{"id":13222,"date":"2012-10-26T00:00:00","date_gmt":"2012-10-25T22:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/master.greenpeace.ch\/beitrag\/13222\/solar-eclat-im-regenwald\/"},"modified":"2019-05-30T11:58:18","modified_gmt":"2019-05-30T09:58:18","slug":"solar-eclat-im-regenwald","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.greenpeace.ch\/de\/story\/13222\/solar-eclat-im-regenwald\/","title":{"rendered":"Solar-Eclat im Regenwald"},"content":{"rendered":"<p><b>Radio RTB goes solar &#8211;\u00a0 oder die Geschichte wie eine kleine Radiostation im Kongo-Regenwald zu einer Photovoltaikanlage kam und nun dieselunabh\u00e4ngig stets auf Sendung ist.<\/b><\/p>\n<div class=\"post-content\">\n<div>\n<p><strong>Radio RTB goes solar &#8211;\u00a0 oder die Geschichte wie eine kleine Radiostation im Kongo-Regenwald zu einer Photovoltaikanlage kam und nun dieselunabh\u00e4ngig stets auf Sendung ist.<\/strong><\/p>\n<p>Wie kommt es, dass ein Regionalradio mitten im Urwald aus scheinbar heiterem Himmel einen Solargenerator aufs Dach bekommt und sich damit einen lang gehegten Wunsch erf\u00fcllen kann? Zum einen, weil sich der Betreiber des Radios, die Regionalregierung sowie Greenpeace Afrika mit seinen lokalen Partnern aus der Zivilgesellschaft sich f\u00fcr ein Projekt zusammen taten. Zum andern, weil ein engagierter Mensch \u00fcber Jahre hinweg ausgebildet wurde: Crispin Assimbo Bosenge, 37j\u00e4hrig, B\u00fcrger der demokra\u00adtischen Republik Kongo (DRK).<\/p>\n<p>Eine theoretische Ausbildung und begleitete Praxis brachten ihn binnen drei Jahre so weit, dass er die Installation dieser PV-Anlage planen, organisieren und durchf\u00fchren und zudem als erstes Ausbildungsmodul f\u00fcr junge KongolesInnen nutzen konnte.<\/p>\n<\/p>\n<div class=\"events-box middle-box right\">\n<div class=\"frame\">\n        <a class=\"open-img EnlargeImage\" href=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f4b8ee4f-f4b8ee4f-crispin.png\" title=\"\"><br \/>\n            <img decoding=\"async\" id=\"ctl00_cphContentArea_epiEntryContent_ctl00_ctl02_Image1\" class=\"Thumbnail\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/f4b8ee4f-f4b8ee4f-crispin.png\" alt=\"\" style=\"border-width:0px;\"><\/p>\n<p>        <\/a>\n    <\/div>\n<div class=\"events-content\">\n        <span class=\"date\">Freitag, 26. Oktober 2012<\/span><br \/>\n        <strong><\/strong><\/p>\n<p>\n            Crispin Assimbo (hinten links) mit seinen Azubis.\n        <\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<p>Crispin Assimbo, ausgebildeter Flug-Navigator, beginnt sein Berufsleben 2003 als Techniker einer Mobiltelefongesellschaft. 2008 nimmt er an einem Workshop zur Er\u00f6ffnung des Greenpeace B\u00fcros in Kinshasa, der Hauptstadt der DRK, teil. Dabei wird er vom Solarvirus angesteckt.<\/p>\n<p>Er meldet sich als einer der ersten Freiwilligen bei Greenpeace Kongo, geht 2009 f\u00fcr eine dreiw\u00f6chige Ausbildung nach Kamerun, wo ihn \u2013 zusammen mit weiteren dreissig Lernenden &#8211; der Schweizer Solarexperte Dr. Michael G\u00f6tz und der togolesische Energiespezialist Sourakatou Ouro-Bangna in die Photovoltaik sowie in die Technik von Solarkocher, Solard\u00f6rrer und holzeffizienten \u00d6fen einf\u00fchren. In der Folge assistiert Crispin Assimbo im August 2009 dem Solartrainer Andres Wirz in Nairobi, der zwanzig junge Kenianer\u00adInnen ausbildet und sie bef\u00e4higt, kleine Photovoltaikanlagen, sogenannte \u201eSolar Home Systems\u201c, zu installieren. Die Abschlussarbeit besteht darin, der Grossmutter von Barack Obama und der \u201eBarack Obama Schule\u201c in Kogelo je eine Solaranlage auf ihre D\u00e4cher zu installieren. Mama Sarah Obama wird daraufhin Solarpromotorin (siehe unten). 2010 und 2011 schliesslich besucht er eine l\u00e4ngere methodische Ausbildung in \u201eCommunity Organisa\u00adtion\u201c, die vom brasilianischen Mestre Guilherme de Santos und dem Schweizer Umweltwissenschaftler Christian Gyr in Kamerun durchgef\u00fchrt wird.<\/p>\n<p>Aufgrund dieser Ausbildungen, die er alle mit Bravour bestand, fragt Greenpeace Afrika ihn anfangs 2012 an, ob er die Projektleitung f\u00fcr die beiden Energietrainings in Oshw\u00e9, der Regenwaldstadt und in Kinshasa, der Hauptstadt, \u00fcbernehmen wolle. Er will. Und setzt um. Mit Unterst\u00fctzung des Energiemeisters Sourakatou aus Togo. Kein einfaches Unterfangen im neben Afghanistan gef\u00e4hrlichsten Land der Welt, in der DR Kongo, wo man Solarmaterial nicht im Supermarkt bekommt und schon der Transport und die Organisation riesige Herausforderungen sind. Er schafft es. Resultat: Zwei Solaranlagen, eine f\u00fcr die Radiostation, eine f\u00fcrs Greenpeace B\u00fcro, 50 holzeffiziente \u00d6fen sind in Betrieb, aber vor allem: \u00dcber 40 Freiwillige in Oshw\u00e9 und 30 in Kinshasa erhalten eine Ofenbau- bzw. Photovoltaik -erstausbildung. Und der Wunsch der Radiostation ging in Erf\u00fcllung: Sie ist nicht mehr vom Diesel \u2013 dem Brennstoff f\u00fcr den alten Generator &#8211; abh\u00e4ngig, das nur unregelm\u00e4ssig geliefert wurde, und kann fortan st\u00e4ndig auf Sendung sein.<\/p>\n<p>Crispin Assimbo\u2019s Traum: \u201e &#8230; de pousser plus loin mes connaissances sur les \u00e9nergies renouvables\u201c, also noch mehr \u00fcber die erneuerbaren Energien zu lernen, denn sie seien wegen ihrer immensen Vorteile die L\u00f6sung sowohl f\u00fcr die Stadt- wie auch Landbev\u00f6lkerung Afrikas. Und damit zugleich der Klimaerw\u00e4rmung entgegenzuwirken, die seiner Meinung nach die Herausforderung Nummer eins ist f\u00fcr die Menschheit, das ist der zweite Teil seines Traums.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/spenden.greenpeace.ch\/live\/donate\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" title=\"Spenden Sie heute f\u00fcr die Energiewende\" src=\"https:\/\/www.greenpeace.ch\/static\/planet4-switzerland-stateless\/2019\/05\/05f27a1b-05f27a1b-spenden_energiewende.gif\" alt=\"Spenden Sie heute f\u00fcr die Energiewende\" width=\"396\" height=\"69\"><\/a><\/p>\n<p>weiter Informationen f\u00fcr Interessierte:<\/p>\n<ul>\n<li><a title=\"Klima-Karawane\" href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Klimakarawane\/\">Webauftritt Klima-Karawane<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=WbAV12Nsrdo\">Solarausbildung Kamerun 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/english.ntdtv.com\/ntdtv_en\/ns_me\/2009-08-27\/506920067170.html\">Solarausbildung Kenia 2009<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=FxO9XTMMYAc\">Ausbildung Kamerun 2010<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.org\/switzerland\/de\/Kampagnen\/Klimakarawane\/Demokratische-Republik-Kongo\/\">Kongo Radiostation Solarisierung<\/a><\/li>\n<li><a href=\"https:\/\/www.youtube.com\/watch?v=19IVrm_Ku-o\">Solar Promoterin Mama Sarah Obama<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Radio RTB goes solar &#8211;\u00a0 oder die Geschichte wie eine kleine Radiostation im Kongo-Regenwald zu einer Photovoltaikanlage kam und nun dieselunabh\u00e4ngig stets auf Sendung ist. 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