{"id":12702,"date":"2013-04-17T00:00:00","date_gmt":"2013-04-16T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12702\/bienenschuetzerinnen-und-bienenschuetzer-klagen-an-syngenta-pesticides-kill-bees\/"},"modified":"2019-07-09T14:56:35","modified_gmt":"2019-07-09T12:56:35","slug":"bienenschuetzerinnen-und-bienenschuetzer-klagen-an-syngenta-pesticides-kill-bees","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12702\/bienenschuetzerinnen-und-bienenschuetzer-klagen-an-syngenta-pesticides-kill-bees\/","title":{"rendered":"Bienensch\u00fctzerinnen und Bienensch\u00fctzer klagen an: \u00abSyngenta Pesticides Kill Bees!\u00bb"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Heute fr\u00fch sind Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten der Basler Firma Syngenta auf Dach und Fassade gestiegen. Der Agrochemiekonzern leugnet systematisch, dass seine Pestizide Bienen t\u00f6ten. \u00abSyngenta Pesticides Kill Bees!\u00bb ist denn auch der Bannerspruch, den die Bienensch\u00fctzerinnen und Bienensch\u00fctzer dem Syngenta-Hauptsitz verpasst haben.<\/strong><\/p>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.bienenschutz.ch\/\">Seit etwa 15 Jahren sterben Bienen in Europa und Nordamerika in besorgniserregendem Ausmass.<\/a>&nbsp;Je nach Jahr und Region betr\u00e4gt die Sterblichkeit der Bienenv\u00f6lker bis zu 53 Prozent. Bienen sind f\u00fcr unser \u00dcberleben zentral: Mindestens ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion h\u00e4ngt von der Best\u00e4ubung durch Bienen und anderen Insekten ab. Der volkswirtschaftliche Wert der von Bienen erbrachten Best\u00e4uberleistung in der Schweiz wird auf j\u00e4hrlich mindestens 260 Millionen Franken gesch\u00e4tzt. Neben Parasiten und Krankheiten, Klimawandel und einem R\u00fcckgang nat\u00fcrlicher Lebensr\u00e4ume sind industrielle Landwirtschafts-Praktiken, insbesondere aber der Einsatz von Pestiziden mitverantwortlich f\u00fcr das verheerende Bienensterben.<\/p>\n\n<p>Die Syngenta-Produkte Actara und Cruiser basieren auf dem Wirkstoff Thiamethoxam, einem der bienensch\u00e4dlichsten Pestizide \u00fcberhaupt. Mit einem Jahresumsatz von 14,2 Milliarden US Dollar ist Syngenta der weltweit gr\u00f6sste Pestizidkonzern. Die Umsatzzahlen f\u00fcr Thiamethoxam, das zur Gruppe der ber\u00fcchtigten Neonicotinoide geh\u00f6rt, h\u00e4lt der Agrarmulti unter Verschluss \u2013 doch das Blockbuster-Bienengift d\u00fcrfte gegen 10 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen. Sie werden zur Saatgutbeizung eingesetzt oder direkt auf die Pflanze gespritzt.&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/eu-studie-pestizide-bedrohen-die-existenz-der\/blog\/43686\/\">Umfassende Studien der Europ\u00e4ischen Beh\u00f6rde f\u00fcr Lebensmittelsicherheit (EFSA)<\/a>&nbsp;sowie&nbsp;<a href=\"http:\/\/bienensterben.ch\/\">eine Mitte April ver\u00f6ffentlichte Greenpeace-Studie belegen<\/a>&nbsp;neben akuten Vergiftungserscheinungen, dass schon eine geringe Dosis bei Bienen zu Flug- und Navigationsproblemen f\u00fchrt, die Fortpflanzungsf\u00e4higkeit und die F\u00e4higkeit f\u00fcr eine effiziente Nahrungssuche reduziert sowie Bienenv\u00f6lker krankheits- oder parasitenanf\u00e4lliger machen kann.<\/p>\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\"><p>&#171;Syngenta geht es um den Profit statt um den Bienenschutz.&#187;<\/p><\/blockquote>\n\n<p>Gegen das Verbot dieser Bienenkiller-Pestizide&nbsp;<a href=\"http:\/\/corporateeurope.org\/pressreleases\/2013\/private-letters-reveal-syngenta-and-bayers-furious-lobbying-against-bee-pesticide\">l\u00e4uft die Agrar-Industrie derzeit Sturm<\/a>. In Frankreich, Deutschland, Slowenien und Italien sind diese Gifte teilweise bereits seit Jahren verboten \u2013 mit sich erholenden Bienenpopulationen und ohne Ernteeinbussen, wie verf\u00fcgbare Zahlen aus Italien belegen. W\u00e4hrend die EU-Kommission offenbar gewillt ist, trotz massivem Widerstand seitens der Industrie weitreichende Restriktionen zu erlassen, verharrt die Schweizer Regierung in Passivit\u00e4t. Landwirtschaftsminister Schneider-Amman scheint sich von den Drohgeb\u00e4rden Syngentas einsch\u00fcchtern zu lassen.<\/p>\n\n<p>Marianne K\u00fcnzle, Landwirtschafts-Expertin bei Greenpeace Schweiz sagt: \u00abSyngenta soll aufh\u00f6ren, Unwahrheiten zu verbreiten. Syngenta geht es um den Profit statt um den Bienenschutz. Das dramatische Sterben von Wild- und Honigbienen ist ein Symptom einer fehlgeleiteten industriellen Landwirtschaft, die haupts\u00e4chlich den Interessen m\u00e4chtiger Konzerne wie Syngenta dient. Damit muss jetzt Schluss sein.\u00bb An Landwirtschaftsminister Schneider-Ammann richtet sie die Forderung: \u00abSch\u00fctzen Sie unsere Bienen und die Landwirtschaft \u2013 verbieten Sie diese Bienenkiller-Pestizide!\u00bb<\/p>\n\n<p>Im Februar hatte Greenpeace zusammen mit Imkern aus der ganzen Schweiz den Beh\u00f6rden in Bern&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/ueber-80000-menschen-verlangen-vom-bundesrat-\/blog\/44067\/\">eine Petition zum Schutz der Bienen \u00fcberreicht.&nbsp;<\/a>Darin unterst\u00fctzen \u00fcber 80\u2019000 Menschen die Forderungen der Umweltorganisation.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; &nbsp; Montag, 15. April 2013 \u00a9 Greenpeace \/Ex-Press\/ Michael W\u00fcrtenberg Heute fr\u00fch sind Greenpeace-Aktivistinnen und -Aktivisten der Basler Firma Syngenta auf Dach und Fassade gestiegen. 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