{"id":12778,"date":"2013-03-06T00:00:00","date_gmt":"2013-03-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12778\/cut-it-out-illegal-logging-in-the-democratic-republic-of-congo\/"},"modified":"2022-03-31T13:19:52","modified_gmt":"2022-03-31T11:19:52","slug":"cut-it-out-illegal-logging-in-the-democratic-republic-of-congo","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12778\/cut-it-out-illegal-logging-in-the-democratic-republic-of-congo\/","title":{"rendered":"Cut it out \u2013 \u00abIllegal Logging in the Democratic Republic of Congo\u00bb"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine neue Greenpeace-Studie zeigt auf, weshalb die Holzwirtschaft in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin ausser Kontrolle ist und welche Konsequenzen dies f\u00fcr die W\u00e4lder, f\u00fcr die Lebensgrundlage der lokalen Bev\u00f6lkerung sowie f\u00fcr den Holzhandel hat. F\u00fcr europ\u00e4ische Holzimporteure ist es seit der gestern in Kraft getretenen EU-Holzverordnung fast unm\u00f6glich, Holz aus dem Kongo zu importieren, ohne die neue Verordnung zu brechen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<p>Seit 2002 besteht ein Moratorium auf die Vergabe neuer Holzeinschlagskonzessionen in der Demokratischen Republik Kongo (DRK). Dieses wird jedoch in grossem Stile unterwandert, indem so genannte \u00abartisanal logging permits\u00bb (handwerkliche Einschlagsgenehmigungen) illegal an industrielle Holzfirmen vergeben werden. Die neue Greenpeace-Studie dokumentiert die Spitze des Eisbergs durch mehrere Felduntersuchungen in den letzten Monaten, sowohl in der Bandundu-Waldprovinz als auch in den Holzumschlagsh\u00e4fen. Die Arbeitsbedingungen bei diesem illegalen Holzeinschlag sind katastrophal, die W\u00e4lder werden gepl\u00fcndert \u00a0und die lokalen Gemeinden haben keinen Nutzen davon. Diese Zust\u00e4nde f\u00fchren zudem zu einer enormen Steuerhinterziehung und lassen Geld versickern, welches dringend f\u00fcr die Bildung oder die Gesundheit des kongolesischen Volkes ben\u00f6tigt w\u00fcrde. Greenpeace fordert die kongolesische Regierung dazu auf, das Moratorium einzuhalten, mehr Transparenz und Kontrolle bei der Vergabe der Einschlagsbewilligungen herzustellen und deren illegale Vergabe zu stoppen.<\/p>\n<p>Auch die unabh\u00e4ngigen Beobachter der Organisation REM konnten aufzeigen, dass die gr\u00f6ssten Holzfirmen in der DRK in illegale Holzwirtschaft verwickelt sind. In dem Bericht liegen Beweise vor, dass die Unternehmen die ihnen zugewiesenen Abholzungsquoten \u00fcberschreiten, Steuern hinterziehen, ohne Betriebsgenehmigungen arbeiten und ihre Buchf\u00fchrung f\u00e4lschen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss REM f\u00e4lschte unter anderem die Firma SODEFOR &#8211; ein Tochterunternehmen der in Liechtenstein registrierten Norsudtimber Group (NST), an welcher die Schweizer Firma Precious Woods eine Minderheitsbeteiligung hat &#8211; Abholzungsmarkierungen und weigerte sich, den ermittelnden Beh\u00f6rden Einsicht in die massgeblichen Dokumente zu gew\u00e4hren. Als weiteres Beispiel \u00fcberschritt die Firma SIFORCO &#8211; welche bis im Fr\u00fchling 2012 in der Hand der in Zug ans\u00e4ssigen Danzer Gruppe war &#8211; die erlaubten Holzschlag-Quoten systematisch und massiv. \u00abHolzfirmen, darunter multinationale Unternehmen, kommen mit v\u00f6lliger Straflosigkeit davon, obwohl sie das kongolesische Gesetz routinem\u00e4ssig missachten\u00bb, sagt Ir\u00e8ne Wabiwa, Waldexpertin von Greenpeace International. \u00abIllegaler Holzeinschlag hat direkte Auswirkungen auf Millionen kongolesischer B\u00fcrger, die f\u00fcr ihren Lebensunterhalt vom Wald abh\u00e4ngig sind.\u00bb<\/p>\n<p>Die neue EU-Holzverordnung (EUTR), die am 3. M\u00e4rz 2013 in Kraft getreten ist, soll illegal gewonnenes Holz vom Markt fernhalten, doch sie erfordert die \u00dcberpr\u00fcfung und Minimierung des Risikos illegaler Holzeinfuhren durch ein effizientes Kontrollsystem. Holz aus dem Kongo ist eindeutig mit sehr hohem Risiko behaftet. Greenpeace bezweifelt deshalb stark, dass Holzh\u00e4ndler in der EU mit Holz aus dem Kongo handeln k\u00f6nnen, ohne die Regeln der EUTR zu brechen. Auch das in die Schweiz importierte Holz l\u00e4uft ausnahmslos via EU-Holzh\u00e4ndler.<\/p>\n<div class=\"events-box big-box left\">\n<div class=\"events-content\">\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Greenpeace-Studie zeigt auf, weshalb die Holzwirtschaft in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin ausser Kontrolle ist und welche Konsequenzen dies f\u00fcr die W\u00e4lder, f\u00fcr die Lebensgrundlage der lokalen Bev\u00f6lkerung&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":12780,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"not set","p4_local_project":"not set","p4_basket_name":"not set","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[40],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-12778","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-wald","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12778","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12778"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12778\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/12780"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12778"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12778"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12778"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=12778"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=12778"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}