{"id":12974,"date":"2013-01-22T00:00:00","date_gmt":"2013-01-21T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/12974\/neuer-bericht-zum-klimawandel-die-zeit-rennt-uns-davon\/"},"modified":"2019-05-30T11:50:25","modified_gmt":"2019-05-30T09:50:25","slug":"neuer-bericht-zum-klimawandel-die-zeit-rennt-uns-davon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/12974\/neuer-bericht-zum-klimawandel-die-zeit-rennt-uns-davon\/","title":{"rendered":"Neuer Bericht zum Klimawandel: Die Zeit rennt uns davon"},"content":{"rendered":"<p><b>Eine\u00a0drastische Senkung der\u00a0CO2-Emissionen ist unabdingbar, wenn eine Erderw\u00e4rmung von \u00fcber zwei Grad Celsius verhindert werden soll. Doch Regierungen und Unternehmen tun nicht, was in ihrer Macht steht, und legen lieber Lippenbekenntnisse ab, zum Beispiel am World Economic Forum in Davos. Anstatt Reduktionsziele umzusetzen, schauen sie dabei zu, wie Grosskonzerne Projekte initiieren, um weiterhin an fossile Brennstoffe zu kommen.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<h3><strong>Eine<\/strong><strong>\u00a0drastisch<\/strong><strong>e Senkung der\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>&#8211;<\/strong><strong>Emissionen ist unabdingbar, wenn eine Erderw\u00e4rmung von \u00fcber zwei Grad Celsius verhindert werden soll. Doch Regierungen und Unternehmen tun nicht, was in ihrer Macht steht, und legen lieber Lippenbekenntnisse ab, zum Beispiel am World Economic Forum in Davos. An<\/strong><strong>statt Reduktionsziele umzusetzen, schauen sie dabei zu, wie Grosskonz<\/strong><strong>erne Projekte initiieren, um weiterhin an fossile Brennstoffe zu komm<\/strong><strong>en.<\/strong><\/h3>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/bac73bb8-bac73bb8-65410_116313.jpg\" alt=\"point of no return\" width=\"380\" height=\"253\"><\/p>\n<p>Eine neue Studie von\u00a0<span lang=\"en\">Greenpe<\/span><span lang=\"en\">ace<\/span>\u00a0International, der\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/klima\/20130122-Studie-Point-Of-No-Return-Erderwaermung.pdf\">&#171;Point of no Return Report&#187;<\/a>, berechnet, dass die 14 weltweit gr\u00f6ssten Kohle-, \u00d6l- und Gasprojekte j\u00e4hrlich bis 2020 zus\u00e4tzliche 6,3 Milliarden Tonnen an\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>\u00a0in die Atmosph\u00e4re schleudern w\u00fcrden. Das ist mehr als die j\u00e4hrlichen\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen der\u00a0<abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">USA<\/abbr>\u00a0und w\u00e4re ein 20-prozentiger Anstieg im Vergleich zum derzeitigen Niveau. Und das ist bereits h\u00f6her denn je. Laut Internationaler Energieagentur haben die weltweiten\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen 2011 einen Spitzenwert von 31,6 Milliarden Tonnen erreicht.<\/p>\n<p>Ein solch enormer Anstieg der Treibhausgase in der Atmosph\u00e4re w\u00fcrde zu einem Temperaturanstieg von f\u00fcnf bis sechs Grad Celsius f\u00fchren &#8211; mit verheerenden Folgen. Extremwetterereignisse, wie die D\u00fcrre in den\u00a0<abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">USA<\/abbr>, der Wirbelsturm Sandy oder die Waldbr\u00e4nde in Australien, k\u00f6nnten so zum Alltagsgeschehen werden. Zum Vergleich: Um das Schlimmste zu verhindern, pl\u00e4diert die\u00a0<abbr title=\"United Nations\" lang=\"en\">UN<\/abbr>\u00a0daf\u00fcr, eine Erw\u00e4rmung von zwei Grad Celsius auf keinen Fall zu \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>&#171;Diese Riesenprojekte, die massiv zum\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Ausstoss beitragen, sind direktes Ergebnis der Scheinheiligkeit einiger Regierungen. Die Regierungen bekr\u00e4ftigen ihren Willen, den Klimawandel abzuwenden, sind aber trotzdem dabei, die gr\u00f6ssten F\u00f6rderprojekte von fossilen Brennstoffen abzusegnen, die zu Klimachaos und Verw\u00fcstung f\u00fchren werden&#187;, sagt Kumi Naidoo, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer von\u00a0<span lang=\"en\">Greenpeace\u00a0<\/span>International.<\/p>\n<p>Die Projekte, von denen die Rede ist, reichen vom Ausbau der Kohlef\u00f6rderung in Australien, China, den\u00a0<abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">USA<\/abbr>\u00a0und Indonesien, \u00fcber \u00d6lbohrungen in den Teer-Sanden Kanadas, in der Arktis und in Brasilien bis hin zur Ausweitung der Gasgewinnung im Kaspischen Meer und in den\u00a0<abbr title=\"United States of America\" lang=\"en\">USA<\/abbr>. An der Spitze steht der Kohlebergbau in China. Allein 1,4 Milliarden Tonnen\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen lassen sich auf die Ausweitung des Kohlebergbaus in den westlichen Regionen zur\u00fcckf\u00fchren. An zweiter und dritter Stelle stehen die Kohle-Exporte aus Australien und \u00d6lbohrungen in der Arktis. Unternehmen wie\u00a0<dfn title=\"\u00d6lkonzern\">Shell<\/dfn>, BHP Billion, Peabody, Enbridge, Gazprom, Cairn Energy, Petrobras oder\u00a0<abbr title=\"British Petroleum - \u00d6lkonzern\">BP<\/abbr>\u00a0profitieren davon und tragen damit zum Klimawandel bei.<\/p>\n<p>Trotz dieser finsteren Aussichten gibt es Alternativen. Die Studie\u00a0er\u00f6rtert die M\u00f6glichkeiten, unter der 2-Grad-Vorgabe zu bleiben. Ein Ergebnis: Um mit 75-prozentiger Wahrscheinlichkeit die heftigsten Klimafolgen zu verhindern, m\u00fcssten die weltweiten\u00a0<abbr title=\"Kohlendioxid\">CO2<\/abbr>-Emissionen schnellstm\u00f6glich r\u00fcckl\u00e4ufig werden und zwar j\u00e4hrlich um f\u00fcnf Prozent sinken. Ein Drittel dieser Einsparungen k\u00f6nnten umgesetzt werden, indem die 14 Grossprojekte gestoppt werden.<\/p>\n<p>&#171;Uns rennt die Zeit davon, um die Klimakatastrophe zu verhindern&#187;, sagt Naidoo. &#171;Die Unternehmen, die den Klimawandel vorantreiben und die Regierungen, die dabei zusehen, m\u00fcssen auf erneuerbare Energien umsteigen, um Teil der L\u00f6sung zu werden.&#187;\u00a0Die\u00a0<span lang=\"en\">Greenpeace<\/span>-Studie\u00a0<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/fileadmin\/gpd\/user_upload\/themen\/energie\/Executive_Summary-Global_ER_2012-_DE.pdf\">Energy [R]evolution<\/a>\u00a0zeigt, dass es m\u00f6glich w\u00e4re, eine nahezu 100-prozentige Energieversorgung mit Erneuerbaren weltweit auf die Beine zu stellen, mit den Technologien, die bereits existieren.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine\u00a0drastische Senkung der\u00a0CO2-Emissionen ist unabdingbar, wenn eine Erderw\u00e4rmung von \u00fcber zwei Grad Celsius verhindert werden soll. 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