{"id":130377,"date":"2026-03-23T08:00:00","date_gmt":"2026-03-23T07:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=130377"},"modified":"2026-03-23T08:00:11","modified_gmt":"2026-03-23T07:00:11","slug":"das-ernaehrungssystem-der-zukunft-mehr-pflanzen-mehr-diversitaet","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/130377\/das-ernaehrungssystem-der-zukunft-mehr-pflanzen-mehr-diversitaet\/","title":{"rendered":"Das Ern\u00e4hrungssystem der Zukunft: mehr Pflanzen, mehr Diversit\u00e4t"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Mit <\/strong><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/130092\/plant-ernahrungssystem-zukunft\"><strong>\u00abPLANT: das Ern\u00e4hrungssystem der Zukunft\u00bb<\/strong><\/a><strong>&nbsp;publiziert Greenpeace heute ihre Vision f\u00fcr das Ern\u00e4hrungssystem der Schweiz. Greenpeace fordert eine mutige und wirkungsvolle Agrar- und Ern\u00e4hrungspolitik, welche die Natur, Klima und Gesundheit sch\u00fctzt.<\/strong><\/p>\n\n<p>Der Entwurf der neuen Agrarpolitik des Bundesrats wird der Herausforderung durch die Klima- und Umweltkrise nicht gerecht. Greenpeace begr\u00fcsst jedoch, dass der Bundesrat anerkennt, dass eine Ern\u00e4hrungswende nur m\u00f6glich ist, wenn alle Akteure mitarbeiten, von den Landwirt:innen \u00fcber die Verarbeiter und Detailh\u00e4ndler bis hin zu den Konsument:innen.<\/p>\n\n<p>Doch wie w\u00fcrde ein Ern\u00e4hrungssystem in der Schweiz aussehen, das die planetaren Grenzen weltweit respektiert, das Netto-Null-Ziel erm\u00f6glicht und die Versorgungssicherheit gew\u00e4hrleistet? Das hat die Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr angewandte Wissenschaften ZHAW im Auftrag von Greenpeace Schweiz erarbeitet. Die daraus entstandene <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/130092\/plant-ernahrungssystem-zukunft\">Vision \u00abPLANT: das Ern\u00e4hrungssystem der Zukunft\u00bb<\/a> hat Greenpeace heute publiziert.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Damit Schweizer Landwirt:innen die Bev\u00f6lkerung langfristig gesund ern\u00e4hren k\u00f6nnen und daf\u00fcr eine faire Entsch\u00e4digung erhalten, braucht es haupts\u00e4chlich zwei grosse Ver\u00e4nderungen:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Fokus auf pflanzliche Produktion und Ern\u00e4hrung<\/li>\n\n\n\n<li>Weniger Abh\u00e4ngigkeiten von grossen Marktakteuren im In- und Ausland<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Tierproduktion: verschwendete Energie und Proteine&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p>Tierprodukte zu produzieren ist hochgradig ineffizient: Je nach Tierart gehen 50 \u2013 90 Prozent der eingesetzten Energie verloren. Wir f\u00fcttern Tiere mit Kraftfutter, das oft aus Proteinen besteht, die auch f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung geeignet sind.&nbsp;<\/p>\n\n<p>In einem zukunftstauglichen Ern\u00e4hrungssystem landen Bohnen, Linsen und andere pflanzliche Proteine direkt auf unserem Teller. Die Tiere f\u00fcttern wir mit Gr\u00fcnfutter von Fl\u00e4chen, die sich nicht f\u00fcr den Ackerbau eignen und mit Lebensmittelabf\u00e4llen (Feed-no-Food-Prinzip). Als Folge davon leben viel weniger Nutztiere in der Schweiz, daf\u00fcr in artgerechten Gruppen und Haltungen. Massentierhaltung geh\u00f6rt der Vergangenheit an.&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Gesunde Ern\u00e4hrung statt Marktkonzentration<\/strong><\/h2>\n\n<p>Aktuell ist das Ern\u00e4hrungssystem der Schweiz von einigen wenigen Marktakteuren stark gepr\u00e4gt. Knapp 48\u2019000 Landwirtschaftsbetriebe beliefern haupts\u00e4chlich wenige grosse Verarbeitungsbetriebe und noch weniger Detailh\u00e4ndler. Das f\u00fchrt zu Abh\u00e4ngigkeiten und Preisdruck. Durchschnittlich erhalten Landwirt:innen rund 12 Prozent des Lebensmittelpreises, den Konsument:innen bezahlen; mehr als die H\u00e4lfte (51 Prozent) geht an Transport und Handel.&nbsp;<\/p>\n\n<p><br>In PLANT erhalten die Produzierenden faire Preise f\u00fcr ihre Produkte. Die Menschen ern\u00e4hren sich ausgewogen und gesund; auf den Teller kommen in erster Linie lokale und \u00f6kologisch produzierte pflanzliche Lebensmittel.<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mut zur Ver\u00e4nderung&nbsp;<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die aktuelle Landwirtschaftspolitik und die Sortimentsgestaltung der Detailh\u00e4ndler zementieren die starke Konzentration der Schweizer Landwirtschaft auf Tierprodukte. Die Agrarpolitik 2030+ bietet die Chance, diese Rahmenbedingungen zu \u00e4ndern.&nbsp;<\/p>\n\n<p>Greenpeace fordert von der Bundesverwaltung und Schweizer Politiker:innen:&nbsp;<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Die Erarbeitung einer Proteinstrategie, die den Anteil pflanzlicher Proteine in der ganzen Wertsch\u00f6pfungskette deutlich erh\u00f6ht, inklusive eines Transformationsfonds, der die Beratung von Landwirt:innen bei der Umstellung sicherstellt und sie finanziell unterst\u00fctzt.\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Eine koh\u00e4rente, \u00f6kologische Ern\u00e4hrungspolitik: von der Landwirtschaft \u00fcber den Handel bis zum Teller.<\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Mehr Informationen<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/130092\/plant-ernahrungssystem-zukunft\">PLANT: das Ern\u00e4hrungssystem der Zukunft,<\/a> Greenpeace Schweiz, M\u00e4rz 2026<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/03\/ee3ae5b2-foodvision_zhaw_final.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bericht<\/a> \u00abVision PLANT50. F\u00fcr ein zukunftsf\u00e4higes Ern\u00e4hrungssystem der Schweiz: Pflanzlich-Lokal-Ausgewogen-Nachhaltig-Tiergerecht\u00bb, Z\u00fcrcher Hochschule f\u00fcr Angewandte Wissenschaften (ZHAW) im Auftrag von Greenpeace Schweiz<\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/02\/1b67c22a-ap_zielvereinbarung_medienbriefing.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Medienbriefing<\/a> zur Zielvereinbarung zwischen Bund und Detailhandel <strong>\u00a0<\/strong><\/li>\n\n\n\n<li><a href=\"https:\/\/drive.google.com\/drive\/folders\/1d3uasMlCBzuX4atnRTvjfzkw65rVSNJo?usp=sharing\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">Bilder und Grafiken<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nico Frommherz, Konsumexperte bei Greenpeace Schweiz, +41 78 233 35 22, <a href=\"mailto:nico.frommherz@greenpeace.org\">nico.frommherz@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Isabel Jaisli, Leiterin Forschungsbereich Nachhaltigkeitstransformation und Ern\u00e4hrungssysteme, ZHAW, +41 58 934 54 61, <a href=\"mailto:isabel.jaisli@zhaw.ch\">isabel.jaisli@zhaw.ch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, + 41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a><\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit \u00abPLANT: das Ern\u00e4hrungssystem der Zukunft\u00bb\u00a0publiziert Greenpeace heute ihre Vision f\u00fcr das Ern\u00e4hrungssystem der Schweiz. 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