{"id":127504,"date":"2025-11-07T09:35:36","date_gmt":"2025-11-07T08:35:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=127504"},"modified":"2025-11-07T09:35:40","modified_gmt":"2025-11-07T08:35:40","slug":"micarna-mega-schlachthof-in-st-aubin-greenpeace-und-ecotransition-nehmen-die-entscheidung-des-kantonsgerichts-zur-kenntnis-und-bleiben-hartnaeckig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/127504\/micarna-mega-schlachthof-in-st-aubin-greenpeace-und-ecotransition-nehmen-die-entscheidung-des-kantonsgerichts-zur-kenntnis-und-bleiben-hartnaeckig\/","title":{"rendered":"Micarna-Mega-Schlachthof in St-Aubin: Greenpeace und EcoTransition nehmen die Entscheidung des Kantonsgerichts zur Kenntnis und bleiben hartn\u00e4ckig"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Das Kantonsgericht Freiburg hat am 6. Oktober 2025 die Beschwerde von Greenpeace Schweiz und dem Anwohner Alaric Kohler vom Dezember 2022 gegen die Revision der Ortsplanung (OP) in St-Aubin zur\u00fcckgewiesen. Die Ortsplanung soll Micarna erm\u00f6glichen, in St-Aubin im Kanton Freiburg einen riesigen Gefl\u00fcgelschlachthof zu bauen. Aufgrund der Beschwerde haben die Gemeinde und der Kanton diesen Teil der Ortsplanung aufgegeben. Sie sind der Ansicht, dass die AgriCo-Zone, in welcher der Schlachthof gebaut werden soll, ausschliesslich durch den kantonalen Nutzungsplan (KNP) geregelt wird. Greenpeace Schweiz und Alaric Kohler nehmen zur Kenntnis, dass der umstrittene Artikel der Ortsplanung gestrichen wurde, und verzichten darauf, die Beschwerde an das Bundesgericht zu bringen. Sie bedauern jedoch, dass das Gericht nicht in der Sache entschieden hat.<\/strong><\/p>\n\n<p>\u00abDas Kantonsgericht weist darauf hin, dass die Beschwerde bereits im Jahr 2020 bei der \u00f6ffentlichen Auflage des kantonalen Nutzungsplans h\u00e4tte erhoben werden m\u00fcssen, obwohl zu diesem Zeitpunkt nichts auf den Bau eines riesigen Schlachthofs hindeutete\u00bb, emp\u00f6rt sich Alaric Kohler, Einwohner von St-Aubin und Pr\u00e4sident des Vereins EcoTransition. \u00abWir haben in einem anderen Verfahren nachgewiesen, dass zu diesem Zeitpunkt kleinere Geb\u00e4ude f\u00fcr andere Arten von Unternehmen geplant waren (<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/11\/074b077b-agrico.png\">Anhang A<\/a> zum KNP, 2018, S. 7). Leider stellt das Gericht fest, dass es v\u00f6llig legal war, die Bewohner:innen der Region durch die Verwendung von sehr allgemeinen Begriffen wie \u00abhandwerkliche und industrielle Aktivit\u00e4ten\u00bb im Unklaren zu lassen. Das Hauptargument ist umso \u00fcberraschender, als das Bundesgericht im Verfahren zum Detailausstattungsplan die Beschwerde mit dem gegenteiligen Argument abgelehnt hat: ich h\u00e4tte zu fr\u00fch Beschwerde erhoben.\u00bb<\/p>\n\n<p>\u00abTrotz dieses juristischen R\u00fcckschlags sind wir entschlossen, unser Engagement gegen den Bau des Mega-Schlachthofs fortzusetzen. Dieser l\u00e4uft den Erfordernissen des Klimaschutzes und der Umstellung unseres Ern\u00e4hrungssystems zuwider\u00bb, erkl\u00e4rt Florian Kasser, Rechercheur bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<p>Greenpeace Schweiz hat noch zwei weitere Verfahren h\u00e4ngig: Einerseits m\u00f6chte Greenpeace, gest\u00fctzt auf das \u00d6ffentlichkeitsgesetz, dass der Kaufvertrag zwischen dem Kanton Freiburg und Micarna \u00f6ffentlich zug\u00e4nglich gemacht wird (Beschwerde im<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/108181\/mega-schlachthof-greenpeace-will-transparenz-ueber-landverkauf\/\"> Mai 2024<\/a> auf kantonaler Ebene); andererseits hat Greenpeace Einsprache gegen die Baugenehmigung f\u00fcr das klima- und umweltsch\u00e4dliche Projekt erhoben (<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/110848\/micarna-schlachthof-in-st-aubin-greenpeace-schweiz-erhebt-einsprache-gegen-das-baugesuch\/\">Juli 2024<\/a>).&nbsp;<\/p>\n\n<p>\u00abMigros beharrt darauf, dass der Bau eines riesigen Schlachthofs ein innovatives und nachhaltiges Projekt sei, obwohl der Konsum tierischer Lebensmittel zum Schutz des Klimas und der Umwelt reduziert werden muss\u00bb, erkl\u00e4rt Florian Kasser. Greenpeace wird sich weiterhin unerm\u00fcdlich f\u00fcr ein widerstandsf\u00e4higes, faires und zukunftsf\u00e4higes Ern\u00e4hrungssystem einsetzen, in dem pflanzliche Proteine gef\u00f6rdert werden. Dazu braucht es verbindliche Zielvereinbarungen zwischen dem Bund und dem Detail- und Grosshandel, die dazu f\u00fchren, dass der \u00f6kologische Fussabdruck des Lebensmittelsortiments absolut gesehen sinkt.<\/p>\n\n<p>\u00abWir bedauern insbesondere, dass w\u00e4hrend dieser Verfahren keine grundlegenden \u00dcberlegungen angestellt wurden: Niemand scheint sich ernsthaft mit der Zukunftsf\u00e4higkeit eines industriellen Schlachthofs dieser Gr\u00f6sse angesichts der Klimakrise auseinanderzusetzen oder dar\u00fcber nachzudenken, dass der enorme Wasserbedarf an diesem Standort derzeit nicht gedeckt werden kann\u00bb, schliesst Alaric Kohler.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<p>Das PDF zur Entscheidung des Kantonsgerichts ist auf Anfrage erh\u00e4ltlich.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<p>Greenpeace Schweiz: Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/p>\n\n<p>EcoTransition \u2013 La Broye: Alaric Kohler, Pr\u00e4sident des Vereins, +41 78 737 91 42, <a href=\"mailto:info@ecotransition-labroye.ch\">info@ecotransition-labroye.ch<\/a> (franz\u00f6sischsprachig)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Kantonsgericht Freiburg hat am 6. 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