenn man buchst\u00e4blich den Boden unter den F\u00fcssen verliert, bekommen derzeit die sechzehn Arktisforscher der russischen Nordpol-Station SP-40 zu sp\u00fcren. Wegen der zunehmenden Erw\u00e4rmung der Arktis zerbricht die Eisscholle, auf der sich ihr Forschungslager befindet. Eine lebensgef\u00e4hrliche Situation &#8211; zur Evakuierung des Camps bleibt nur wenig Zeit.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7b76905b-7b76905b-gp03c09.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/7b76905b-7b76905b-gp03c09.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 28. Mai 2013<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            \u00a9 Bernd Roemmelt\/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Der russische Atom-Eisbrecher Jamal soll sich Ende Mai aus Murmansk auf den Weg zu der Forschungsstation machen. Zehn Tage wird die Fahrt dauern, es k\u00f6nnte eine Rettung in letzter Sekunde werden. Wie der Leiter der Forschungssation, Wladimir Sokolow, mitteilte, nehmen die Risse in der zwei bis vier Meter dicken Eisscholle dramatisch zu. Nicht nur das Leben der Forscher ist in Gefahr: Sollte der Abbau der Station nicht rechtzeitig gelingen, droht die Freisetzung von Schmier\u00f6len und Abf\u00e4llen.<\/p>\n<p>Die Forschungsstation war erst im Oktober 2012 errichtet worden. Greenpeace-\u00d6lexperte J\u00f6rg Feddern kommentiert ihr vorzeitiges Ende: \u00abDie dramatische Situation auf der russischen Forschungsstation in der Arktis ist eine Warnung an alle, die k\u00fcnftig die Rohstoffe der Region ausbeuten wollen. Die Bedingungen vor Ort sind nicht kalkulierbar, jederzeit kann es durch Wetterumschw\u00fcnge zu gef\u00e4hrlichen Situationen kommen. Geplante \u00d6lbohrungen sind angesichts dieser Gefahren verantwortungslos und m\u00fcssen gestoppt werden. \u00bb<\/p>\n<p>Schon seit 80 Jahren betreibt Russland treibende Forschungsstationen im Nordpolarmeer. Diese dienen auch der Erkundung von Bodensch\u00e4tzen, die in der Arktis vermutet werden: \u00d6l, Gas und seltene Erden. Der russische Staatskonzern Gazprom betreibt in der Petschorasee bereits die \u00d6l-Bohrinsel Prirazlomnaya, die in diesem Jahr die F\u00f6rderung aufnehmen k\u00f6nnte. Greenpeace-Aktivisten &#8211; unter ihnen auch der Greenpeace-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kumi Naidoo &#8211; hatten 2012 mit Schlauchbooten an der Plattform protestiert.<\/p>\n<p>In Folge der globalen Erw\u00e4rmung sind immer gr\u00f6ssere Gebiete des Nordpolarmeers im Sommer eisfrei. Staaten und \u00d6lkonzerne wollen diese Ver\u00e4nderungen nutzen, um neue \u00d6l- und Gasvorr\u00e4te und k\u00fcrzere Seewege zu erschliessen. Anstatt die Zeichen der Zeit zu erkennen und einen nachhaltigen, zukunftsorientierten Weg der Energieversorgung einzuschlagen, setzt die Industrie weiter auf fossile Energien wie \u00d6l und heizt die Zerst\u00f6rung einer der letzten unber\u00fchrten Regionen der Erde weiter an. Deshalb fordert Greenpeace ein Verbot der industriellen Ausbeutung der Arktis.<\/p>\n<p>Unter den Arktis-Anrainerstaaten ist eine Auseinandersetzung um die staatenlosen Arktis-Gebiete entbrannt. In einer symbolischen Aktion hatte ein U-Boot 2007 eine russische Flagge aus Titan am Nordpol befestigt. Greenpeace fordert, dass in den internationalen Gew\u00e4ssern der hohen Arktis ein Schutzgebiet errichtet wird, das die Arktis vor der Annexion einzelner Staaten bewahrt.<\/p>\n<p>Innerhalb eines knappen Jahres haben sich bereits 3 Millionen Menschen unserer Bewegung f\u00fcr eine gesch\u00fctzte Arktis angeschlossen. <a href=\"http:\/\/www.savethearctic.org\/\">Werden auch Sie Teil dieser weltweiten Bewegung!<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wie sich das anf\u00fchlt, wenn man buchst\u00e4blich den Boden unter den F\u00fcssen verliert, bekommen derzeit die sechzehn Arktisforscher der russischen Nordpol-Station SP-40 zu sp\u00fcren. 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