{"id":12791,"date":"2013-03-06T00:00:00","date_gmt":"2013-03-05T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12791\/greenpeace-studie-wieviel-fleisch-und-milch-ist-umweltvertraeglich\/"},"modified":"2019-07-04T18:06:55","modified_gmt":"2019-07-04T16:06:55","slug":"greenpeace-studie-wieviel-fleisch-und-milch-ist-umweltvertraeglich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12791\/greenpeace-studie-wieviel-fleisch-und-milch-ist-umweltvertraeglich\/","title":{"rendered":"Greenpeace-Studie: Wieviel  Fleisch und Milch ist umweltvertr\u00e4glich?"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Im neuen Greenpeace-Report\u00a0<\/strong><a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Landwirtschaft\/Wieviel--Fleisch-Milch-und-Co-ist-umweltvertraeglich\/\" target=\"_blank\"><strong>\u00ab\u00d6kologische Nutztierhaltung \u2013 Produktionspotential der Schweizer Landwirtschaft\u00bb<\/strong><\/a><strong>\u00a0sind Kriterien f\u00fcr eine \u00f6kologische und zukunftsf\u00e4hige globale Nutztierhaltung formuliert. Was w\u00fcrde die Anwendung dieser Kriterien f\u00fcr die Schweizer Milch- und Fleischproduktion bedeuten? Trotz beachtlichem Produktionsvolumen muss der Konsum drastisch gesenkt werden.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Erzeugung von tierischen Lebensmitteln braucht mehr Fl\u00e4che und Energie als die Produktion von Getreide oder Gem\u00fcse. Bereits heute beansprucht sie 75 Prozent der globalen Gr\u00fcnland- und Ackerfl\u00e4chen und&nbsp;<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/international\/en\/news\/Blogs\/makingwaves\/feeding-animals-or-feeding-ourselves\/blog\/43949\/\">konkurriert die menschliche Ern\u00e4hrung<\/a>. &nbsp;Die UNO-Ern\u00e4hrungs- und Landwirtschaftsorganisation FAO rechnet bis 2050 mit einer Verdoppelung der Fleisch- und Milchproduktion. Dies braucht zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chen f\u00fcr die Tierfutterproduktion, oft auf Kosten von Savannen oder W\u00e4ldern, aber auch dem Anbau von Lebensmitteln. Auf das Konto von Fleisch, Milch und Co. gehen unter anderem der gr\u00f6sste Teil der landwirtschaftlichen Treibhausgasemissionen und die gr\u00f6ssten Phosphor- und Stickstoffeintr\u00e4ge in B\u00f6den, Gew\u00e4sser und die Luft.<\/p>\n\n<p>Die Schweizer Landwirtschaft nutzt mehr als die H\u00e4lfte der Schweizer Ackerfl\u00e4che f\u00fcr die Tierfutterproduktion, und sie importiert j\u00e4hrlich \u00fcber eine Million Tonnen Futtermittel. Die Nutztierhaltung ist aus dem Ruder gelaufen. Es braucht ein radikales Umdenken.<\/p>\n\n<p>F\u00fcr Greenpeace ist eine Nutztierhaltung unter anderem dann \u00f6kologisch,<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>wenn sich K\u00fche, Ziegen oder Schafe praktisch ausschliesslich von Gras ern\u00e4hren,<\/li><li>wenn Schweine- und H\u00fchnerfutter aus Nebenprodukten der Lebensmittelverarbeitung stammt,<\/li><li>eine dadurch viel tiefere Anzahl Nutztiere viel weniger Treibhausgasemissionen produziert,<\/li><li>\u00c4cker- und Gr\u00fcnland mit organischem D\u00fcnger von Nutztieren ged\u00fcngt und auf synthetische D\u00fcngemittel und chemische Pflanzenschutzmittel verzichtet wird<\/li><li>wenn in L\u00e4ndern wie der Schweiz der Fleisch- und Milchkonsum drastisch sinkt.<\/li><\/ul>\n\n<p>Oben genannte Kriterien angewendet, stehen im Jahr 2050 pro Kopf weltweit noch 12 kg Fleisch (Schlachtgewicht) und 25 kg Milch zur Verf\u00fcgung. Heute liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Kopf und Jahr bei 40 kg Fleisch (Schlachtgewicht) und 80 kg Milch, in der Schweiz sind es 75 kg Fleisch und 380 kg Milch.<\/p>\n\n<p>Wie viele tierische und auch pflanzliche Produkte k\u00f6nnte die Schweizer Landwirtschaft heute und im Jahr 2050 pro Kopf und Jahr nach den Kriterien von Greenpeace \u2013 unter Ber\u00fccksichtigung des Bev\u00f6lkerungsanstiegs, keinen zus\u00e4tzlichen Leistungssteigerungen bei Nutztieren, gleich viel oder weniger vorhandenem Landwirtschaftsland, gleich hohen oder h\u00f6heren Ertr\u00e4gen im Pflanzenbau \u2013 erzeugen?<\/p>\n\n<p>Nach strengen \u00f6kologischen Kriterien kann die Schweizer Landwirtschaft im Jahr 2050 pro Kopf und Jahr bis zu 71 Prozent der heutigen Milchmenge (320 kg anstatt heute 450 kg pro Kopf\/Jahr) produzieren. Verkaufsfertiges Fleisch sinkt auf 41 Prozent des heutigen Angebots, anstatt heute 44 kg sind dies noch 18 kg Fleisch.&nbsp; Die Zusammensetzung der 18 kg Fleisch schaut anders aus: mehr Rind, weniger Schwein, kein Huhn. W\u00e4hrend &nbsp;noch 73 Prozent der heutigen Rindfleischmenge produziert werden (9 anstatt heute 13 kg verkaufsfertiges Rindfleisch), sinkt die Schweinefleischproduktion auf bis zu 32 Prozent (8 anstatt heute 24 kg verkaufsfertiges Schweinefleisch). Mastpoulet verschwindet ganz vom Speisezettel. Hingegen sind von den \u00f6kologisch genutzten Ackerfl\u00e4chen beachtliche Getreide-, Kartoffel- und Gem\u00fcseertr\u00e4ge zu erwarten.<\/p>\n\n<p>\u00abDiese Ergebnisse zeigen, dass die Schweizer Landwirtschaft auch unter strengen \u00f6kologischen Vorgaben hohe Mengen an tierischen und pflanzlichen Nahrungsmitteln produzieren kann. Auf Verbraucherseite braucht es aber auch die Einsicht, dass mit weniger Fleisch der Genuss einen h\u00f6heren Stellenwert erh\u00e4lt\u00bb, sagt Marianne K\u00fcnzle von Greenpeace Schweiz.Die Realisierung einer \u00f6kologischen Nutztierhaltung im Rahmen einer umfassenden \u00f6kologischen Agrarproduktion ist machbar. Dazu braucht es aber zus\u00e4tzliche Investitionen zum Erhalt der Landwirtschaftsfl\u00e4che, f\u00fcr die Forschung und Entwicklung in Pflanzenbau und der Nutztierhaltung sowie unterst\u00fctzende politische Rahmenbedingungen f\u00fcr die Betriebe.<\/p>\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Infos:<\/strong><\/h3>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Publikationen\/Landwirtschaft\/Wieviel--Fleisch-Milch-und-Co-ist-umweltvertraeglich\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Deutsche Zusammenfassung der Studie<\/a><\/p>\n\n<p><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Oeko_Nutztierhaltung.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vollst\u00e4ndige Studie<\/a><\/p>\n\n<p><a href=\"http:\/\/www.google.ch\/url?sa=t&amp;rct=j&amp;q=&amp;esrc=s&amp;source=web&amp;cd=1&amp;cad=rja&amp;ved=0CDEQFjAA&amp;url=http%3A%2F%2Fwww.greenpeace.org%2Finternational%2FGlobal%2Finternational%2Fpublications%2Fagriculture%2F2013%2FEcological-Livestock.pdf&amp;ei=V605UZLAEuWL4gSUxYGACg&amp;usg=AFQjCNHhrk7c9MAbznWtrxLps23yCE9v7w&amp;bvm=bv.43287494,d.bGE\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Vollst\u00e4ndige Studie (Englisch)<\/a><br><\/p>\n\n<figure class=\"wp-block-embed-issuu wp-block-embed is-type-rich is-provider-issuu\"><div class=\"wp-block-embed__wrapper\">\n<div data-url=\"https:\/\/issuu.com\/greenpeaceinternational\/docs\/ecological-livestock\" style=\"width: 500px; height: 353px;\" class=\"issuuembed\"><\/div><script type=\"text\/javascript\" src=\"\/\/e.issuu.com\/embed.js\" async=\"true\"><\/script>\n<\/div><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp; Mittwoch, 27. Februar 2013 \u00a9 Mauricio Bustamante \/ Greenpeace Im neuen Greenpeace-Report \u00ab\u00d6kologische Nutztierhaltung \u2013 Produktionspotential der Schweizer Landwirtschaft\u00bb sind Kriterien f\u00fcr eine \u00f6kologische und zukunftsf\u00e4hige globale Nutztierhaltung formuliert.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":23,"featured_media":31575,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[50],"p4-page-type":[75],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-12791","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-klima","p4-page-type-story"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12791","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/23"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=12791"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/12791\/revisions"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/31575"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=12791"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=12791"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=12791"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=12791"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=12791"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}