{"id":12953,"date":"2013-01-24T00:00:00","date_gmt":"2013-01-23T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12953\/schmaehpreise-des-public-eye-gehen-an-goldman-sachs-und-shell\/"},"modified":"2019-05-30T11:49:22","modified_gmt":"2019-05-30T09:49:22","slug":"schmaehpreise-des-public-eye-gehen-an-goldman-sachs-und-shell","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12953\/schmaehpreise-des-public-eye-gehen-an-goldman-sachs-und-shell\/","title":{"rendered":"Schm\u00e4hpreise des Public Eye gehen an Goldman Sachs und Shell"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box middle-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/52bb7545-52bb7545-public-eye-orginal-file-2013-goldman-sachs.jpg\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/52bb7545-52bb7545-public-eye-orginal-file-2013-goldman-sachs.jpg\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Dienstag, 22. Januar 2013<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Werbeparodie zum Gewinner des Public Eye Jury-Awards, die US-Bank Goldman Sachs. 24\/01\/13, \u00a9The Public Eye Awards\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Die W\u00fcrfel sind gefallen: Die Schm\u00e4hpreise der Public Eye Awards gehen dieses Jahr an die US-Bank Goldman Sachs und den niederl\u00e4ndisch-britischen \u00d6lkonzern Shell. In Sichtweite des Weltwirtschaftsforums (WEF) in Davos haben Greenpeace Schweiz und die Erkl\u00e4rung von Bern (EvB) heute deren Profitgier und Umwelts\u00fcnden gebrandmarkt.\u00a0<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/goldman-sachs\/\"><strong>Goldman Sachs<\/strong><\/a> erh\u00e4lt den Jury-Award. Der US-Bankkonzern ist ein zentraler Akteur in der finanzgetriebenen Globalisierung, die die Profite von wenigen mit explodierender Ungleichheit und der Verarmung breiter Schichten bezahlt. Andreas Missbach, Finanzexperte der Erkl\u00e4rung von Bern sagt dazu: \u00abDie Derivate-Deals von Goldman, die Griechenland in die Eurozone schummelten, verpf\u00e4ndeten die Zukunft der Griechinnen und Griechen. Zudem sind die Manager von Goldman Sachs Meister der Dreht\u00fcr \u2013 durch den Wechsel in politische und \u00f6ffentliche \u00c4mter sichern sie der Bank die Gesch\u00e4fte von morgen.\u00bb Michael Baumgartner, Jury-Vorsitzender der Public Eye Awards erg\u00e4nzt: \u00abGoldman Sachs ist nicht nur einer der Hauptgewinner der Finanzkrise. Die Bank ist dar\u00fcber hinaus ein wichtiger Player im Rohstoff-Casino: Sie hat diese M\u00e4rkte als neue Geldquelle erschlossen und destabilisiert die Rohstoffpreise. Wenn die Preise f\u00fcr Nahrungsmittel wie 2008 alle Rekorde brechen, werden Millionen Menschen in Hunger und Elend gest\u00fcrzt.\u00bb<\/p>\n<p>Der heutige Stargast der Preisverleihung,\u00a0der renommierte Autor, \u00d6konom und Ex-Bankenregulator <a href=\"http:\/\/en.wikipedia.org\/wiki\/William_K._Black\">Professor William K. Black, <\/a>sprach in Davos \u00fcber die kriminelle Energie der Konzerne, die Oligarchie der Finanzindustrie und den Zustand der Demokratie. Zu Goldman Sachs sagt er: \u00abMir ist es wichtig, darauf hinzuweisen, dass Goldman Sachs nicht ein einzelner fauler Apfel an einem gesunden Baum ist, sondern exemplarisch f\u00fcr die <em>Systemically Dangerous Institutions<\/em> (SDIs) steht, also den Banken, die \u201etoo big to fail\u201c sind.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/royal-dutch\/\"><strong>Shell <\/strong><\/a>ist bei besonders kontroversen, risikoreichen und schmutzigen \u00d6lf\u00f6rderprojekten immer mit dabei. <a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/\">So geht der von den Online-Usern mit dem Publikums-Schm\u00e4hpreis<\/a> bedachte vom <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Uber-uns\/Medienstelle\/Aktuelle-Medienbilder\/Besuch-bei-CEO-Peter-Voser\/\">Schweizer Peter Voser<\/a> angef\u00fchrte niederl\u00e4ndisch-britische Konzern auch besonders aggressiv vor auf der hochriskanten Suche nach fossilen Brennstoffen in der sensiblen Arktis. M\u00f6glich wurde diese durch den von Shell mitverursachten Klimawandel bzw. das Schwinden der arktischen Eisdecke. Jedes arktische Offshore-\u00d6lprojekt bedeutet neue CO2-Emissionen. Die \u00d6lreserven der Arktis reichen f\u00fcr bloss drei Jahre. Daf\u00fcr setzt Shell eines der letzten Naturparadiese der Erde aufs Spiel und gef\u00e4hrdet den Lebensraum von vier Millionen Menschen und einer einzigartigen Tierwelt. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/News_Stories\/Newsblog\/erneuter-shell-unfall-in-der-arktis\/blog\/43541\/\">Der Konzern legte vor Ort in den letzten Monaten eine bedenkliche Pannenserie hin<\/a>, dabei hat er noch nicht einmal mit den \u00d6lbohrungen angefangen. Shells Sicherheitsvorkehrungen spotten jeder Beschreibung. Experten sind sich sicher: Eine \u00d6lkatastrophe ist jederzeit m\u00f6glich und kann unter den in der Arktis herrschenden Bedingungen kaum einged\u00e4mmt werden. Kumi Naidoo, Direktor von Greenpeace International, sagt: \u00abShell hat 4,5 Milliarden Dollar in ein unsinniges, hochriskantes Projekt investiert und damit nur Probleme geschaffen. Die Publikumswahl zeigt, dass die \u00d6ffentlichkeit ein wachsames Auge auf Shell hat und dessen ruchloses Vorgehen auch in Zukunft sanktionieren wird.\u00bb<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/jury\/ulrich-thielemann\/\">Dr. Ulrich Thielemann<\/a><strong>,<\/strong>\u00a0Direktor der Denkfabrik f\u00fcr Wirtschaftsethik Berlin und von 2001 bis 2010 Vizedirektor des Instituts f\u00fcr Wirtschaftsethik der Universit\u00e4t St. Gallen, f\u00fchrte die Rolle der Wissenschaft in Initiativen wie dem Public Eye aus: \u00abDem r\u00fccksichtslosen Wettbewerb auf Kosten der Menschenrechte und der Umwelt durch Deregulierung und einen gnadenlosen <em>Race to the Bottom <\/em>muss ein Ende gesetzt werden. Wirklich verantwortungsbewusste Unternehmen m\u00fcssten diesen Schritt (Regulierung) begr\u00fcssen, denn er w\u00fcrde sie vom schmutzigen Konkurrenzkampf der <em>Corporate Wrongdoers<\/em>, also den fehlbaren Unternehmen, befreien.\u00bb<\/p>\n<p class=\"Standa1\">F\u00fcr die beiden Schm\u00e4hpreise nominiert waren neben Goldman Sachs und Shell die f\u00fcnf Firmen <a title=\"Alstom\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/alstom\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Alstom (FR)<\/a>, <a title=\"CI\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/coal-india\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Coal India\u00a0(IN)<\/a>, <a title=\"g4s\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/g4s\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">G4S (UK)<\/a>, <a title=\"lonmin\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/lonmin\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Lonmin (ZA)<\/a> und <a title=\"RP\" href=\"http:\/\/www.publiceye.ch\/de\/vote\/repower\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Repower (CH)<\/a>.<\/p>\n<p class=\"Standa1\">Man muss sich fragen, warum das WEF Firmen, die die Umwelt zerst\u00f6ren und Staaten ruinieren, nicht ausschliesst. Aber leider passt die Haltung zu diesem elit\u00e4ren Stelldichein. In Davos herrscht derzeit eine Stimmung des Grundverdachts. Soldaten und Polizei schirmen den Ort ab, der voll ist von fetten Karossen, Menschen mit Bodyguards und Frauen in Pelzm\u00e4nteln. Es wird schnell klar: Hier geht es nicht um das Wohl der Welt, sondern um das Wohl einer gierigen, uners\u00e4ttlichen Minderheit.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dienstag, 22. 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