{"id":12945,"date":"2013-01-31T00:00:00","date_gmt":"2013-01-30T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12945\/das-maerchen-von-den-steigenden-atomstromimporten\/"},"modified":"2019-05-30T11:49:06","modified_gmt":"2019-05-30T09:49:06","slug":"das-maerchen-von-den-steigenden-atomstromimporten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12945\/das-maerchen-von-den-steigenden-atomstromimporten\/","title":{"rendered":"Das M\u00e4rchen von den steigenden Atomstromimporten"},"content":{"rendered":"<p><b>Nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken im M\u00e4rz 2011 sind in Deutschland keine steigenden Atomstromimporte zu verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt eine heute in Berlin ver\u00f6ffentlichte Studie\u00a0des \u00d6ko-Instituts im Auftrag von Greenpeace. Die Analyse widerlegt damit die oft vorgebrachte Behauptung, der Atomausstieg in Deutschland w\u00fcrde durch mehr Atomkraftimporte aus Frankreich konterkariert.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3><strong>Nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken im M\u00e4rz 2011 sind in Deutschland keine steigenden Atomstromimporte zu verzeichnen. Zu diesem Schluss kommt eine heute in Berlin ver\u00f6ffentlichte <a title=\"Studie\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/atomkraft\/Greenpeace-Studie_Atomstromimporte_Jan13_deutsch.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Studie\u00a0des \u00d6ko-Instituts im Auftrag von Greenpeace<\/a>. Die Analyse widerlegt damit die oft vorgebrachte Behauptung, der Atomausstieg in Deutschland w\u00fcrde durch mehr Atomkraftimporte aus Frankreich konterkariert. <\/strong><\/h3>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d852aab2-d852aab2-gp03ag7_layout.jpg\" title=\"Atomkraftwerk Unterweser\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Atomkraftwerk Unterweser\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/d852aab2-d852aab2-gp03ag7_layout.jpg\" alt=\"Atomkraftwerk Unterweser\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Atomkraftwerk Unterweser<\/strong><\/p>\n<p>\n            Paul Langrock \/ Zenit \/ Greenpeace\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>\u00a0<\/p>\n<p>&#171;Wer darauf beharrt, ausl\u00e4ndische Atomenergie habe die deutsche ersetzt, will nur Stimmung gegen die Energiewende machen\u201c, sagt Niklas Schinerl, Energie-Experte bei Greenpeace Deutschland. Auch in der Schweiz wird ein \u00e4hnliches M\u00e4rchen verbreitet, beispielsweise von der neuen Konzernchefin der BKW, Suzanne Thoma, die gestern in einem Interview mit dem \u201eBund\u201c behauptete, dass im Nachbarland der Ausfall der Atomkraftwerke \u201edurch Kohle- und Gaskraftwerke vollst\u00e4ndig kompensiert worden ist\u201c.<\/p>\n<p>Die Realit\u00e4t sieht aber anders aus, wie die Studie nachweist: \u201eDie weggefallene Stromproduktion aus Atomenergie wurde zu zwei Dritteln durch die gestiegene Stromproduktion aus erneuerbaren Energien und zu einem Drittel durch einen Abbau des Export\u00fcberschusses ersetzt\u201c, sagt Georg Klingler, Energie-Experte bei Greenpeace Schweiz. Andere Faktoren wie der Anstieg der Erzeugung aus Braunkohle und der R\u00fcckgang des Inlandsverbrauchs hatten hingegen nur einen geringen Einfluss.<\/p>\n<p>Laut Studie hat Deutschland auch weiterhin die Kapazit\u00e4ten, seinen Energiebedarf zu decken und dar\u00fcber hinaus Strom ins Ausland zu liefern \u2013 im Jahr 2012 zum ersten Mal seit zehn Jahren auch im Sommer dank dem Ausbau der erneuerbaren Energien. Dazu kommt, dass insbesondere im Bereich Geb\u00e4udesanierung und Energieeffizienz noch betr\u00e4chtliches Sparpotential vorhanden ist.<\/p>\n<p>Entscheidender Treiber f\u00fcr Importe und Exporte ist der aktuelle Preis an der Stromb\u00f6rse, nicht etwa ein drohender Versorgungsengpass. Dies zeigt die Studie mit einer fundierten Analyse der Stromfl\u00fcsse zwischen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern, darunter die Schweiz, welche auch auf dem Strommarkt stark mit dem Ausland vernetzt ist.\u00a0<\/p>\n<p>F\u00fcr die Schweiz gilt: \u201eDie rasche Abschaltung der drei \u00e4ltesten Atomreaktoren (M\u00fchleberg, Beznau I und II) ist problemlos machbar\u201c, sagt Georg Klingler. \u201eEin vorausschauender Zubau der neuen erneuerbaren Energien, insbesondere der Photovoltaik, und griffige Massnahmen zum Stopp der Stromverschwendung f\u00fchren dazu, dass dadurch die Importabh\u00e4ngigkeit nicht vergr\u00f6ssert wird\u201c.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach der Abschaltung von acht Atomkraftwerken im M\u00e4rz 2011 sind in Deutschland keine steigenden Atomstromimporte zu verzeichnen. 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