{"id":13072,"date":"2012-12-08T00:00:00","date_gmt":"2012-12-07T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13072\/ende-der-klimakonferenz-in-doha-erwartungen-von-millionen-von-menschen-enttaeuscht\/"},"modified":"2019-05-30T11:53:27","modified_gmt":"2019-05-30T09:53:27","slug":"ende-der-klimakonferenz-in-doha-erwartungen-von-millionen-von-menschen-enttaeuscht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13072\/ende-der-klimakonferenz-in-doha-erwartungen-von-millionen-von-menschen-enttaeuscht\/","title":{"rendered":"Ende der Klimakonferenz in Doha: Erwartungen von Millionen von Menschen entt\u00e4uscht"},"content":{"rendered":"<p><b>An der Weltklimakonferenz ist eine zweite Verpflichtungsperiode des\u00a0 Kyoto-Protokolls verabschiedet worden, doch der Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen, das auch von den USA und China unterst\u00fctzt wird, ist belastet.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>An der <a href=\"http:\/\/unfccc.int\/meetings\/doha_nov_2012\/meeting\/6815.php\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Weltklimakonferenz<\/a> ist eine zweite Verpflichtungsperiode des\u00a0 Kyoto-Protokolls verabschiedet worden, doch der Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen, das auch von den USA und China unterst\u00fctzt wird, ist belastet.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b1fea157-b1fea157-co2_burn.jpg\" title=\"Brennendes CO2\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Brennendes CO2\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/b1fea157-b1fea157-co2_burn.jpg\" alt=\"Brennendes CO2\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\"><\/span><br \/>\n        <strong>Brennendes CO2<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Durch Schlupfl\u00f6cher im Vertragstext belasten \u00fcbersch\u00fcssige CO2-Verschmutzungsrechte weiter den Markt. L\u00e4nder wie Polen oder Russland behalten damit ihre ungen\u00fctzten Gutschriften aus der ersten Kyoto-Periode, und k\u00f6nnen sie in der Zeit nach 2020 verkaufen, zum Beispiel an die USA. Dies bedeutet eine zus\u00e4tzliche Endlagerung von Treibhausgasen in der Atmosph\u00e4re in einer Dimension von 13 Milliarden Tonnen CO2. Es fehlen ebenfalls konkrete Zusagen f\u00fcr die vom Klimawandel betroffenen Entwicklungsl\u00e4nder.<\/p>\n<p>\u00abAuf dem diesj\u00e4hrigen Klimagipfel haben erneut die Gro\u00dfm\u00e4chte USA, Russland und China dominiert und gebremst\u00bb, sagt Martin Kaiser, deutscher Leiter Internationale Klimapolitik, der in Doha die Konferenz verfolgt. \u00abOhne politische F\u00fchrung durch Staats- und Regierungschefs sind die Klimagipfel offensichtlich nicht arbeitsf\u00e4hig. Die Verhandlungen unter den Ministern haben\u00a0einmal mehr nicht das geliefert, was Millionen von Menschen weltweit dringend erwarten.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Finanzhilfe f\u00fcr Entwicklungsl\u00e4nder aufgeschoben<\/strong><\/p>\n<p>Ein besonderes Anliegen auf dem Weltklimagipfel war die Unterst\u00fctzung f\u00fcr die vom Klimawandel am st\u00e4rksten betroffenen L\u00e4nder. Bis zum Jahr 2020 wollten die Industriel\u00e4nder urspr\u00fcnglich j\u00e4hrlich 100 Milliarden Euro bereitstellen, um die wichtige Treibhausgasminderung und die Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu finanzieren. Der nun ausgehandelte Kompromissvorschlag ist unbefriedigend: Auf Druck der USA haben die Delegierten die Entscheidung um ein Jahr verz\u00f6gert und nur einen Fahrplan vereinbart. Somit wird die Hilfe f\u00fcr die Klimaopfer aufgeschoben.<\/p>\n<p>Das sagte Kumi Naidoo, Chef von Greenpeace International, zu den schwachen Resultaten der heute endenden Klimaverhandlungen: \u00abHeute fragen wir die Politiker in Doha: Auf welchem Planeten lebt Ihr? Sicher nicht auf jenem, auf dem Menschen sterben: in St\u00fcrmen und \u00dcberschwemmungen; wegen D\u00fcrre. Ihr scheint auch nicht auf dem Planeten zu leben, auf dem das Potential von Erneuerbaren Energien rasant w\u00e4chst, w\u00e4hrend die fossilen Energien immer st\u00e4rker an ihre Grenzen stossen. Es war immer klar, dass Doha nicht die grossen W\u00fcrfe bringen w\u00fcrde. Aber die historisch tiefen Erwartungen wurden noch unterboten von dem, was jetzt vorliegt.\u00bb<\/p>\n<p><strong>Europa und die Schweiz werden ihrer F\u00fchrungsrolle nicht gerecht<\/strong><\/p>\n<p>\u00a0\u00abEuropas Klimapolitik ist in Doha an ihre Grenzen gesto\u00dfen und muss dringend reformiert werden\u00bb, sagte Martin Kaiser heute. \u00abWir brauchen ein neues Klimaziel von 30 Prozent weniger CO2-Aussto\u00df.\u00bb <span>Mit ihrem Sonderstatus innerhalb von Europa einerseits und ihrem guten Ruf in internationalen Verhandlungen andererseits, h\u00e4tte die Schweiz bereits in Doha voran gehen und ein h\u00f6heres Klimaschutz-Ziel einbringen k\u00f6nnen. Sie hat es aber verpasst, die Karte als m\u00f6gliche Herausforderin der EU zu spielen.\u00a0<\/span>Damit bleiben wirksame und faire Emmissions-Ziele weiterhin noch Zukunftsmusik.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/bit.ly\/VENNRN\">Vertiefte Analyse \u00fcber die Resultate von COP18 in Doha (auf Englisch)<\/a><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>An der Weltklimakonferenz ist eine zweite Verpflichtungsperiode des\u00a0 Kyoto-Protokolls verabschiedet worden, doch der Weg zu einem globalen Klimaschutzabkommen, das auch von den USA und China unterst\u00fctzt wird, ist belastet. 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