{"id":12529,"date":"2013-05-22T00:00:00","date_gmt":"2013-05-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12529\/einschlagstopp-in-indonesiens-waeldern-verlaengert\/"},"modified":"2019-05-30T11:37:45","modified_gmt":"2019-05-30T09:37:45","slug":"einschlagstopp-in-indonesiens-waeldern-verlaengert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12529\/einschlagstopp-in-indonesiens-waeldern-verlaengert\/","title":{"rendered":"Einschlagstopp in Indonesiens W\u00e4ldern verl\u00e4ngert"},"content":{"rendered":"<p><b>Zoom<\/p>\n<p>        Mittwoch, 22. Mai 2013<\/p>\n<p>            Palm\u00f6l-Plantage im S\u00fcdwesten von Borneo (Kalimantan). In Indonesien werden die Regenw\u00e4lder gerodet, um Platz f\u00fcr \u00d6lpalmen zu schaffen. Nebeneffekt: Es entweichen massive Mengen klimasch\u00e4dliches CO2 und treiben den Klimawandel an.<br \/>\n\u00a9 Greenpeace<\/p>\n<p>Indonesien verl\u00e4ngert das Moratorium auf Einschlag in Prim\u00e4rw\u00e4ld. Wichtig f\u00fcr den Waldschutz &#8211; aber immer noch nicht genug. Denn grosse Palm\u00f6lkonzerne sind immer noch in die Zerst\u00f6rung indonesischer Regenw\u00e4lder verwickelt, wie ein Greenpeace-Report zeigt. Auch der indonesische Branchenriese \u00abDuta Palma\u00bb vernichtet auf Sumatra und Borneo systematisch sch\u00fctzenswerten Wald.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong><\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4bc9acb6-4bc9acb6-4806b5c681.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/4bc9acb6-4bc9acb6-4806b5c681.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Mittwoch, 22. Mai 2013<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Palm\u00f6l-Plantage im S\u00fcdwesten von Borneo (Kalimantan). In Indonesien werden die Regenw\u00e4lder gerodet, um Platz f\u00fcr \u00d6lpalmen zu schaffen. Nebeneffekt: Es entweichen massive Mengen klimasch\u00e4dliches CO2 und treiben den Klimawandel an.<br \/>\n\u00a9 Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Indonesien verl\u00e4ngert das Moratorium auf Einschlag in Prim\u00e4rw\u00e4ld. Wichtig f\u00fcr den Waldschutz &#8211; aber immer noch nicht genug. Denn grosse Palm\u00f6lkonzerne sind immer noch in die Zerst\u00f6rung indonesischer Regenw\u00e4lder verwickelt, wie ein <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Report zeigt. Auch der indonesische Branchenriese \u00abDuta Palma\u00bb vernichtet auf Sumatra und Borneo systematisch sch\u00fctzenswerten Wald.<\/strong><\/p>\n<p><dfn lang=\"en\">Update<\/dfn> vom 15.5.13: Die indonesische Regierung hat am 13. Mai verk\u00fcndet, das bestehende Wald-Moratorium um zwei Jahre zu verl\u00e4ngern. Die Verl\u00e4ngerung ist wichtig und notwendig, um der fortschreitenden Zerst\u00f6rung wertvoller W\u00e4lder in Indonesien entgegenzutreten. Dennoch bleibt das Moratorium weiterhin zu schwach. Wie aktuelle <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Recherchen wie der \u00abDirty Business\u00bb -Report zeigen, reicht es nicht aus, nur den aktuellen Status Quo zu erhalten, um alle verbleibenden wertvollen W\u00e4lder Indonesiens zu sch\u00fctzen. Es muss auf alle noch erhaltenen Regen- und Torfw\u00e4lder ausgedehnt werden und darf sich nicht nur auf Prim\u00e4rw\u00e4lder beschr\u00e4nken. Ausserdem m\u00fcssen bestehende Konzessionen \u00fcberpr\u00fcft und die Transparenz bei der Vergabe und Kontrolle von Lizenzen verbessert werden. Ben\u00f6tigt wird dar\u00fcber hinaus eine verl\u00e4ssliche und pr\u00e4zise Landnutzungsplanung, die sch\u00fctzenswerte W\u00e4lder dauerhaft erh\u00e4lt. <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> fordert daher von der indonesischen Regierung, entsprechende Massnahmen zu ergreifen, um das Moratorium endlich zu einem wirksamen Instrument gegen die Regenwaldzerst\u00f6rung zu machen. Die norwegische Regierung, die Indonesien mit bis zu 1 <abbr title=\"Milliarde\">Mrd.<\/abbr> <abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">US<\/abbr>-Dollar f\u00fcr Klimaschutzma\u00dfnahmen unterst\u00fctzt, muss sich ebenfalls daf\u00fcr einzusetzen, das Moratorium zu st\u00e4rken und nicht nur zu verl\u00e4ngern.<\/p>\n<h3>Dirty Business &#8211; das schmutzige Gesch\u00e4ft der Palm\u00f6lriesen<\/h3>\n<p>In einem Bericht hat <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span> mit einem Vergleich von Satellitenaufnahmen aus den Jahren 2002 bis 2012 die systematische Zerst\u00f6rung belegt. Die betroffenen W\u00e4lder stellten einen wichtigen R\u00fcckzugsraum f\u00fcr die letzten, freilebenden Tiger Sumatras dar und waren zudem besonders bedeutsam f\u00fcr den Klimaschutz. Sie wuchsen auf meterdicken Torfb\u00f6den, die besonders viel klimasch\u00e4dliches <abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr> speichern, das durch Rodung und Entw\u00e4sserung wieder in die Atmosph\u00e4re freigesetzt wird und so den Klimawandel anheizt. Zudem lagen die W\u00e4lder in einem Gebiet, das offiziell nicht zur Rodung freigegeben ist und zudem durch das Moratorium, welches die indonesische Regierung im Mai 2011 angewiesen hat, gesch\u00fctzt ist. Auch in den Fall verwickelt: Wilmar, der gr\u00f6\u00dfte Palm\u00f6lh\u00e4ndler weltweit und ebenfalls ein gro\u00dfer Produzent. Dem Konzern wurden von Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen schon mehrfach Regenwaldzerst\u00f6rung und Verletzung von Landrechten vorgeworfen. Wilmar hat sich bisher nie \u00f6ffentlich von seinem Handel mit Palm\u00f6l von Duta Palma distanziert.<\/p>\n<p>Zum englischsprachigen Report: <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/Global\/international\/publications\/forests\/2013\/Dirty-Business.pdf\" rel=\"external_link noopener noreferrer\" target=\"_blank\">A dirty business<\/a><\/p>\n<h3>Ein schwaches B\u00fcndnis f\u00fcr den Waldschutz: Der RSPO<\/h3>\n<p>Besonders pikant: Beide Unternehmen sind Mitglieder des RSPO (Runder Tisch f\u00fcr nachhaltiges Palm\u00f6l), einem Zusammenschluss von Akteuren der Palm\u00f6lbranche, zum Gro\u00dfteil Produzenten, H\u00e4ndler und Abnehmer. Ziel des RSPO ist, die Palm\u00f6lproduktion umweltvertr\u00e4glicher zu gestalten. Doch sind die Kriterien f\u00fcr die \u00abnachhaltige\u00bb Palm\u00f6lproduktion \u00e4usserst schwach und verhindern nicht, dass \u00f6kologisch wertvolle Gebiete abgeholzt und die Landrechte indigener V\u00f6lker verletzt werden. Daran hat auch ihre k\u00fcrzlich abgeschlossene \u00dcberarbeitung nichts ge\u00e4ndert. Denn Ende April haben die Mitglieder des RSPO einen <a href=\"http:\/\/www.rspo.org\/file\/PnC_RSPO_Rev1.pdf\">aktualisierten Kriterienkatalog<\/a> beschlossen. Dieser entt\u00e4uscht aus Sicht vieler Umweltverb\u00e4nde: Nach wie vor sind wertvolle Regen- und Torfw\u00e4lder nicht f\u00fcr Plantagen tabu, auch eine Bilanz der durch die Anlage neuer Plantagen entstehenden <abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen bleibt bis Ende 2016 eine freiwillige Massnahme. Gef\u00e4hrlichste Pestizide d\u00fcrfen weiterhin eingesetzt werden. Selbst diese schwachen Kriterien verletzen RSPO-Mitglieder wie Duta Palma offenbar, wie nicht nur der aktuelle Fall, sondern auch direkte Beschwerden an das RSPO Sekretariat aus anderen Duta Palma Konzessionen zeigen. Immer wieder geht es um auch nach RSPO-Kriterien untersagte Brandrodung, um die Umwandlung von W\u00e4ldern mit besonders grosser Bedeutung f\u00fcr die Artenvielfalt, sogenannter High Conservation Value Forest.<\/p>\n<h3>Was muss passieren?<\/h3>\n<p>Die Regenw\u00e4lder S\u00fcdostasiens gelten als eins der artenreichsten \u00d6kosysteme der Erde. Sie sind Heimat unz\u00e4hliger Tier- und Pflanzenarten. Einige, wie <abbr title=\"zum Beispiel\">z.B.<\/abbr> der Orang-Utan, kommen nur hier vor. Doch diese Vielfalt ist bedroht und viele Arten sind vom Aussterben bedroht. Denn allein in Indonesian bedecken Palm\u00f6lplantagen bereits \u00fcber acht Millionen Hektar und st\u00e4ndig fallen weitere W\u00e4lder den Kettens\u00e4gen und Bulldozern zum Opfer. Der Palm\u00f6l- und der Papiersektor sind laut der indonesischen Regierung die gr\u00f6ssten Treiber der Entwaldung. Um die verbleibenden Regenw\u00e4lder Indonesiens dauerhaft zu bewahren, sind unter anderem folgende Ma\u00dfnahmen dringend notwendig: Die indonesische Regierung muss im Mai das auslaufende Moratorium verl\u00e4ngern und es von den schon jetzt gesch\u00fctzten Urw\u00e4ldern auch auf Sekund\u00e4r-W\u00e4lder ausweiten. Seine Einhaltung muss effektiver \u00fcberwacht und eingefordert werden. Bestehende Konzessionen mit Waldanteilen \u2013 zurzeit nicht vom Moratorium betroffen \u2013 m\u00fcssen auf den Pr\u00fcfstand.<\/p>\n<h3>Mit gutem Beispiel voran<\/h3>\n<p>Da die RSPO-Kriterien weiterhin unzureichend sind, m\u00fcssen die einzelnen Unternehmen dar\u00fcber hinaus gehen. Mit gutem Beispiel geht seit 2011 der Palm\u00f6lkonzern GAR, eine Tochter der Sinar Mas-Gruppe, voran. Die durch eine <span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Kampagne ausgel\u00f6sten K\u00fcndigungen gro\u00dfer Palm\u00f6labnehmer brachten den Konzern dazu, ihre Unternehmenspolitik anzupassenund sich Kriterien aufzuerlegen, die jegliche Umwandlung von Regen- und Torfw\u00e4ldern in Plantagen untersagen. Palm\u00f6labnehmer m\u00fcssen diese Zusagen auch von ihren eigenen Lieferanten fordern, um Regenwaldzerst\u00f6rung aus ihrer Lieferkette auszuschliessen.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zoom Mittwoch, 22. Mai 2013 Palm\u00f6l-Plantage im S\u00fcdwesten von Borneo (Kalimantan). In Indonesien werden die Regenw\u00e4lder gerodet, um Platz f\u00fcr \u00d6lpalmen zu schaffen. 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