{"id":130388,"date":"2026-03-22T09:01:00","date_gmt":"2026-03-22T08:01:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=130388"},"modified":"2026-03-22T09:01:03","modified_gmt":"2026-03-22T08:01:03","slug":"atomkraft-goesgen-kehrt-mit-dem-fruehling-zurueck","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/130388\/atomkraft-goesgen-kehrt-mit-dem-fruehling-zurueck\/","title":{"rendered":"Atomkraft: G\u00f6sgen kehrt mit dem Fr\u00fchling zur\u00fcck"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Nach zehnmonatigem Stillstand soll das Atomkraftwerk G\u00f6sgen am Montag wieder ans Netz gehen. Der Betriebsunterbruch zeigt, dass die Atomenergie kein Garant f\u00fcr eine sichere Stromversorgung im Winter ist. Greenpeace Schweiz fordert Klarheit zu den Aussagen der AKW-Leitung, wonach die Stilllegung der Anlage nicht notwendig gewesen sei.&nbsp;<\/strong><\/p>\n\n<p>Der rund zehnmonatige Stillstand des Atomkraftwerks G\u00f6sgen h\u00e4tte in der Schweiz Bef\u00fcrchtungen hinsichtlich grosser Versorgungsengp\u00e4sse wecken k\u00f6nnen, insbesondere w\u00e4hrend der Wintermonate. Dies war jedoch nicht der Fall. Im vergangenen Winter 2025\/2026 blieb die Menge des in die Schweiz importierten Stroms unter dem Niveau von 2021\/2022, damals waren alle Atomreaktoren die meiste Zeit in Betrieb. Der Grund daf\u00fcr ist der Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Zunahme an Photovoltaikanlagen in den letzten vier Jahren hat es erm\u00f6glicht, den Produktionsausfall von G\u00f6sgen teilweise auszugleichen, selbst in den Wintermonaten.<\/p>\n\n<p>Auch wenn die Schweiz ein Versorgungsproblem vermeiden konnte, bleiben im Fall von G\u00f6sgen zahlreiche Fragen hinsichtlich des nuklearen Risikos offen. Die Sicherheitsl\u00fccke, die zum l\u00e4ngeren Reaktorstillstand f\u00fchrte, hat <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/125804\/akw-goesgen-sicherheitsluecke-seit-30-jahren-bekannt\/\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">seit der Inbetriebnahme der Anlage im Jahr 1979 bestanden<\/a>. Nachdem die potenzielle Gefahr im M\u00e4rz 2025 mit neuen Berechnungsmethoden erkannt wurde, h\u00e4tte die AKW-Betreiberin, die Kernkraftwerk G\u00f6sgen-D\u00e4niken AG, die Anlage sofort abschalten m\u00fcssen.<\/p>\n\n<p>Doch obwohl die Schwere des Problems vom Eidgen\u00f6ssischen Nuklearsicherheitsinspektorat (ENSI) best\u00e4tigt wurde, behauptete der AKW-Leiter <a href=\"https:\/\/www.aargauerzeitung.ch\/solothurn\/kanton-solothurn\/stillstand-in-goesgen-so-sieht-es-im-abgeschalteten-akw-aus-ld.4125775\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener\">in der Presse<\/a>, dass diese l\u00e4ngere Abschaltung nicht notwendig gewesen w\u00e4re. Diese Meinungsverschiedenheit ist im Hinblick auf das nukleare Risiko hoch problematisch. Die Dokumente zur Analyse der Sicherheitsl\u00fccke und zum Schriftwechsel zwischen G\u00f6sgen und dem ENSI m\u00fcssen unbedingt ver\u00f6ffentlicht werden.<\/p>\n\n<p>\u00abEs gibt offensichtlich L\u00fccken im Rechtsrahmen, wenn Betreiberin und Aufsichtsbeh\u00f6rde sich \u00fcber die Sicherheit eines Atomkraftwerks uneinig sind\u00bb, erkl\u00e4rt Nathan Solothurnmann, Energieexperte bei Greenpeace Schweiz. \u00abDer Ausfall von G\u00f6sgen wird die St\u00e4dte und Kantone, denen das AKW geh\u00f6rt, nicht nur Hunderte Millionen Franken kosten, sondern l\u00e4sst an der Bestimmung zweifeln, wonach die alten Atomreaktoren nur so lange betrieben werden d\u00fcrfen, \u2039wie sie sicher sind\u203a. In Anbetracht der vom Bundesrat geplanten R\u00fcckkehr der Atomenergie sind das bedenkliche Erkenntnisse.\u00bb<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Kontakte:&nbsp;<\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Nathan Solothurnmann, Energieexperte, Greenpeace Schweiz, +41 76 514 90 48, <a href=\"mailto:nathan.solothurnmann@greenpeace.org\">nathan.solothurnmann@greenpeace.org<\/a>&nbsp;<\/li>\n\n\n\n<li>Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, <a href=\"mailto:pressestelle.ch@greenpeace.org\">pressestelle.ch@greenpeace.org<\/a> <\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach zehnmonatigem Stillstand soll das Atomkraftwerk G\u00f6sgen am Montag wieder ans Netz gehen. Der Betriebsunterbruch zeigt, dass die Atomenergie kein Garant f\u00fcr eine sichere Stromversorgung im Winter ist. 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