{"id":127917,"date":"2025-12-10T09:00:00","date_gmt":"2025-12-10T08:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=127917"},"modified":"2025-12-10T08:22:38","modified_gmt":"2025-12-10T07:22:38","slug":"umweltverbaende-sagen-ja-zum-stromabkommen-und-fordern-klare-oekologische-leitplanken-fuer-die-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/127917\/umweltverbaende-sagen-ja-zum-stromabkommen-und-fordern-klare-oekologische-leitplanken-fuer-die-energiewende\/","title":{"rendered":"Umweltverb\u00e4nde sagen Ja zum Stromabkommen \u2013 und fordern klare \u00f6kologische Leitplanken f\u00fcr die Energiewende"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>In ihrer Stellungnahme zum Stromabkommen mit der EU zeigen die Mitglieder der Umweltallianz (BirdLife Schweiz, Greenpeace Schweiz, Pro Natura, Energie-Stiftung, VCS und WWF Schweiz), inwiefern der Vertrag die Interessen von Natur, Umwelt und Klima st\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n\n<p>Die Umweltallianz begr\u00fcsst das Stromabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union als entscheidenden Schritt hin zu einer klima- und biodiversit\u00e4tsvertr\u00e4glichen Energiezukunft. Die Umweltallianz, der Zusammenschluss der sechs Umweltorganisationen BirdLife, Greenpeace, Pro Natura, Energie-Stiftung, VCS und WWF, hat sich an der Vernehmlassung mit einer entsprechenden Stellungnahme beteiligt. Das Stromabkommen ist im Interesse von Umwelt, Natur und Klima: Die Integration in den europ\u00e4ischen Strombinnenmarkt erm\u00f6glicht eine effizientere Nutzung von erneuerbaren Energien, mindert Treibhausgasemissionen und reduziert den Ausbaubedarf an neuen Produktionsanlagen.<\/p>\n\n<p>Gleichzeitig verbindet die Umweltallianz ihre Zustimmung mit klaren Erwartungen: Damit das Abkommen zur echten und naturvertr\u00e4glichen Energiewende beitr\u00e4gt, m\u00fcssen \u00f6kologische, soziale und demokratische Prinzipien verbindlich verankert werden. Die Umweltallianz wird diesen Prozess im Parlament eng begleiten.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Stromabkommen: Integration st\u00e4rkt den Umbau zu Netto-Null<\/strong><\/h2>\n\n<p>Mit dem Stromabkommen wird die Schweiz Teil eines europ\u00e4ischen Systems, das erneuerbare Energien besser koordiniert, \u00dcbersch\u00fcsse effizient austauscht und so fossile Spitzenlasten reduziert. Damit leistet die Schweiz einen messbaren Beitrag zu den europ\u00e4ischen Klimazielen und kann ihre eigenen Netto-Null-Verpflichtungen schneller, sicherer und g\u00fcnstiger umsetzen. Ohne ein Stromabkommen mit der EU besteht die Gefahr, dass die Schweiz klimasch\u00e4dliche Reservekraftwerke bauen muss. Zudem w\u00fcrden auch insgesamt mehr Stromproduktionsanlagen n\u00f6tig, um ein vergleichbares Niveau der Versorgungssicherheit zu erreichen. Das Stromabkommen f\u00fchrt also dazu, dass die Natur weniger stark beeintr\u00e4chtigt wird.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Innenpolitische Umsetzung des Stromabkommens muss verbessert werden<\/h2>\n\n<p>Aus Sicht der Umweltallianz sind Anpassungen bei der innenpolitischen Umsetzung des Stromabkommens n\u00f6tig, um eine ausgeglichene und mehrheitsf\u00e4hige Vorlage zu erzielen. M\u00f6gliche negative Effekte auf den Ausbau der erneuerbaren Stromproduktion oder die Natur m\u00fcssen durch geeignete Massnahmen verhindert werden. Damit das Stromabkommen die naturvertr\u00e4gliche Energiewende tats\u00e4chlich st\u00e4rkt, fordert die Umweltallianz:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Erhalt fairer Bedingungen f\u00fcr kleine und mittlere Photovoltaikanlagen:<\/em> Die geplante Abschaffung der Mindestverg\u00fctung, der die Stimmbev\u00f6lkerung zugestimmt hat, w\u00fcrde die lokale Solarproduktion schw\u00e4chen. Diese beziehungsweise eine gleichwertige F\u00f6rderung muss erhalten bleiben, um die breite Beteiligung an der Energiewende zu sichern.<\/li>\n<\/ul>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Verbindliche Ausbauziele f\u00fcr erneuerbare Energien:<\/em> Der Zubau muss systemdienlich, naturvertr\u00e4glich und auf eine Erh\u00f6hung des Winterstromanteils ausgerichtet sein. F\u00f6rdermechanismen sollen bei Zielverfehlung automatisch verst\u00e4rkt werden.<\/li>\n<\/ul>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>St\u00e4rkung lokaler Elektrizit\u00e4tsgemeinschaften (LEG):<\/em> Die Rahmenbedingungen f\u00fcr gemeinschaftliche Energieprojekte m\u00fcssen verbessert werden, insbesondere bei Netzabgaben und administrativen H\u00fcrden. Lokale Wertsch\u00f6pfung und B\u00fcrgerbeteiligung sind zentrale Elemente einer demokratischen Energiewende im Einklang mit Natur und Umwelt.<\/li>\n<\/ul>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><em>Erh\u00f6hung des Schutzniveaus f\u00fcr tats\u00e4chliche \u00c4quivalenz mit EU-Recht:<\/em> Das Schweizer Umweltrecht im Strombereich muss gem\u00e4ss Abkommen mindestens gleichwertig mit demjenigen der EU sein \u2013 dies ist allerdings nicht der Fall. Insbesondere werden die existierenden Instrumente (bspw. die kantonalen Richtplanungen) nicht gen\u00fcgend stringent umgesetzt.<br>Auch im Bereich des Gew\u00e4sserschutzes gibt es aus Sicht der Umweltallianz grosse M\u00e4ngel. Anpassungen an die EU-Vorgaben und eine deutlich bessere Ber\u00fccksichtigung der Biodiversit\u00e4t sind aus Sicht der Umweltallianz dringend vonn\u00f6ten, insbesondere bspw. punkto Ber\u00fccksichtigung der Naturwerte in der Richtplanung, Restwasser und \u00f6kologischer Sanierungen.<\/li>\n<\/ul>\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-alpha-channel-opacity\"\/>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakte<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Greenpeace Schweiz:<\/strong>&nbsp;Juliette Wyss, Politikverantwortliche, 076 518 79 01, <a href=\"mailto:juliette.wyss@greenpeace.org\">juliette.wyss@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Energiestiftung<\/strong>: Fabio Gassmann, Leiter Politik, 044 275 21 22, <a href=\"mailto:fabio.gassmann@energiestiftung.ch\">fabio.gassmann@energiestiftung.ch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>WWF Schweiz:<\/strong>&nbsp;Jonas Schmid, Kommunikationsberater, 079 241 60 57,&nbsp;<a href=\"mailto:jonas.schmid@wwf.ch\">jonas.schmid@wwf.ch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li><strong>Pro Natura:<\/strong>\u00a0Stefan Kunz, Leiter Politik &amp; Internationales, 079 631 34 67, <a href=\"mailto:stefan.kunz@pronatura.ch\">stefan.kunz@pronatura.ch<\/a> <\/li>\n\n\n\n<li><strong>BirdLife Schweiz:<\/strong>&nbsp;Damaris Hohler, Projektleiterin Biodiversit\u00e4tspolitik, 044 457 70 42, <a href=\"mailto:damaris.hohler@birdlife.ch\">damaris.hohler@birdlife.ch<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li><strong>VCS:<\/strong>&nbsp;Luc Leumann, Koordinator Bundespolitik,&nbsp;079 705 06 58, <a href=\"mailto:luc.leumann@verkehrsclub.ch\">luc.leumann@verkehrsclub.ch<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Umweltallianz begr\u00fcsst das Stromabkommen mit der Europ\u00e4ischen Union als entscheidenden Schritt hin zu einer klima- und biodiversit\u00e4tsvertr\u00e4glichen Energiezukunft. <\/p>\n","protected":false},"author":39,"featured_media":127918,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[1],"tags":[42,50],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-127917","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-unkategorisiert","tag-energie","tag-klima","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/39"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=127917"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127917\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":127941,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/127917\/revisions\/127941"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/127918"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=127917"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=127917"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=127917"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=127917"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=127917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}