{"id":12517,"date":"2013-05-21T00:00:00","date_gmt":"2013-05-20T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12517\/enttaeuschend-verhandlungsergebnis-der-eu-minister-zur-fischereireform\/"},"modified":"2019-05-30T11:37:26","modified_gmt":"2019-05-30T09:37:26","slug":"enttaeuschend-verhandlungsergebnis-der-eu-minister-zur-fischereireform","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12517\/enttaeuschend-verhandlungsergebnis-der-eu-minister-zur-fischereireform\/","title":{"rendered":"Entt\u00e4uschend: Verhandlungsergebnis der EU-Minister zur Fischereireform"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"\/austria\/community_images\/79\/245179\/79069_128121.jpg\" alt=\"\"><\/p>\n<p>Ein 36-st\u00fcndiger Verhandlungsmarathon der EU-Fischereiminister endete in Br\u00fcssel mit einem entt\u00e4uschenden Ergebnis. Die 27 Minister kamen erneut zusammen, um sich auf eine gemeinsame Position zur Fischereireform in Europa zu einigen. Denn zum ersten Mal seit 10 Jahren werden die europ\u00e4ischen Fischereiregeln \u00fcberarbeitet \u2013 in einem langwierigen politischen Prozess.<\/p>\n<p>Nach dem Ministerkonsens sollen die Fangquoten zwar tats\u00e4chlich so festgelegt werden, dass die Fischbest\u00e4nde nachhaltig auf einem stabilen Niveau bleiben. Doch was dann in Br\u00fcssel beschlossen wurde, ist noch l\u00e4ngst nicht genug, um eine Wende bei der europ\u00e4ischen Fischerei zu sichern. Vor allem die L\u00e4nder Spanien, Frankreich, Portugal, Griechenland und Belgien standen den Verhandlungen um eine nachhaltige Reform im Weg. Sie wollten sich auf kein Datum festlegen, zu dem die \u00fcberfischten Best\u00e4nde in Europa wieder auf eine nachhaltige Bestandsgr\u00f6sse gebracht werden sollten. Greenpeace fordert Massnahmen, mit denen sich die gef\u00e4hrdeten Best\u00e4nde bis 2020 erholt haben werden.<\/p>\n<p>Auch die Schlupfl\u00f6cher beim R\u00fcckwurf-Verbot von unerw\u00fcnscht gefangenem Fisch gehen vor allem auf das Konto dieser Staaten. Denn der gemeinsame Beschluss der Fischereiminister sieht vor, dass essbarer Fisch weiter \u00fcber Bord geworfen werden darf. Die Minister wollen den R\u00fcckwurf von f\u00fcnf Prozent Beifang erlauben. Dabei hatte das <a title=\"Gemeinsame Europ\u00e4ische Fischereipolitik\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Meer\/was-wir-tun\/Fischereipolitik-in-Europa\/Gemeinsamen-EU-Fischereipolitik\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">EU-Parlament eine fortschrittliche und begr\u00fcssenswerte Vorlage<\/a> geliefert und sich f\u00fcr ein R\u00fcckwurfverbot ausgesprochen \u2013 eine Position, die wir unterst\u00fctzen!<\/p>\n<p>Schweden war \u00fcbrigens das einzige Land, das seine Zustimmung zu dem wenig ambitionierten Ergebnis der Ministerverhandlungen verweigerte.<\/p>\n<h4>Wesentliche Nachbesserungen n\u00f6tig<\/h4>\n<p>Das gr\u00f6sste Problem wurde aber nicht konsequent angegangen: Die \u00fcberdimensionierte europ\u00e4ische Fangflotte soll weiter die Meere pl\u00fcndern. In der Zwischenzeit geht die \u00dcberfischung also weiter. Mir fehlt in den Verhandlungen zudem ein klares Signal f\u00fcr die umweltschonende kleinskalige Fischerei. Gerade die Kleinfischer finden wenig politisches Geh\u00f6r und doch wird die Reform sie massgeblich betreffen. In diesen Wochen bin ich an Bord der \u00ab<a title=\"Arctic Sunrise\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/unsere-flotte\/arctic-sunrise\/\">Arctic Sunrise<\/a>\u00bb, um mich gemeinsam mit nachhaltig arbeitenden Fischern aus Spanien und Frankreich f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Meer\/was-wir-tun\/meere-einsatzorte\/Europa\/\">Belange der Kleinfischerei einzusetzen<\/a>.<\/p>\n<h4>Die n\u00e4chsten Schritte<\/h4>\n<p>Immerhin: Die Fischereiminister waren in einigen Punkten zu Zugest\u00e4ndnissen an die EU-Parlamentsvorlage bereit. Der Weg zu einer gemeinsamen Entscheidung ist also noch nicht versperrt, denn das aktuelle Ergebnis muss noch mit dem europ\u00e4ischen Parlament abgestimmt werden. Dieses hatte bereits im Februar eine sehr fortschrittliche Position unter anderem zu Beifang, R\u00fcckwurf und Subventionen bezogen, die weit \u00fcber den heute vorgelegten Minister-Vorschlag hinausgeht. Jetzt liegt es an der Durchsetzungskraft der EU-Parlamentarier. Der Ausgang der Reformverhandlungen ist weiterhin offen.<\/p>\n<p>Thilo Maack, Meereskampaigner bei Grenpeace Deutschland<\/p>\n<h3 style=\"text-align: center;\">Schicke jetzt noch ein Papierboot zu den Fischereiministern, um den Druck zu erh\u00f6hen.<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/myboat.gp\/index.php\/ch\" target=\"_self\" rel=\"noopener noreferrer\"><img decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" title=\"Unterst\u00fctzen Sie die nachhaltige Fischerei\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/027a86c8-027a86c8-papierboot.jpg\" alt=\"Unterst\u00fctzen Sie die nachhaltige Fischerei\" width=\"300\"><\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein 36-st\u00fcndiger Verhandlungsmarathon der EU-Fischereiminister endete in Br\u00fcssel mit einem entt\u00e4uschenden Ergebnis. 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