{"id":13206,"date":"2012-11-02T00:00:00","date_gmt":"2012-11-01T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13206\/amerikanische-akw-vom-sturm-sandy-betroffen\/"},"modified":"2019-05-30T11:57:44","modified_gmt":"2019-05-30T09:57:44","slug":"amerikanische-akw-vom-sturm-sandy-betroffen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13206\/amerikanische-akw-vom-sturm-sandy-betroffen\/","title":{"rendered":"Amerikanische AKW vom Sturm Sandy betroffen"},"content":{"rendered":"<p><b><\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<div class=\"events-box small-box left\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5f965f63-5f965f63-15ff4577f9.jpg\" title=\"Das Atomkraftwerk Oyster Creek in den USA.\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" title=\"Das Atomkraftwerk Oyster Creek in den USA.\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/5f965f63-5f965f63-15ff4577f9.jpg\" alt=\"Das Atomkraftwerk Oyster Creek in den USA.\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content hidden-paragraph\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 2. November 2012<\/span><br \/>\n        <strong>Das Atomkraftwerk Oyster Creek in den USA.<\/strong><\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p> <strong><\/strong><\/p>\n<p><strong>Der Wirbelsturm an der amerikanischen Ostk\u00fcste hatte mehrere <abbr title=\"Atomkraftwerk\">AKW<\/abbr> in Mitleidenschaft gezogen. So hat die Atomregulierungsbeh\u00f6rde (<abbr title=\"U.S. Nuclear Regulatory Commission (US-Atom-Genehmigungs- und Aufsichtsbeh\u00f6rde)\" lang=\"en\">NRC<\/abbr>)  den Atomreaktor Oyster Creek, in Lacey Township in New Jersey wegen  Hochwassers von zun\u00e4chst zur niedrigsten Alarmstufe &#8211; einem <q>ungew\u00f6hnlichen Ereignis<\/q> zum <q>Alarmzustand<\/q> hochgestuft. Die K\u00fchlung der Brennelemente erfolgte nur mehr mittels  Notstromaggregate. Der Wasserstand betrug zum Zeitpunkt der Alarmmeldung  6,6 feet (<abbr title=\"circa, zirka\">ca.<\/abbr> 2 m) und stieg weiter an. Bei einem Wasserstand von 7 feet (<abbr title=\"circa, zirka\">ca.<\/abbr> 2,1 m) w\u00e4re die K\u00fchlung komplett ausgefallen.<\/strong><\/p>\n<p>Weil eine Notstromversorgung oft nicht funktioniert oder ausf\u00e4llt,  sollte dieser Betriebszustand bei Atomkraftwerken m\u00f6glichst vermieden  werden. Der \u00dcbergang in einen katastrophalen Zustand kann schnell gehen,  wenn die K\u00fchlung komplett ausf\u00e4llt. Beim Unfallverlauf von Fukushima  stand auch zun\u00e4chst eine ordnungsgem\u00e4\u00dfe Abschaltung aller Reaktoren am  Anfang. Der Ausfall der K\u00fchlung wegen Stromausfalls und Ausfall der  Notstromversorgung f\u00fchrte aber unweigerlich zur Katastrophe.<\/p>\n<p>Sandy l\u00f6ste auch Abschaltungen in den Anlagen von Indian Point 3, in Buchanan, <span lang=\"en\">New York<\/span>, Salem 1 in Handcooks Bridge, New Jersey und Nine Mile Point 1 in Scriba <span lang=\"en\">New York<\/span> aus. Das <abbr title=\"Atomkraftwerk\">AKW<\/abbr> Millstone 3 in Conneticut, reduzierte die Leistung im Vorgege auf etwa  70 Prozent, um m\u00f6gliche Auswirkungen auf das K\u00fchlwassersystem zu  reduzieren. Das <abbr title=\"Atomkraftwerk\">AKW<\/abbr> Vermont Yenkee  fuhr die Leistung wegen eines Leitungsschadens in New Hampshire und  einem geringeren Strombedarfs des Leistungsnetzes zur\u00fcck. Auch die  Reaktoren Limerick 1 und 2 wurden wegen Stromausf\u00e4llen in der Leistung  reduziert.<\/p>\n<p>Es war ein hohes Risiko die Atomkraftwerke weiter laufen zu lassen,  weil mit weitreichenden Stromausf\u00e4llen zu rechnen war. Es hat sich  gezeigt, dass es der Feuerwehr durch Hochwasser und unpassierbare  Stra\u00dfen nicht immer m\u00f6glich war Br\u00e4nde zu l\u00f6schen. So h\u00e4tten sich  Notfallma\u00dfnahmen bei Atomkraftwerken sehr schwierig gestalten k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Wenn ein so schwerer Sturm aufzieht, dass Notst\u00e4nde ausgesprochen  werden und U-Bahn-Stationen verbarrikadiert werden, sollten auch <abbr title=\"Atomkraftwerke\">AKWs<\/abbr> abgeschaltet werden. Denn je l\u00e4nger ein <abbr title=\"Atomkraftwerk\">AKW<\/abbr> abgeschaltet ist, desto geringer wird die sogenannte Nachw\u00e4rme. Sie  entsteht durch radioaktiven Zerfall und kann nicht beeinflusst werden.<\/p>\n<p>Die Nachw\u00e4rme und fehlende K\u00fchlung verursachte in Fukushima-Daichii unmittelbar die <dfn title=\"Schmelzen des Brennstoffs im Reaktorkern durch fehlende K\u00fchlung\">Kernschmelze<\/dfn>.  Die Folge waren die Explosionen und die Freisetzungen von  Radioaktivit\u00e4t. So gesehen wird ein Reaktor um so sicherer, je l\u00e4nger er  abgeschaltet ist. Am sichersten sind Reaktoren, die gar nie in Betrieb  gegangen sind &#8211; sie sind allerdings \u00f6konomisch fraglich. \u00d6konomisch  betrachtet ist es besser, wenn ein Reaktor erst gar nicht gebaut wird.<\/p>\n<p><em>PS: <\/em>In den USA initiiert die gewaltige Zerst\u00f6rungskraft von Sandy endlich die bisher totgeschwiegene Klimawandel-Frage in der US-Pr\u00e4sidentschaftswahl und fordert Antworten von den Kandidaten. <a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/usa\/extreme-weather\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">Provokativ setzt Greenpeace US den Hurrikan in vollen Zusammenhang mit dem Klimawandel<\/a>, wohl wissend dass Einzelereignisse nie mit der Ver\u00e4nderung des Klimas gleichgesetzt werden k\u00f6nnen. (Auf Englisch)<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Freitag, 2. November 2012 Das Atomkraftwerk Oyster Creek in den USA. Der Wirbelsturm an der amerikanischen Ostk\u00fcste hatte mehrere AKW in Mitleidenschaft gezogen. 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