{"id":132202,"date":"2026-05-13T08:00:00","date_gmt":"2026-05-13T06:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/?p=132202"},"modified":"2026-05-13T09:27:44","modified_gmt":"2026-05-13T07:27:44","slug":"micarna-schlachthof-greenpeace-schweiz-ecotransition-la-broye-sowie-30-anwohnerinnen-reichen-beschwerde-gegen-baubewilligung-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/132202\/micarna-schlachthof-greenpeace-schweiz-ecotransition-la-broye-sowie-30-anwohnerinnen-reichen-beschwerde-gegen-baubewilligung-ein\/","title":{"rendered":"Micarna-Schlachthof: Greenpeace Schweiz, EcoTransition-La Broye sowie 30 Anwohner:innen reichen Beschwerde gegen Baubewilligung ein"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Greenpeace Schweiz, EcoTransition-La Broye sowie 30 Einwohner:innen von Saint-Aubin und Umgebung haben beim Kantonsgericht Freiburg Beschwerde eingereicht, nachdem sie den Entscheid des Oberamtmanns des Broyebezirks von April gepr\u00fcft haben. Sie wehren sich damit gegen die Ablehnung der Einsprachen betreffend Baubewilligung f\u00fcr den Schlachthof von Micarna, einer Tochtergesellschaft der Migros. Im geplanten Geb\u00e4ude sollen j\u00e4hrlich \u00fcber 30 Millionen H\u00fchner geschlachtet werden. Das Projekt verletzt geltende Gesetze, insbesondere im Gew\u00e4sser-, Klima- und Naturschutz.<\/strong><\/p>\n\n<p>Vertreten durch den Anwalt Rapha\u00ebl Mahaim haben 30 Anwohner:innen aus der Umgebung, der lokale Verein EcoTransition-La Broye<em> <\/em>sowie Greenpeace Schweiz gemeinsam Beschwerde gegen die Baubewilligung f\u00fcr den Schlachthof eingereicht. Die Beschwerde umfasst auch das Baugesuch f\u00fcr die Detailerschliessung, die Pfahl-Tragf\u00e4higkeitspr\u00fcfungen, die Mobilit\u00e4tsplattform sowie die ben\u00f6tigten Leitungen f\u00fcr die Wasserversorgung. Die Verb\u00e4nde verzichten darauf, gegen die Kl\u00e4ranlage Einsprache zu erheben, obwohl deren Anforderungen im Vergleich zum Gesetz minimal sind (z. B. 80-prozentige Filterung von Mikroverunreinigungen), weil die Region diese dringend ben\u00f6tigt.<\/p>\n\n<p>Die Beschwerdef\u00fchrenden machen Verst\u00f6sse gegen mehrere Gesetze geltend, die insbesondere Folgendes betreffen:<\/p>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>den Grundwasserschutz,<\/li>\n\n\n\n<li>den Naturschutz,<\/li>\n\n\n\n<li>den Klimaschutz,<\/li>\n\n\n\n<li>eine l\u00fcckenhafte Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung (fehlende Angaben zu den Auswirkungen auf das Klima),<\/li>\n\n\n\n<li>fehlende \u00dcbereinstimmung mit der Zoneneinteilung und einen Mangel an Planungsmassnahmen, sowie<\/li>\n\n\n\n<li>das Fehlen einer Interessenabw\u00e4gung.<\/li>\n<\/ul>\n\n<p>Zudem wird eine aufschiebende Wirkung der Beschwerde beantragt, damit der Bau nicht vor dem Urteil des Kantonsgerichts Freiburg beginnt.<\/p>\n\n<p>\u00abDer Standort ist f\u00fcr eine Anlage dieser Art schlecht gew\u00e4hlt: Die Risiken wurden nicht ernsthaft gepr\u00fcft und die Infrastruktur, etwa im Bereich Verkehr und Wasser, ist nicht bereit. So steht es auch in der ablehnenden Stellungnahme des Bau- und Raumplanungsamts BRPA\u00bb, erkl\u00e4rt Alaric Kohler, Pr\u00e4sident des Vereins EcoTransition-La Broye.<\/p>\n\n<p>Zudem werden verschiedene Vorgaben zum Klimaschutz ignoriert. \u00abDer Bau dieses Schlachthofs ist mit den Klimazielen unvereinbar. Angesichts der damit verbundenen M\u00e4ngel und Verst\u00f6sse fordern wir, dass geltendes Recht eingehalten wird\u00bb, sagt Sera Pantillon, Expertin f\u00fcr Konsum und Ern\u00e4hrung bei Greenpeace Schweiz.<\/p>\n\n<p>Rapha\u00ebl Mahaim, Anwalt der Beschwerdef\u00fchrenden, erg\u00e4nzt: \u00abDieses Projekt wird die Region erheblich beeintr\u00e4chtigen. Die wirtschaftliche Entwicklung kann nicht alle Auswirkungen auf die Anwohner und alle Umweltsch\u00e4den rechtfertigen. Nun ist es Aufgabe der Justiz, die Rechtskonformit\u00e4t des Projekts gr\u00fcndlich zu pr\u00fcfen.\u00bb<\/p>\n\n<p>Um das Gesetz durchzusetzen und der Natur eine Stimme zu geben, arbeiten Anwohner:innen und Umweltorganisationen seit 2022 gemeinsam gegen die Pl\u00e4ne eines Migros-Schlachthofes in Saint-Aubin.<\/p>\n\n<div class=\"wp-block-group is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained\">\n<p class=\"is-style-accent-1\"><strong>Greenpeace setzt sich f\u00fcr ein nachhaltiges Ern\u00e4hrungssystem ein<\/strong><br><br>Die Ern\u00e4hrung ist f\u00fcr <a href=\"https:\/\/www.bafu.admin.ch\/de\/umwelt-fussabdruecke-der-schweiz\">30 Prozent der Umweltbelastung der Schweiz<\/a> verantwortlich. Die Gefl\u00fcgelproduktion spielt dabei eine bedeutende Rolle. Denn die intensive H\u00fchnerzucht produziert grosse Mengen an Stickstoff, die Gew\u00e4sser, Boden und Luft verschmutzen und der Biodiversit\u00e4t schaden. Zudem sind Masth\u00fchner <a href=\"https:\/\/www.sbv-usp.ch\/de\/services\/agristat-statistik-der-schweizer-landwirtschaft\/grafiken#prettyPhoto[gal18198]-7\">zu 80 Prozent<\/a> auf Futtermittelimporte aus dem Ausland angewiesen.<br>Die Migros deklariert folgende Absicht: \u00ab<a href=\"https:\/\/corporate.migros.ch\/de\/verantwortung\/nachhaltigkeit\/schwerpunkte\/biodiversitaet\">Wir setzen Massnahmen zur Reduktion unseres Biodiversit\u00e4tsfussabdrucks um und leisten damit unseren Beitrag zur vollst\u00e4ndigen Regeneration der Natur bis 2050<\/a>.\u00bb Das gigantische Schlachthof-Projekt tut jedoch genau das Gegenteil, denn es f\u00f6rdert Produktion und Konsum von H\u00fchnerfleisch weiter. Verschiedene Berichte von Greenpeace aus den letzten Jahren (<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/85093\/schweizer-studie-werbung-tierische-produkte\/\">2022<\/a>,<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/medienmitteilung\/101471\/werbung-verursacht-bis-zu-7-prozent-der-schweizer-treibhausgasemissionen\/\"> 2023<\/a>,<a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/publikation\/109431\/coop-und-migros-greenshifting-statt-klimaschutz\/\"> 2024<\/a>) belegen, dass die Migros die Nachfrage nach Fleisch durch ihr Sortiment, ihre Rabatte und ihre Werbung ankurbelt.<br>Greenpeace fordert Migros sowie andere Akteure im Detailhandel auf, Produktion und Konsum pflanzlicher Proteine zu f\u00f6rdern, um den \u00dcbergang zu einem nachhaltigen Ern\u00e4hrungssystem zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n<\/div>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Weiterf\u00fchrendes Material<\/strong><\/h2>\n\n<p>Die Beschwerde mit der detaillierten Auflistung der Verst\u00f6sse ist <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2026\/05\/922301c4-recours_greenpeace_ecotransitionlabroye.pdf\">unter diesem Link<\/a> verf\u00fcgbar&nbsp;<\/p>\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\"><strong>Kontakt<\/strong><\/h2>\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Sera Pantillon, Konsumexpertin Greenpeace Schweiz, <a href=\"mailto:sera.pantillon@greenpeace.org\">sera.pantillon@greenpeace.org<\/a>\u00a0<\/li>\n\n\n\n<li>Michelle Sandmeier, Mediensprecherin Konsum Greenpeace Schweiz, \u202d+41 77 205 66 70\u202c, <a href=\"mailto:michelle.sandmeier@greenpeace.org\">michelle.sandmeier@greenpeace.org<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Rapha\u00ebl Mahaim, Rechtsanwalt, +41 79 769 70 33, <a href=\"mailto:rmahaim@r-associes.ch\">rmahaim@r-associes.ch<\/a><\/li>\n\n\n\n<li>Alaric Kohler, Pr\u00e4sident EcoTransition-La Broye, +41 78 737 91 42, <a href=\"mailto:info@ecotransition-labroye.ch\">info@ecotransition-labroye.ch<\/a> (Franz\u00f6sisch)<\/li>\n<\/ul>\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Greenpeace Schweiz, EcoTransition-La Broye sowie 30 Einwohner:innen von Saint-Aubin und Umgebung haben beim Kantonsgericht Freiburg Beschwerde gegen die Baubewilligung f\u00fcr den Micarna-Schlachthof in St-Aubin eingereicht.<\/p>\n","protected":false},"author":103,"featured_media":132207,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"_planet4_optimize_post_is_variant":false,"_planet4_optimize_experiment_name":"","_planet4_optimize_variant_name":"","ep_exclude_from_search":false,"p4_og_title":"","p4_og_description":"","p4_og_image":"","p4_og_image_id":"","p4_seo_canonical_url":"","p4_campaign_name":"","p4_local_project":"","p4_basket_name":"","p4_department":"","footnotes":""},"categories":[48,1],"tags":[33,217],"p4-page-type":[71],"gpch-article-type":[],"class_list":["post-132202","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-zero-waste","category-unkategorisiert","tag-ernaehrung","tag-konsum","p4-page-type-medienmitteilung"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132202","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/103"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=132202"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132202\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":132236,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/132202\/revisions\/132236"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/132207"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=132202"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=132202"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=132202"},{"taxonomy":"p4-page-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/p4-page-type?post=132202"},{"taxonomy":"gpch-article-type","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/wp-json\/wp\/v2\/gpch-article-type?post=132202"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}