{"id":13042,"date":"2012-12-11T00:00:00","date_gmt":"2012-12-10T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13042\/weil-wir-fuers-leben-kaempfen\/"},"modified":"2019-05-30T11:52:38","modified_gmt":"2019-05-30T09:52:38","slug":"weil-wir-fuers-leben-kaempfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13042\/weil-wir-fuers-leben-kaempfen\/","title":{"rendered":"Weil wir f\u00fcrs Leben k\u00e4mpfen"},"content":{"rendered":"<p><b>\u00a0<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><em><iframe loading=\"lazy\" width=\"600\" height=\"338\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/cpEYk1usAZ8\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"\"><\/iframe>\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Graciela Enciso wohnt in El Salto. Die Stadt liegt am Rio Santiago, einem der meistverschmutzten Fl\u00fcssen Mexikos. Ich besuche sie, weil sie mir die Geschichte vom Kampf ihrer Gemeinde f\u00fcr Umweltgerechtigkeit erz\u00e4hlen will.<\/strong><\/p>\n<p>\u00abIn jeder Familie hier gibt es mindestens eine Person, die an einer schweren Krankheit leidet oder fr\u00fchzeitig gestorben ist,\u00bb erz\u00e4hlt mir Graciela. \u00abDie Menschen leiden. Ihre Gesundheit ist angeschlagen und ihr Lebensunterhalt ist gef\u00e4hrdet. Die Industrie verdient derweil Milliarden von Pesos. Es ist einfach nicht richtig.\u00bb Wut und Sorgen zeichnen ihr Gesicht, als sie mir dies erz\u00e4hlt.<\/p>\n<p>Die BewohnerInnen Ihrer Gemeinde wissen aus eigener Erfahrung, dass Menschen in giftigem Dreck ertrinken k\u00f6nnen, doch sie k\u00f6nnen auch in Verzweiflung untergehen, meint Graciela. Deshalb haben ihr Ehemann Henrique, ihre Tochter Sofia und sie beschlossen, Widerstand zu leisten, was ihnen hoch anzurechnen ist.<\/p>\n<p>\u00abUn Salto de Vida\u00bb, \u00fcbersetzt \u00abWasserfall des Lebens\u00bb heisst die lokale Organisation, mit der die Familie Enciso seit 2006 ihren Protest gegen die industrielle Verschmutzung am Rio Santiago f\u00fchrt. \u00abWeil wir nahe bei den Wasserf\u00e4llen leben und f\u00fcr das Leben k\u00e4mpfen\u00bb, f\u00fcgt Sofia zur Erkl\u00e4rung bei.<\/p>\n<p>Hunderte von Fabriken, die f\u00fcr internationale Marken Kleider herstellen, leiten ihre Abw\u00e4sser direkt in den Rio Santiago. Die Regierung hat Dutzende von giftigen Chemikalien im Fluss gefunden, doch niemand kann wirklich sagen, wie viele giftige Stoffe sich im Wasser befinden, noch in welchen Konzentrationen sie vorkommen.<\/p>\n<p>Zudem wissen die lokalen Anwohner nicht einmal, welches Abwasserrohr welcher Firma geh\u00f6rt, was aus ihnen herausfliesst, und welche Markenfirmen beliefert werden. Doch Regierungsdokumente, deren \u00f6ffentlicher Zugang Greenpeace Mexiko erzwungen hat, belegen, dass die Beh\u00f6rden um die Krankheiten im Zusammenhang mit der chemischen Verschmutzung wissen.<\/p>\n<p>Trotzdem hat Graciela den Glauben an ihre Mission nie verloren, und hofft, ihre Enkelin werde dereinst den Fluss so erfahren k\u00f6nnen, wie sie als Kind es durfte \u2013 als den wunderbarsten Ort auf Erden.<\/p>\n<p>Damit dieser Wunsch Wirklichkeit wird, braucht es allerdings noch viel Arbeit.<\/p>\n<p><strong>Du kannst etwas bewirken!<\/strong><\/p>\n<p>Weltmarken wie Levi\u2019s arbeiten mit Zulieferern in Mexiko zusammen, die nachweisbar \u2013 <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/wp-content\/uploads\/2017\/01\/Zusammenfassung_Report_Mexiko_FINAL.pdf\">das haben die Untersuchungen von Greenpeace ergeben<\/a>\u00a0\u2013 zur giftigen Verschmutzung des Rio Santiago und anderer Fl\u00fcsse in Mexiko und in der \u00fcbrigen Welt beitragen.<\/p>\n<p>Levi\u2019s hat die Macht und den Einfluss, die lokale Bev\u00f6lkerung hinsichtlich der Stoffe, die in die Fl\u00fcsse geleitet werden, zu informieren. Zusammen mit ihren Zulieferern kann Levi\u2019s alle Giftstoffe aus der ganzen Lieferkette eliminieren.<\/p>\n<p>Doch Levi&#8217;s scheint der Ernst der Lage nicht zu k\u00fcmmern. In einer ambitionslosen Erkl\u00e4rung verweist der Kleidergigant auf die \u00abkomplexe Situation\u00bb. Wenn Levi\u2019s wissen will, wie man ein glaubw\u00fcrdiges und ambitioniertes Bekenntnis zum Entgiften abgibt, dann sollte der Konzern einen Blick auf seine Konkurrenz werfen: Erst letzten Freitag hat die <a href=\"http:\/\/www.esprit.com\/press\/news\/news_detail?identity=106\">Modemarke Esprit versprochen<\/a>, bis 2013 Verschmutzungsdaten von 30 Zulieferern in China zu ver\u00f6ffentlichen und bis 2014 ganz auf <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Chemie\/Detox\/11-gefaehrlichste-Chemikaliengruppen\/#a5\">PFCs<\/a> (eine Gruppe besonders gef\u00e4hrlicher Chemikalien) zu verzichten. Esprit schliesst sich damit dem gr\u00f6ssten Textilh\u00e4ndler Zara, dem spanischen Modeh\u00e4ndler Mango sowie Marks &amp; Spencer an.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctze Graciela, ihre Familie und die vielen anderen direkt Betroffenen und verlange, dass der Industrieverschmutzung ein Ende gesetzt wird. Schliess Dich<a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Chemie\/detox\/detox-levis\/\">\u00a0ihrer Kampagne<\/a>\u00a0an, und fordere Levi\u2019s auf, zusammen mit ihren Zulieferern daf\u00fcr zu sorgen, dass ihre Modeartikel k\u00fcnftig ohne Verschmutzung hergestellt werden.<\/p>\n<p><em>Pierre Terras ist Toxics Kampagnenleiter bei Greenpeace Mexiko.<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u00a0 \u00a0 Graciela Enciso wohnt in El Salto. Die Stadt liegt am Rio Santiago, einem der meistverschmutzten Fl\u00fcssen Mexikos. 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