{"id":13081,"date":"2012-12-07T00:00:00","date_gmt":"2012-12-06T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13081\/ensi-redet-umfrage-schoen\/"},"modified":"2019-05-30T11:53:41","modified_gmt":"2019-05-30T09:53:41","slug":"ensi-redet-umfrage-schoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13081\/ensi-redet-umfrage-schoen\/","title":{"rendered":"ENSI redet Umfrage sch\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><b>Gem\u00e4ss einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Umfrage sind \u00fcber 60 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung gegen Atomenergie. Alles nur eine Frage der Kommunikation, sagt das ENSI.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Gem\u00e4ss einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Umfrage sind \u00fcber 60 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung gegen Atomenergie. Alles nur eine Frage der Kommunikation, sagt das ENSI.<br \/><\/strong><\/p>\n<p>Trotz rosa Brille kann sogar das ENSI nicht \u00fcber die Meinung der\u2028 Schweizer Bev\u00f6lkerung hinwegsehen. Statt aber das Gefahrenpotential\u2028 der Atomkraft ernst zu nehmen und endlich zu handeln, sieht es darin\u2028 nur ein Kommunikationsproblem und will mit PR-Aktionen daf\u00fcr sorgen,\u2028 dass sich die B\u00fcrger sicherer f\u00fchlen. Das ist ein Trugschluss, denn\u2028 die Sicherheitsm\u00e4ngel der Atomkraftwerke sind eine Realit\u00e4t und\u2028 k\u00f6nnen nicht einfach sch\u00f6ngeredet werden.<\/p>\n<p>Umfragen sind n\u00fctzlich,\u00a0 wenn sie korrekt interpretiert werden. Am Mittwoch wurde bekannt, dass \u00fcber 60% der Schweizer Bev\u00f6lkerung gegen die Atomenergie ist \u2013 seit der Katastrophe in Fukushima Tendenz steigend. Dies hat ein Bericht der Universit\u00e4t Z\u00fcrich zuhanden des eidgen\u00f6ssischen Nuklearsicherheitsinspektorats ENSI\u00a0klar und deutlich festgestellt <a href=\"http:\/\/static.ensi.ch\/1354616741\/unizh_bevoelkerungsbefragung_atomenergie_ensi.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">http:\/\/static.ensi.ch\/1354616741\/unizh_bevoelkerungsbefragung_atomenergie_ensi.pdf.<\/a> Die Aufsichtsbeh\u00f6rde des Bundes findet es allerdings nicht erschreckend, dass jeder F\u00fcnfte in der Schweiz die Atomkraftwerke als nicht sicher beurteilt. Und erteilt sich selbst gute Noten, obwohl 4.4 auf einer Skala von 1 bis 7 sicher kein r\u00fchmliches Zeugnis darstellt.<\/p>\n<p>Interessant ist \u00fcbrigens, dass gem\u00e4ss Umfrage der Wissensstand im Bereich Atomenergie das Vertrauen in die regulierende Instanz nicht wesentlich steigert. Trotzdem sieht das ENSI keinen Grund, sich zu hinterfragen, und beabsichtigt stattdessen, das Alter Ego der AKW-Betreiber zu spielen, indem es die Jungen, die Frauen sowie die franz\u00f6sische und italienische Schweiz besser bearbeiten will.<\/p>\n<p>Informations- und \u00d6ffentlichkeitsarbeit sollte aber das ENSI lieber den Medien und der Zivilgesellschaft \u00fcberlassen. Statt mit diesem blinden Fleck seinem geringen Vertrauenskapital noch zus\u00e4tzlich zu schaden, sollte die Aufsichtsbeh\u00f6rde das Augenmerk auf das Wesentliche richten: die Sicherheitsm\u00e4ngel der Atomkraftwerke, <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Stromzukunft-Schweiz\/Atomstrom\/Wo-endet-die-Reise-wenn-der-Reaktor-explodiert\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">M\u00fchleberg <\/a>zuallererst. Denn schon der amerikanische Wissenschaftler Dennis Meadows brachte es auf den Punkt, als er sagte, bez\u00fcglich Haltung zur Atomenergie g\u00e4be es nur zwei Gruppen von Menschen: Gegner und solche, die nicht genug nachgedacht haben.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gem\u00e4ss einer am Mittwoch ver\u00f6ffentlichten Umfrage sind \u00fcber 60 Prozent der Schweizer Bev\u00f6lkerung gegen Atomenergie. Alles nur eine Frage der Kommunikation, sagt das ENSI. 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