{"id":127636,"date":"2025-11-18T13:30:00","date_gmt":"2025-11-18T12:30:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=127636"},"modified":"2025-11-18T10:09:09","modified_gmt":"2025-11-18T09:09:09","slug":"klimaschutz-ranking-schweiz-bleibt-ausserhalb-der-top-20","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/127636\/klimaschutz-ranking-schweiz-bleibt-ausserhalb-der-top-20\/","title":{"rendered":"Klimaschutz-Ranking: Schweiz bleibt ausserhalb der Top 20"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Zwar verbessert sich die Schweiz im aktuellen <\/strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/11\/2102277c-ccpi_2026_results_long.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\"><strong>Climate Change Performance Index<\/strong><\/a><strong> (CCPI) um sieben Pl\u00e4tze im Vergleich zum Vorjahr. Mit Rang 26 d\u00fcmpelt sie aber weiterhin im hinteren Mittelfeld. Verantwortlich daf\u00fcr sind: Die Emissionsreduktion im Ausland statt im Inland sowie ein Stillstand oder gar Fehlentwicklungen in den Bereichen Konsum, Verkehr (insbesondere Luftfahrt), beim Finanzplatz und in der Landwirtschaft.<\/strong><\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die bessere Rangierung ist haupts\u00e4chlich auf die Verabschiedung des Stromgesetzes, des \u00fcberarbeiteten nationalen Klimabeitrags (NDC 2.0) und das Inkrafttreten der Revision des CO2-Gesetzes und des Klimaschutzgesetzes zur\u00fcckzuf\u00fchren.<\/li>\n\n\n\n<li>Der Detailbericht zeigt: Bei allen positiv bewerteten Punkten wurde Potenzial verschenkt.<\/li>\n\n\n\n<li>Die CCPI-Experten kritisieren das Fehlen von Vorschriften f\u00fcr den Verkehrs-, Agrar-, Industrie- und Finanzsektor sowie die fehlenden M\u00f6glichkeiten zur Bek\u00e4mpfung des hohen Verbrauchs.<\/li>\n\n\n\n<li>Die Schweiz muss ihre Ambitionen der Realit\u00e4t anpassen und bis 2035 Netto-Null erreichen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Zitate<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Patrick Hofstetter, Klimaschutz- und Energieexperte WWF Schweiz<\/strong><strong>:<\/strong> \u00abObwohl neue Gesetze wie das Klima- und Stromgesetz eine gute Grundlage f\u00fcr Verbesserungen bieten w\u00fcrden, bleibt die Schweiz im Klimaschutz nur Mittelmass. Neben gravierenden Defiziten etwa im Verkehrs- und Finanzsektor liegt das Hauptproblem darin, dass der Bundesrat starke Gesetze halbherzig umsetzt und damit Penalties vergibt.\u00bb<\/p>\n\n<p><strong>Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace Schweiz:<\/strong>&nbsp; \u00abEin Platz im hinteren Mittelfeld ist der Schweiz nicht w\u00fcrdig. Der Bundesrat muss sein Vorgehen beim Klimaschutz insgesamt \u00fcberdenken. Wir k\u00f6nnten und sollten Energie schlauer nutzen und Erd\u00f6l und Erdgas aus unseren H\u00e4usern und Autos verbannen. Wir sollten unsere Banken aus der F\u00f6rderung der Klimazerst\u00f6rung raushalten und ein klimaschonendes Ern\u00e4hrungssystem f\u00f6rdern. Die L\u00f6sungen sind bekannt. Sie machen uns sicherer und unabh\u00e4ngiger, f\u00f6rdern die lokale Wertsch\u00f6pfung und schonen die Gesundheit.\u00bb&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>CCPI 2026: Verpasste Chance f\u00fcr den Klimaschutz<\/strong><\/h2>\n\n<p>Im Herbst 2023 wurde das Bundesgesetz \u00fcber die sichere Stromversorgung aus erneuerbaren Energiequellen vom Parlament verabschiedet. Das erste der beiden Pakete ist am 1. Januar 2025 in Kraft getreten. Das neue Energiegesetz ist zu begr\u00fcssen,&nbsp; doch die Elektrifizierung schreitet noch zu langsam voran. Ebenfalls kritisch ist der geplante, kostspielige Zubau von konventionellen Reservekapazit\u00e4ten im Umfang von 583 Megawatt.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Mit der Ver\u00f6ffentlichung ihres nationalen Klimabeitrags (NDC 2.0) im Januar hat sich die Schweiz zum Ziel gesetzt, die Emissionen bis 2035 um 65 Prozent zu reduzieren und bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. F\u00fcr ein reiches Land mit hohen historischen Emissionen hat sich die Schweiz ein zu tiefes Ziel gesetzt. Zudem hat die Schweiz noch nicht kommuniziert, welcher Anteil ihrer Emissionen tats\u00e4chlich reduziert werden soll und wie viel davon im Ausland kompensiert werden soll.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Im M\u00e4rz 2024 einigten sich der Nationalrat und der St\u00e4nderat auf eine revidierte Fassung des CO2-Gesetzes, das am 1. Januar 2025 in Kraft tritt. Das Gesetz ist unzureichend umgesetzt und es fehlen zus\u00e4tzliche Massnahmen. Die revidierte Klimapolitik sorgt lediglich daf\u00fcr, dass die bestehenden Instrumente zur Reduktion der CO2-Emissionen weiterhin bestehen.<\/p>\n\n<p>Was es braucht, damit die Schweiz ihren fairen Anteil zum globalen Klimaschutz beitr\u00e4gt, sind wirksame und sozial vertr\u00e4glich ausgestaltete Instrumente, insbesondere im Verkehrs-, Ern\u00e4hrungs- und Finanzsektor. Klimavertr\u00e4gliche Mobilit\u00e4t, Lebensmittel und Finanzprodukte m\u00fcssen zur gesellschaftlichen Norm werden.<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Der <\/strong><a href=\"https:\/\/ccpi.org\/\"><strong>Climate Change Performance Index<\/strong><\/a><strong> (CCPI)&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p>Der von Germanwatch und dem NewClimate Institute ver\u00f6ffentlichte <a href=\"https:\/\/ccpi.org\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Climate Change Performance Index (CCPI)<\/a> ist ein Ranking von 63 L\u00e4ndern sowie der Europ\u00e4ischen Union, die zusammen mehr als 90 Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verursachen. Die vier bewerteten Kategorien sind: Treibhausgasemissionen (40%), erneuerbare Energien (20%), Energieverbrauch (20%) und Klimapolitik (20%). Letztere Kategorie basiert auf Bewertungen durch Expert:innen von Organisationen und Thinktanks aus den jeweiligen L\u00e4ndern. In diesem Jahr haben rund 450 Expert:innen beim Klimaschutz-Ranking mitgemacht.&nbsp;<\/p>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weitere Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/11\/2102277c-ccpi_2026_results_long.pdf\">CCPI Climate Change Performance Index 2026 mit allen Ergebnissen<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2025\/11\/4235dec2-switzerland-\u2013-climate-performance-ranking-2026-_-climate-change-performance-index.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Die Ergebnisse der Schweiz<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<p><strong>Greenpeace Schweiz:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Georg Klingler, Klimaexperte Greenpeace Schweiz, +41 79 785 07 38, <a href=\"mailto:georg.klingler@greenpeace.org\">georg.klingler@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n<p>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/p>\n\n<p><strong>WWF Schweiz:&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Patrick Hofstetter, Klimaschutz- und Energieexperte WWF Schweiz, +41 76 305 67 37, <a href=\"mailto:patrick.hofstetter@wwf.ch\">patrick.hofstetter@wwf.ch<\/a><\/p>\n\n<p>Sebastian Obrist, Mediensprecher WWF Schweiz, +41 44 297 22 11, <a href=\"mailto:sebastian.obrist@wwf.ch\">sebastian.obrist@wwf.ch<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Zwar verbessert sich die Schweiz im aktuellen Climate Change Performance Index (CCPI) um sieben Pl\u00e4tze im Vergleich zum Vorjahr. 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